05.11.2018

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„Dr.“ Sören Ahlers will mit S04 in die Regionalliga

Foto: Stefan Bunse

Viel zu tun bekommt er meist nicht. Ganze sieben Gegentore hat der FC Schalke 04 II in 13 Spielen in der Oberliga Westfalen bislang kassiert. Während nach dem 4:0 (1:0) gegen den Holzwickeder SC alle vom tollen Sturm der Königsblauen schwärmen, lobt Schalkes Trainer Torsten Fröhling Torhüter Sören Ahlers.

„Es ist auch eine Qualität, sich 90 Minuten lang zu fokussieren und bereit zu sein für den Fall der Fälle“, sagt Fröhling. „Was macht denn Manuel Neuer Woche für Woche?“

Der hat sich von der Schalker Zweitvertretung bis zum Welttorhüter hochgearbeitet. Soweit ist Sören Ahlers natürlich noch lange nicht. Aber auch der 21-Jährige hat sich in seiner zweiten Saison beim S04 entwickelt. Im Sommer war er einer der wenigen Spieler, die den Verein nach einer enttäuschenden Saison nicht verlassen mussten. „Ab und an bekommt er ja auch etwas zu tun. Vor allem auch bei unseren langen Bällen, denn wir wollen von hinten raus spielen und uns auch fußballerisch verbessern“, so Fröhling. Sorge, dass die Entwicklung von Ahlers unter der Dominanz der Schalker in der Oberliga Westfalen leiden könne, hat er nicht. „Wir habe die Testspiele – oft gegen die Niederländer, die auch sehr offensiv spielen – und intensives Training. Also, wir sehen auch zu, dass unsere Torhüter gefördert werden.“

Deshalb wechselt er auch mal durch, damit Stellvertreter Krystian Wozniak auch auf seine Einsatzzeiten kommt. Ahlers gilt bei den Knappen dennoch als unumstrittene Nummer eins. Nur bei den Spielen gegen die Hammer SpVg und den SV Schermbeck stand Wozniak im Tor. „Bei Torhütern ist das immer ein bisschen schwierig mit der Spielpraxis. Aber wir machen das, damit er auch mal in den Spielfluss kommt“, betont der Sportlehrer. „Aber ich halte nichts von einem strengen Wechsel.“ Wichtig sei, dass beide dabei ein gutes Verhältnis zueinander haben. „So ist es okay. Wir haben das Vertrauen in Krystian und der Sören hat damit auch keine Probleme. Aber wir machen kein Wechselspielchen.“

Ahlers findet das in Ordnung. „U23 ist Ausbildung und da ist es wichtig, dass jeder Spielzeit bekommt“, sagt der 21-Jährige. Er vergleicht seine Situation auf dem Platz mit der eines Arztes in einer Notaufnahme. „Es ist so ein bisschen wie bei einem Chirurgen. Wenn es darauf ankommt, musst du da sein Aber sonst ist es gefühlt entspannt, obwohl man trotzdem immer konzentriert sein muss.“

Nach dieser Saison läuft sein Vertrag aus. Am liebsten würde er auch danach bei den Königsblauen bleiben. Dann aber in der Regionalliga. Ahlers: „Das kann ich mir auf jeden Fall vorstellen. Ich spiele bei einem super Verein. Es gibt nichts Schöneres.“

Autor: Stefan Bunse

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