Marco van Hoogdalem ist ein meist gut gelaunter Mensch, mit dem es sich gut auskommen lässt. Momentan schiebt der Holländer aber gehörigen Frust.

SCHALKE 04 - van Hoogdalem auf dem Abstellgleis

hb
27. Mai 2004, 13:18 Uhr

Marco van Hoogdalem ist ein meist gut gelaunter Mensch, mit dem es sich gut auskommen lässt. Momentan schiebt der Holländer aber gehörigen Frust.

Marco van Hoogdalem ist ein meist gut gelaunter Mensch, mit dem es sich gut auskommen lässt. Momentan schiebt der Holländer aber gehörigen Frust. Einen Tag nach seinem 32. Geburtstag erfuhr der Abwehrspieler, dass es um seine sportliche Zukunft zumindest auf Schalke schlecht bestellt ist. „Am Montag hatte ich ein Gespräch mit Josef Schnusenberg und Andy Müller. Sie haben mir gesagt, dass Trainer Heynckes nicht mehr mit mir plant“, holte sich van Hoogdalem in Gelsenkirchen einen Korb. „Komisch, dass ich auf dem Abstellgleis stehe, er hat mich ja noch nie spielen sehen. Das ist sehr enttäuschend für mich, aber ich muss mit der Situation umgehen können.“

Nun sitzt der sympathische Familienvater zwischen allen Stühlen. Im Winter für ein halbes Jahr an Roda Kerkrade ausgeliehen, hat sein früherer Verein kein Interesse, das Engagement van Hoogdalems zu verlängern. Bei den Knappen läuft sein Vertrag zwar noch bis zum 30. Juni 2006, doch der ist ohne sportliche Perspektive nichts wert. „Ich kann mich nicht zwei Jahre lang auf die Tribüne setzen und nur mit den Ersatzspielern trainieren oder im Wald laufen gehen. Das ist nicht meine Art“, sucht „MvH“ gemeinsam mit den Schalker Verantwortlichen nun nach einer Lösung. „Sie haben mir versprochen, mir bei der Vereinssuche zu helfen, falls sich so nichts ergibt“, erklärt van Hoogdalem.

Aktiv kann er an der Zukunfts-Gestaltung nicht mitwirken. „Ab 1. Juni bin ich im Urlaub, erst für zwei Wochen in Südfrankreich und dann auf Curacao“, will van Hoogdalem erst einmal von einer Seuchen-Saison abschalten. „Dann hoffe ich, dass ich einen neuen Verein habe. Wo, das ist mir fast egal, ich will nur wieder Fußball spielen, und das auf möglichst hohem Niveau.“

Autor: hb

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