Krasser konnten die Gegensätze kaum sein. In der letzten Woche lag Mladen Petric ganz Fußball-Kroatien zu Füßen, denn der Angreifer hatte den Siegtreffer zum 3:2 im Londoner Wembley-Stadion markiert. Am vergangenen Montag wurde die gesamte Mannschaft, also auch er, mit Pfiffen bei der Jahreshauptversammlung der Borussen begrüßt. „Schade, die Reaktion war schon recht krass“, erläutert der Neuzugang vom FC Basel, „letztendlich bringt es nichts, wenn man jeden Tag zu hören bekommt, wir spielen schlecht und ohne Leidenschaft. So was kann sich auch negativ in den Köpfen festsetzen.“

BVB: Mladen Petric: „Niemand von uns verliert absichtlich“

„Es stimmt mich optimistisch, wie wir mit der Niederlage umgehen“

rk
30. November 2007, 16:53 Uhr

Krasser konnten die Gegensätze kaum sein. In der letzten Woche lag Mladen Petric ganz Fußball-Kroatien zu Füßen, denn der Angreifer hatte den Siegtreffer zum 3:2 im Londoner Wembley-Stadion markiert. Am vergangenen Montag wurde die gesamte Mannschaft, also auch er, mit Pfiffen bei der Jahreshauptversammlung der Borussen begrüßt. „Schade, die Reaktion war schon recht krass“, erläutert der Neuzugang vom FC Basel, „letztendlich bringt es nichts, wenn man jeden Tag zu hören bekommt, wir spielen schlecht und ohne Leidenschaft. So was kann sich auch negativ in den Köpfen festsetzen.“

Und die müssen frei sein, wenn der Abwärtstrend endlich gestoppt werden soll: „Ich bin trotzdem nicht desillusioniert, auch wenn die Situation nicht gerade rosig ist.“ Die Begründung dafür liefert der mit sechs Treffern beste Dortmunder Torschütze gleich mit: „Wie wir mit der letzten Niederlage umgehen, stimmt mich optimistisch. Das Match ist an keinem von uns spurlos vorübergegangen. Jedem ist genau bewusst, wo und warum wir dort stehen.“ Darum ist es dem Jung-Ehemann auch vollkommen egal, dass der Gegner am Samstag VfB Stuttgart heißt: „Die Schwaben sind ein dicker Brocken, doch was spielt das für eine Rolle? Da wir auswärts bisher unter den Erwartungen geblieben sind, müssen wir das ändern, egal in welchem Stadion. Jeder von uns will endlich wieder gewinnen.“

Den Einwand, dass die Borussen von der Qualität her gedanklich vielleicht zu hoch angesiedelt worden sind, lässt er nicht gelten: „Nein, wenn Alexander Frei und Philipp Degen im kommenden Jahr wieder dabei sind und Sebastian Kehl nach seiner langen Verletzung auf mehr Spielpraxis zurückblicken kann, verfügen wir schon über ein starkes Team.“ In dem der eine oder andere durchaus auf Geduld hoffen darf: „Nehmen wir Kuba. Er ist noch sehr jung und aus Polen zu uns gekommen. Der Druck ist hier schon stärker und er spielt momentan ganz anders als zu Beginn der Saison.“ Leider schwächer, weil er laut Petric den Umstellungsprozess noch verarbeiten muss.

Überhaupt stört ihn die Atmosphäre rund um den BVB: „Ich habe schon in einem anderen Interview gesagt, dass hier eine negative Stimmung vorherrscht. Die kann ich nicht verstehen, schließlich verliert doch niemand von uns absichtlich.“

Autor: rk

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