Die Spielergruppe, die von Montag bis gestern insgesamt fünf
Trainingseinheiten absolvierte, war überschaubar -äußerst
überschaubar. Dabei trat nur das ein, was Marcel Koller schon nach dem Duisburg-Spiel prophezeit hatte und weshalb er auch für das kommende Wochenende kein Testspiel vereinbarte: „Es wird leer auf dem Übungsgelände, aber ich will einigen Spielern auch die Zeit geben, ihre Verletzungen gänzlich auszukurieren. Außerdem setze ich auf eine vernünftige Regeneration.“

Spielpause kommt dem VfL Bochum gelegen

Koller beklagt „Keeper-Seuche“

17. November 2007, 15:27 Uhr

Die Spielergruppe, die von Montag bis gestern insgesamt fünf
Trainingseinheiten absolvierte, war überschaubar -äußerst
überschaubar. Dabei trat nur das ein, was Marcel Koller schon nach dem Duisburg-Spiel prophezeit hatte und weshalb er auch für das kommende Wochenende kein Testspiel vereinbarte: „Es wird leer auf dem Übungsgelände, aber ich will einigen Spielern auch die Zeit geben, ihre Verletzungen gänzlich auszukurieren. Außerdem setze ich auf eine vernünftige Regeneration.“

Das sah dann am Montag so aus,
dass Marcel Koller gerade mal zwölf Spieler, darunter die Youngster Fabian, Sand, Schmidtgal und Mavraj sowie einen Torhüter (Rene Renno) zur Verfügung hatte. Die Namen wurde seitdem zwar ausgetauscht, viel hat sich aber nicht geändert.

Kollers Aderlass: Mit Matias Concha, Stanislav Sestak und Dennis Grote sind drei Spieler international unterwegs. Daniel Imhof und Ivo Ilicevic haben zwar abgesagt, doch Letzterer steht wegen einer hartnäckigen Fersenverletzung ebenfalls noch nicht wieder
auf dem Platz. Joel Epalle, in Duisburg leicht angeschlagen, trainiert wieder, reist aber am Wochenende nach Herzogenaurach, wo sich Kamerun zu einem Lehrgang unter dem neuen Coach Otto Pfister trifft.

Anthar Yahia soll zum Lehrgang des neuen algerischen Nationaltrainers nach Südfrankreich. Die Crux nur: Eine ernsthafte Grippe fesselte ihn gestern noch ans Bett. Philipp Bönig (Muskelfaserriss) ist in der Reha, von Oliver Schröder (Reizknie)
gibt es auch noch keine Rückmeldung. Christoph Dabrowski
liegt seit Dienstag flach (Magen- und Darmgrippe), kann vielleicht
heute mit einem leichten Lauftraining beginnen. Frohe Kunde dagegen von Thomas Zdebel. Der Kapitän, der sich schon am Dienstag auf dem Rasen sehen ließ, soll heute ins Mannschaftstraining einsteigen.

Das wahre Problem liegt aber wohl bei den Goalies. Am Montag Nachmittag musste Marcel Koller einen Jugendtorwart zum Training bitten, da neben Lastuvka und Heerwagen auch die Amateurkeeper Bucholz und Luthe verletzt waren. Dienstag war dann Lastuvka zurück, der sich am Mittwoch allerdings wieder zu einer Rückenuntersuchung verabschiedete. Nur gut, dass Philipp Heerwagen gestern nach seiner Schnittverletzung an der Hand ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Just zu dem Zeitpunkt als Rene Renno das Training mit Adduktorenproblemen abbrach. Marcel Koller: „Bei den Torhütern habe wir momentan echt die Seuche. Mittlerweile kommt uns das spielfreie Wochenende mehr als gelegen.“

Beim VfL fällt es fast schon schwer, bei all den Ausfällen noch die Übersicht zu behalten. So musste Benny Auer, der gestern ein Lauftraining absolvierte, am Montag am Schienbein aufgeschnitten werden, weil sich nach einem Schlag im Training dort ein großer Bluterguss gebildet hatte. Doch Marcel Koller steckt das alles weg: „Bis nächste Woche werden wir die Probleme in den Griff bekommen.“ Da hilft sicher auch ein freies Wochenende, das der Trainer seinen Spielern am nächsten Samstag und Sonntag gewährt.

Der Coach hat es vermieden, die nächste Heimaufgabe am Samstag in einer Woche gegen Arminia Bielefeld schon jetzt zu thematisieren. „Das ist noch ganz weit weg.“ Aber natürlich hat er am vergangenen Sonntag via TV genau hingeschaut, wie Bielefeld aus einem 0:1-Rückstand noch einen respektablen 3:1-Erfolg gegen Nürnberg machte. Koller: „Der Club war im ersten Durchgang klar besser. Doch dann war es ein verdienter
Bielefelder Erfolg. Wir sind gewarnt.“

Bedeckt hält sich der Schweizer in Sachen Neuverpflichtung: „Ich denke schon, dass wir noch etwas brauchen, aber es muss passen. Für uns kämen nur echte Verstärkungen in Frage. Wir suchen fleißig und schauen, was möglich ist.“

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