Gertjan-Verbeek hat die für Fans ungünstige Ansetzung der Partie zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern scharf kritisiert.

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Verbeek motzt - 17:30 ist eine "beschissene Anstoßzeit"

04. April 2017, 14:50 Uhr
Foto: firo

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Gertjan-Verbeek hat die für Fans ungünstige Ansetzung der Partie zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern scharf kritisiert.

Es ist ein Duell zweier Traditionsvereine. Es hätte einen größeren, vielleicht sogar einen für Zweitliga-Verhältnisse spektakulären Rahmen verdient. Aber das Spiel zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern bekommt ihn nicht. Denn die Deutsche Fußball-Liga hat entschieden: Das Spiel an der Castroper Straße wird an einem Mittwoch (5. April) um 17.30 Uhr angepfiffen.

Darauf angesprochen, war Gertjan Verbeek wieder in Rage. Hatte der Trainer des VfL Bochum sich zuvor noch über die Personen beschwert, die dem eigenen Klub schaden, indem sie nach außen Vereinsliebe propagieren, aber im Block Pyrotechnik zünden, ging es jetzt den Organisatoren an den Kragen.

Denn auch die tragen nach Meinung des Niederländers dazu bei, dass nicht nur dem VfL, sondern dem Zweitliga-Fußball geschadet werde. 10.000 Zuschauer werden zu dem Duell gegen die Roten Teufel erwartet, aus der Pfalz reisen etwa 900 Fans an die Castroper Straße. Sicher – es hätten doppelt so viele sein können. Doch die Anstoßzeit am späten Nachmittag ermutige nicht zu langen Reisen, vermutet Verbeek: „Ich finde, das ist eine beschissene Zeit“, sagte der 54-Jährige.

Und der Niederländer begründete seine Meinung auch gleich: „Die DFL hat das so abgesprochen. Ich verstehe nicht, warum. Alle sind bei der Arbeit, die Kinder kommen gerade aus der Schule.“ Immerhin: Für einige Bochumer sei mit der für Fans ungünstigen Anstoßzeit keine große Belastung verbunden: „Wir haben noch Glück, dass wir zuhause spielen“, sagte Verbeek.

Hinter der Ansetzung sieht er die Absicht der DFL, das Premium-Produkt Bundesliga prominenter zu platzieren: „Das sind kommerzielle Belange“. Schließlich wird der 27. Spieltag in der 1. Liga erst um 20 Uhr angepfiffen. Dass auch dort über eine Entzerrung und über Montagsspiele nachgedacht wird, kann Verbeek nicht verstehen: „Als Fußballer würde ich mich nicht darüber freuen, am Montagabend zu spielen“, sagte der Niederländer.

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