Als Joshua Knepper in der 84. Minute trotz Unterzahl für den TuS Wengern das 2:2 erzielen konnte, schien Spitzenreiter Aplerbeck erstmals unerwartet Punkte liegen zu lassen. Doch der Sekundenzeiger hatte seine Runde noch nicht ganz vollendet, da sorgte Hannes Wolf mit einem schönen Seitfallzieher für den Siegtreffer der Aplerbecker.

Aplerbecker SC – TUS Wengern 3:2 / Wolf doppelt

„Am Ende glücklicher, aber verdienter Sieg“

29. Oktober 2007, 10:15 Uhr

Als Joshua Knepper in der 84. Minute trotz Unterzahl für den TuS Wengern das 2:2 erzielen konnte, schien Spitzenreiter Aplerbeck erstmals unerwartet Punkte liegen zu lassen. Doch der Sekundenzeiger hatte seine Runde noch nicht ganz vollendet, da sorgte Hannes Wolf mit einem schönen Seitfallzieher für den Siegtreffer der Aplerbecker.

„Am Ende war es natürlich ein glücklicher Sieg für uns“, bilanzierte Wolf, „aber insgesamt denke ich, dass wir verdient gewonnen haben.“ Damit bezog sich der Spielertrainer vorwiegend auf die erste Halbzeit, als die Gastgeber nach dem 1:0 durch Wolf etliche hochkarätige Chancen vergaben. „Aplerbeck hat in den ersten 45 Minuten ein gutes Spiel gemacht“, stimmte auch Gästetrainer Dean Caschili zu. Seine Elf konnte bis zur Pause nur durch Standards für ein wenig Aufregung in der Aplerbecker Hintermannschaft sorgen.

Allerdings kamen die Wengerner mutiger aus den Kabinen und taten mehr für ihr Offensivspiel. Im Mittelfeld erkämpfte sich der TuS zunehmend mehr Bälle und kam so zu Chancen. Kevin Stürzekarn konnte ein gutes Anspiel von Benito Ritscher freistehend noch nicht nutzen (57.), doch Stürmer Kamil Leks machte es nur eine Minute später besser. Im Strafraum setzte er sich energisch durch und traf durch die Beine von Daniel Weies zum Ausgleich. Die Aplerbecker brauchten eine Weile, bis sie wieder ihre Ordnung gefunden hatten und Wengern setzte nach. Die Latte verhinderte in der 65. die Führung für den TuS, als wieder Stürzekarn frei zum Abschluss kam. Erst ab der 70.

Minute wurden die Hausherren wieder druckvoller. Prompt gelang Giovanni Schiatarella nach Doppelpass mit Miguel Moreira in der 76. Minute das 2:1. Da Wengerns Kapitän Arnold Dyballa wegen angeblicher Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten kurz danach die Rote Karte sah, deutete alles auf den erwarteten Sieg des Tabellenführers hin. Aber Caschilis Team wehrte sich auch in Unterzahl und einen Freistoß von Stürzekarn verwertete Knepper im Nachschuss. „Für uns war heute mehr drin“, ärgerte sich Caschili nach dem Schlusspfiff. Insbesondere weil er nach dem Ausgleich seine Akteure gleich nach hinten schickte, um den Punkt zu retten.

„Wir hätten vor dem 3:2 den Ball einfach rausschlagen können, aber wir haben versucht, im eigenen Strafraum zu spielen“, schildert er die Ursache des Siegtores durch Wolf. Dass dem ASC in der Nachspielzeit ein Elfmeter verweigert wurde und Wolf einen Konter, bei dem die Aplerbecker zu dritt auf Keeper Klose zuliefen, nicht verwerten konnte, fiel nicht mehr ins Gewicht.

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