Schalkes U23-Trainer Onur Cinel sagte am Sonntag nach dem 4:0-Heimsieg seiner Mannschaft gegen Fortuna Düsseldorf II, dass sich ein Kindheitstraum erfüllt hat.

Schalke II

Das nächste Endspiel steigt an der Hafenstraße

Christoph Winkel
13. April 2017, 09:56 Uhr
Foto: Benjamin Neumann

Foto: Benjamin Neumann

Schalkes U23-Trainer Onur Cinel sagte am Sonntag nach dem 4:0-Heimsieg seiner Mannschaft gegen Fortuna Düsseldorf II, dass sich ein Kindheitstraum erfüllt hat.

Das Regionalliga-Spiel wurde in der Veltins-Arena ausgetragen. Einmal hier aufzulaufen, das ist der Traum vieler Kinder. Viel Zeit, um das Erlebnis und den Sieg zu genießen, blieben Cinel und seiner Mannschaft allerdings nicht. Bereits heute Abend geht es weiter, die Schalker sind um 19.30 Uhr bei Rot-Weiss Essen zu Gast. Auch das Stadion Essen, das Schmuckkästchen an der altehrwürdigen Hafenstraße, ist ein besonderes Stadion. In der Regionalliga West ist es sicher eines der schönsten Stadien.

Die Vorfreude bei Onur Cinel ist auf jeden Fall wieder groß: „Bei RWE herrscht immer eine tolle Atmosphäre. Der Verein hat sehr viele Fans, die immer eine gute Stimmung machen. Dort zu spielen, hat immer eine besondere Brisanz“, sagt er.

Keine Unterstützung von den Profis
Am Ende sollen es für seine Mannschaft natürlich wieder drei Punkte sein, die aufs Konto wandern. Mit jedem Zähler mehr lassen die Königsblauen den Albtraum Oberliga ein Stück weit mehr hinter sich. „Das Spiel gegen Düsseldorf war das erste von acht Endspielen, die wir vor der Brust haben. In Essen folgt das zweite Endspiel“, sagt der Schalker Trainer, der am Donnerstag weiterhin auf die Langzeitverletzten Phil Neumann und Kevin Scheidhauer verzichten muss. Sascha Dum ist nach einem Infekt zwar wieder im Training, ein Einsatz käme aber zu früh.

Unterstützung aus dem Profikader wird es erneut nicht geben – weder auf der Torhüterposition noch bei den Feldspielern. Der Kader, der seine Sache gegen Düsseldorf gut gemacht hat, ist fit und erhält das Vertrauen des Trainerteams.

Die Essener hinken auch in dieser Saison ihren Ansprüchen hinterher. „Zusammen hoch 3 – Essen will den Aufstieg“ ist der Name eines Projekts. Schon seit einigen Wochen ist allerdings klar, dass der Kampf um den ersten Tabellenplatz auch in dieser Saison ohne RWE ausgetragen wird. Als Tabellensiebter steht die Mannschaft von Trainer Sven Demandt im oberen Tabellendrittel, 41 Punkte haben die Essener bislang eingefahren.

In den vergangenen fünf Partien teilten die Rot-Weißen viermal die Punkte. Vor zwei Wochen setzte es eine Niederlage gegen Alemannia Aachen. Beim 1:1 am vergangenen Spieltag bei der Reserve des BVB zeigten die Essener aber, wie stark sie sein können. Für RWE war das 1:1 gegen den BVB schon das elfte Unentschieden in dieser Saison – Ligahöchstwert „Den Essenern fehlen zwar einige Spieler, der Kader ist aber in der Breite sehr stark. Die Mischung aus guten erfahrenen Spielern und hochtalentierten jungen Spielern stimmt“, sagt Cinel.

Der 31-Jährige arbeitete von 2009 bis 2011 selbst an der Hafenstraße – als Trainer der U12 und der U13. Obwohl Essen seine Geburtsstadt ist, schlug sein Herz aber schon immer für Schalke. „Dass ich sechs Jahre nach meiner Tätigkeit bei RWE in dieser Konstellation zurückkehre, ist für mich auf jeden Fall etwas besonderes.“

Autor: Christoph Winkel

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