Da hatte Schalke seine Tätigkeiten auf dem Transfermarkt schon für so gut wie beendet erklärt, da machen wieder Meldungen vom heißen Interesse anderer Vereine an diversen S04-Kickern hellhörig.

Schalke: Rakitic zu Chelsea, Larsen nach Frankfurt?

Wechselspielchen könnten Müller noch eine Weile beschäftigen

hb
18. Juni 2008, 23:12 Uhr

Da hatte Schalke seine Tätigkeiten auf dem Transfermarkt schon für so gut wie beendet erklärt, da machen wieder Meldungen vom heißen Interesse anderer Vereine an diversen S04-Kickern hellhörig.

Nach der Verpflichtung von Jefferson Farfan für zehn Millionen Euro Ablöse vom PSV Eindhoven und der bevorstehenden von Orlando Engelaar von Twente Enschede für weitere etwa sechs Millionen wollte Manager Andreas Müller das Thema Neuzugänge eigentlich beenden. Dass er noch mehr Geld in die Hände nimmt, davon ist dennoch nicht ausgehen, auch wenn sich einige Spieler nicht an ihre teils noch Jahre laufenden Verträge in Gelsenkirchen erinnern sollten.

So soll nach Inter Mailand sollen nun auch Juventus Turin und der FC Chelsea aus London an Ivan Rakitic interessiert sein. Der 20-Jährige hat mit seinem guten EM-Auftritt im Duell gegen Deutschland seinen Marktwert sicher nicht gemindert. Nun berichtet die kroatische Sport-Tageszeitung "Sportske novosti", dass Juventus bereit sein soll, eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro an Schalke zu überweisen. Rakitic besitzt in Schalke noch einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2011. Im vergangenen Sommer war der "Zehner" für drei Millionen Euro vom FC Basel ins Revier gekommen.

Sollte er tatsächlich nach nur einem Jahr in der Bundesliga schon das Vierfache einbringen und der Spieler den Verlockungen aus dem Ausland unterliegen, wären Schalkes Verantwortlich schön blöd, das Geld abzulehnen.

Müller, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, hat allerdings schon vor Wochen eine Art grundsätzliche Nichtbereitschaft erklärt, auch nur einen der umworbenen Schalker Jungstars abzugeben. Das Gleiche gilt daher für Rafinha, der zwar sauer ist, dass ihm der Verein die Teilnahem an den Olympischen Spielen in Peking untersagen will. Vom Liebäugeln des FC Liverpool am brasilianischen Rechtsverteidiger war in den vergangenen Wochen aber nichts mehr zu hören.
Konkret ist indes der Wunsch von Sören Larsen, seine glücklose nun schon drei Jahre andauernde Beziehung zum FC Schalke zu beenden.

War der Däne in seiner ersten Saison noch mit zehn Toren ein ernsthafter Konkurrent für Kevin Kuranyi, sorgten die vergangenen beiden Spielzeiten nur noch für Frust. Aufgrund zahlreicher Verletzungen kam Larsen auf zwei Einsätze von Anfang an. "Es wäre das Beste für alle, wenn ich gehe", wird der 26-jährige Stürmer zitiert. Trotz eines Vertrages bis zum 30. Juni 2009 geht Larsen, der 2005 für 2,3 Millionen Euro vom schwedischen Club Djurgardens IF zum FC Schalke kam, davon aus, dass er beim Trainingsauftakt am 1. Juli nicht dabei ist.
Neben Panathinaikos Athen, den Glasgow Rangers und den Bolton Wanderers aus England soll Eintracht Frankfurt die erste Adresse des langen Blonden sein.

Larsen wollte schon in der Winterpause weg und hatte Ex-Trainer Mirko Slomka daher gebeten, vor dem Pokal-Spiel beim VfL Wolfsburg am 30. Januar nicht zum Kader zu gehören, um mit Manchester City über einen Wechsel zu verhandeln. Der Transfer zerschlug sich, nun will Larsen einen neuen Anlauf in der Bundesliga unternehmen.

Autor: hb

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