Noch vor gut zwei Wochen äußerte sich Maxim Leitsch gegenüber der WAZ in Sachen Vertragsverlängerung sehr zurückhaltend: „Ich will mich noch nicht entscheiden.“

VfL Bochum

Leitsch hat sich einen Kindheitstraum erfüllt

23. Januar 2017, 08:04 Uhr
Foto: firo

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Noch vor gut zwei Wochen äußerte sich Maxim Leitsch gegenüber der WAZ in Sachen Vertragsverlängerung sehr zurückhaltend: „Ich will mich noch nicht entscheiden.“

Am letzten Montag aber dann die Wende. Bochums Talent, das seit dem 1. Juli 2008 für den VfL Bochum kickt unterzeichnete im Büro von Sportvorstand Christian Hochstätter seinen ersten Profivertrag, der den 18-Jährigen bis zum 30. Juni 2001 an den VfL bindet. Leitsch: „Als ich im Alter von zehn Jahren von Trainer Peter Urban von Wattenscheid zum VfL Bochum wechselte, da war mein größter Wunsch, einmal Fußballprofi zu werden. Jetzt habe ich das Ziel erreicht“

Doch das Ziel soll nur ein Etappenziel bleiben, denn Leitsch weiß genau, dass es noch ein weiter Weg ist, bis er zum festen Bestandteil des VfL im Profikader wird. Dabei war sein Einstand so verheißungsvoll. Am 10. Dezember des letzten Jahres, bis dato noch nicht eine Minute im Profifußball aktiv, stand er plötzlich im Heimspiel gegen den TSV 1860 München in der Startformation und ließ Routinier Ivica Olic bei seinem 81-minütigem Einsatz keinen einzigen Stichen. Leitsch blickt zurück: „Das war der Hammer. Vor dem Einsatz war ich fast drei Wochen krank, hatte einen grippalen Infekt und Fieber. Kaum auf dem Platz, durfte ich ran und drei Tage später hatte ich schon wieder eine Magen-Darm-Grippe.“ Damals erklärte der Innenverteidiger nach seinem Premierenspiel gegenüber RS: „Wenn mir vor vier Tagen einer gesagt hätte, ich spiele gegen Olic und der macht kein Tor, hätte ich ihn für verrückt erklärt.“

Das Ziel des Innenverteidigers für die Rückrunde, ist es, die ein oder andere Einsatzminute in Liga 2 noch zu sammeln. Und mit kleinen gesundheitlichen Rückschlägen hat er zu leben gelernt.

So wie zur Stunde, wo ihn momentan Leistenprobleme außer Gefecht setzen. Deshalb fehlte Leitsch nicht nur in Leverkusen, sondern auch bei der Generalprobe in Münster. Leitsch: „Das ist ärgerlich, aber es ist Gott sei Dank nichts schlimmes. Ich denke, dass ich ab Wochenbeginn wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.“

Die ersten Jahre beim VfL absolvierte er übrigens nichts als Abwehrspieler, sondern als Offensivmann: „Damals war Marco Reus mein Vorbild, aber das ist jetzt schon lange her.“ Mit seiner Versetzung in die Innenverteidigung hat Leitsch den nächsten positiven Schritt in seiner noch jungen Karriere vollzogen. Längst ist der DFB auf in aufmerksam geworden. Stehen zwei Einsätze in der U18 und zwei Einsätze in der U19-Nationalmannschaft in seiner Vita. Hochstätter war zu Wochenbeginn froh, dass innerhalb einer knappen Woche nach Jugendnationalspieler Ulrich Bapoh mit Leitsch ein weiteres Talent sich für den VfL entschieden hat: „Wieder einer aus unserem Talentwerk, den wir übernehmen können. Maxim verfügt trotz seines noch jungen Alters bereits über ein abgeklärtes Auftreten. Davon konnten sich unsere Fans gegen 1860 München schon überzeugen. Er ist schnell, zweikampfstark und hat die technischen Voraussetzungen, um ein Spiel aus der Defensive heraus aufzubauen.“

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