Einige der 12.181 Fans in Duisburg ließen ihrem Frust über die Leistung der MSV-Spieler freien Lauf. Mit 0:1 verlor der MSV in der dritten Liga gegen Wehen Wiesbaden.

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Wolze kann die Pfiffe der Fans nicht verstehen

Christian A. Hoch
12. März 2017, 07:07 Uhr
Foto: firo

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Einige der 12.181 Fans in Duisburg ließen ihrem Frust über die Leistung der MSV-Spieler freien Lauf. Mit 0:1 verlor der MSV in der dritten Liga gegen Wehen Wiesbaden.

Nach der enttäuschenden ersten Halbzeit erntete die Mannschaft Trainer Ilia Gruev zum ersten Mal Pfiffe der eigenen Fans. Abwehrspieler Kevin Wolze hat dafür jedoch keinerlei Verständnis. „Wenn man mit 0:0 in die Halbzeit geht, dann - ganz ehrlich – kann ich es nicht verstehen. Wir sind Tabellenführer, hatten vor dem Spiel acht Punkte Vorsprung. Dass es kein gutes Spiel von uns war, ist klar, aber wir können nicht jeden Gegner an die Wand spielen – diese Erwartungshaltung ist falsch“, zeigte sich Wolze überrascht von der Reaktion der eigenen Anhänger.

Durch die schwache Leistung in Durchgang eins gab die Gruev-Elf den Fans aber allen Grund dazu, sauer zu sein. Die Hoffnung auf Besserung im zweiten Spielabschnitt wurde dann jäh durchbrochen. Einfache Ballverluste im Spiel nach vorne und weiterhin keine klare Torchance gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten – folgerichtig gab es die nächsten deutlich hörbaren Unmutsbekundungen der MSV-Fans.

Gruev weicht Frage aus

In der 67. Spielminute dann der vorläufige Höhepunkt: Anstatt das Spiel schnell zu machen und den nächsten Angriff einzuleiten, entschied sich Fabio Leutenecker für den Rückpass auf den eigenen Keeper. Daraufhin wurde es richtig laut im Stadion – einige Fans hielt es zudem nicht mehr auf ihren Sitzen. Angesprochen auf den Unmut der Fans kam MSV-Trainer Ilia Gruev ins Stocken, überlegte sich seine Worte gut und wich der Frage aus: „Wenn es 0:0 zur Pause steht und jemand pfeift, dann heißt das, dass er nicht zufrieden war mit unserer Leistung. Klar, wir sind Tabellenführer und wollen immer eine gute Leistung abliefern – das haben wir bis zu diesem Spiel aber eigentlich auch fast immer geschafft.“

Nicht außer Acht zu lassen ist aber: Der überwiegende Teil der Zuschauer in der Duisburger Arena unterstützte die Mannschaft – wie gewohnt – lautstark. Besonders in den Schlussminuten, als die Zebras noch einmal alles versuchten und durch Dustin Bomheuer zur besten Gelegenheit kamen, kochte das Stadion.

Autor: Christian A. Hoch

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