Ein Youngster auf dem Weg nach oben! So richtig schillernd lief die Hinrunde für die U19 des VfL Bochum nun wirklich nicht, eine positive Überraschung gibt es dennoch.

VFL BOCHUM - Kaiser macht seinem Namen Ehre

Matthias Kaiser überragend

gri
15. Dezember 2006, 14:00 Uhr

Ein Youngster auf dem Weg nach oben! So richtig schillernd lief die Hinrunde für die U19 des VfL Bochum nun wirklich nicht, eine positive Überraschung gibt es dennoch.

Ein Youngster auf dem Weg nach oben! So richtig schillernd lief die Hinrunde für die U19 des VfL Bochum nun wirklich nicht, eine positive Überraschung gibt es dennoch: Matthias Kaiser, der sich schon als Jungjahrgang einen Stammplatz erkämpft hat und bis zum gestrigen Mittwoch sogar an einem Lehrgang der deutschen U18-Nationalmannschaft in Schöneck teilnehmen durfte. „Er hat beim A2-Turnier mit der Westfalenauswahl vier von fünf Spiele durchgespielt, das sagt schon einiges aus. Matthias hat sich sehr gut entwickelt“, lobt VfL-Trainer Jörg Behnert.

Doch Kaiser gibt sich ganz bescheiden: „Der Einzelne ist nicht so wichtig, die Mannschaft zählt. Und da wird deutlich, dass uns noch die Konstanz fehlt.“ Das kann man von dem 17-Jährigen nicht behaupten, sowohl als linker Verteidiger als auch im linken defensiven Mittelfeld wusste er bislang zu gefallen. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich mich direkt durchsetze“, bekennt der Jungspund.

Die momentane Entwicklung hätte er sich vor vier Jahren nicht erträumt, als er von Schwarz-Weiß Eppendorf zum VfL wechselte. „Es war immer mein Wunsch, für einen Bundesliga-Club zu spielen“, berichtet der gebürtige Bochumer. Den hat er sich erfüllt, ist zumindest im Nachwuchsbereich eine Stamm-Kraft. Dennoch sieht er keinen Grund, daraus irgendwelche Schlüsse auf eine spätere Karriere bei den Senioren abzuleiten: „Mein Kontrakt läuft bis 2008. Natürlich würde ich mir wünschen, danach einen Anschluss-Vertrag für die Amateure zu bekommen. Aber mir ist klar, dass man im Fußball nicht allzu weit voraus planen kann.“

Dementsprechend sorgt der Fan von Patrick Vieira vor, absolviert eine Ausbildung zum Bürokaufmann. „Das ist schon ziemlich stressig, viel Freizeit bleibt da nicht“, erklärt Kaiser. Er nimmt es allerdings gerne in Kauf, wenn er dafür seinem viel versprechenden Nachnamen in der Defensive weiter Ehre machen kann.

Autor: gri

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