Nach einer überragenden Hinrunde in der Oberliga Niederrhein steht die SpVg Schonnebeck vor der schwierigen Aufgabe, die Leistung nach der Winterpause zu bestätigen.

SpVg Schonnebeck

"Das bietet dir kein Regionalligist"

26. Januar 2017, 09:37 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Nach einer überragenden Hinrunde in der Oberliga Niederrhein steht die SpVg Schonnebeck vor der schwierigen Aufgabe, die Leistung nach der Winterpause zu bestätigen.

Mit 43 Punkten nach 19 Spielen hat die Spielvereinigung Schonnebeck die Hinrunde in der Oberliga Niederrhein beendet. Gerade einmal zwei magere Punkte trennen den Tabellenzweiten von Spitzenreiter KFC Uerdingen, der allerdings ein Spiel weniger bestritten hat als die Essener. Das eigentliche Saisonziel, den Abstieg zu verhindern, hat die Mannschaft von Schonnebeck-Coach Dirk Tönnies damit bereits nach einer Halbserie ad acta gelegt. Der 42-jährige Erfolgscoach hat mit RevierSport über den Erfolg seiner Mannschaft, die Vorbereitung auf die Rückrunde und seine herausragenden Akteure gesprochen, die inzwischen auch in höheren Ligen Begehrlichkeiten wecken.

Dirk Tönnies, vor einer Woche haben Sie mit ihrer Mannschaft wieder mit dem Training begonnen. Zum Vorbereitungsauftakt gab es direkt mal einen beeindruckenden Sieg gegen Regionalligist Wattenscheid 09. Läuft der Motor wieder?
Die Vorbereitung ist in der Tat sehr gut angelaufen und hat mit dem 3:2-Testspielsieg gegen den Regionalligisten aus Wattenscheid wirklich toll begonnen, zumal die Jungs ja gerade einmal ein paar Tage im Training sind. Nach so einem Spiel hast du natürlich direkt wieder enorm viel Selbstvertrauen im Tank, dass dich durch eine gesamte Vorbereitung tragen kann. Die Saison beginnt ja erst wieder Anfang März und wir haben noch einige Einheiten vor uns, da kann so ein Spiel direkt sehr wertvoll sein, um diese Zeit positiv zu überbrücken. Außer [person=6689]Matthias Bloch[/person] haben wir momentan alle Mann an Bord, was mich sehr glücklich stimmt.

Wir haben eine unglaublich homogene Truppe, in der echte Freundschaften entstanden sind.
Dirk Tönnies

Ihre Mannschaft hat in der Hinrunde unglaubliche 43 Punkte geholt. Das hätte im Vorfeld wohl niemand für möglich gehalten. Was haben Sie sich für die Rückrunde vorgenommen?
Wir wollen unseren Tabellenplatz definitiv festigen - ohne wenn und aber. Wir haben uns ein Acht-Punkte-Polster auf die Verfolger aus Velbert und Bocholt aufgebaut, das wir halten möchten. Zunächst war unser Ziel, den Abstieg zu verhindern, was uns ja mit den 43 Zählern bereits gelungen sein dürfte. Nun können wir ganz befreit aufspielen. Wir haben einen klaren Kopf. Im letzten Jahr sind wir in der Rückrunde ein wenig eingebrochen und haben nicht mehr das gezeigt, was wir können. Das wird uns dieses Mal nicht so leicht passieren, weil ich und auch die Jungs, die das miterlebt haben, aus unseren Fehlern gelernt haben. Wir haben in 19 Spielen nur zwei Niederlagen kassiert. Klar wird es schwer, das zu wiederholen, aber wir wollen und werden eine gute Rückrunde spielen.

Sie sprechen die Verfolger an. Aber auch Ihre Mannschaft ist Verfolger und könnte ja theoretisch aden KFC Uerdingen überholen und in die Regionalliga aufsteigen, oder?
Uerdingen hat die mit Abstand stärkste Mannschaft der Oberliga Niederrhein und verfügt natürlich über ganz andere Mittel als wir. Daher sind wir nicht so vermessen zu sagen, wir wollen mit Uerdingen um den Aufstieg kämpfen. Wir möchten unseren Stil weiter durchdrücken und am Ende unter den Top drei bleiben. Das wäre eine riesen Sache für den ganzen Verein.

Erfolg macht bekanntlich sexy und weckt Begehrlichkeiten. Haben Sie Angst, dass die Mannschaft nach der Saison auseinander brechen könnte?
Sorgen, gute Spieler zu verlieren, hat man natürlich immer. Unsere Jungs wissen aber auch, was sie an uns haben. Natürlich können wir ihnen keine großen Summen bieten, aber unser Verein bietet viele andere sympathische Dinge. Wir haben eine unglaublich homogene Truppe, in der echte Freundschaften entstanden sind. Die Spielvereinigung Schonnebeck ist ein familiär geführter Verein, der jeden seiner Spieler schätzt. Wir bieten den Jungs das ein oder andere Privileg, dass dir ein Regionalligaklub nicht bieten kann. Ich denke, dass ist ein entscheidender Punkt, der unserer Mannschaft absolut bewusst ist. Alle fühlen sich hier sehr wohl.

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