Im Trainingslager sucht der BVB auch nach einem Ersatz für Stürmerstar Aubameyang, der beim Wiederauftakt fehlen wird. Kapitän Schmelzer hat einen klaren Favoriten.

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Schmelzer wirbt für Ramos als Aubameyang-Ersatz

Sebastian Weßling
06. Januar 2017, 16:33 Uhr
Foto: firo

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Im Trainingslager sucht der BVB auch nach einem Ersatz für Stürmerstar Aubameyang, der beim Wiederauftakt fehlen wird. Kapitän Schmelzer hat einen klaren Favoriten.

Es ist eine der größten Fragen, die rund um das Trainingslager von Borussia Dortmund in Marbella diskutiert werden: Wie kann man Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang ersetzen? Den Mann, der in 22 Pflichtspielen 20 Tore erzielt hat, der im Schnitt alle 95 Minuten, die erspielt, trifft – der nun aber erst einmal beim Afrika-Cup in seinem Heimatland Gabun antritt und deswegen die ersten Spiele nach der Winterpause verpasst.

Für Marcel Schmelzer ist die Sache klar: „Adrian Ramos“, antwortet der Mannschaftskapitän von Borussia Dortmund ebenso schnell wie nachdrücklich, als die Frage kommt. „Adrian ist ein super Typ und ein guter Spieler“, so Schmelzer. Ein Spieler, der sich inzwischen arrangiert hat mit der Rolle des Mittelstürmers Nummer zwei hinter dem vollkommen unumstrittenen Aubameyang. Das war ja so nicht unbedingt abzusehen, als der Kolumbianer im Sommer 2014 für etwa zehn Millionen Euro von Hertha BSC zum BVB kam. Er und Ciro Immobile sollten die Nachfolge des abgewanderten Weltklassestürmers Robert Lewandowski antreten.

Doch bekanntlich kam es anders: Aubameyang spielte sich im Sturmzentrum fest, für Ramos und Immobile blieb meist nur die Bank. Doch während der Italiener hör- und sichtbar grollte und den Klub ein Jahr später fluchtartig wieder verließ, blieb Ramos und verlor öffentlich kein böses Wort – auch nicht, als ihm vor einem Jahr ein lukrativer Wechsel nach China verwehrt wurde.

Dass Ramos seine Rolle so akzeptiere, „macht ihn so besonders“, lobt Schmelzer. „Und wenn er seine Spiele bekommt, haut er sich voll für die Mannschaft rein - und in der Hinrunde hat er sich mit dem einen oder anderen Tor belohnt.“ Deswegen, so beteuert es der Kapitän, macht es ihm auch keine größeren Sorgen, dass der mit Abstand beste Torjäger der Mannschaft erst einmal nicht dabei ist, wenn es ab dem 21. Januar in der Bundesliga daran geht, wieder auf einen Champions-League-Platz zu kommen. „Natürlich wäre es schön, wenn Auba da wäre, aber wir wissen auch um Adrians Qualitäten“, so Schmelzer. „Er trainiert schon eine ganze Weile auf richtig hohem Niveau. Für uns Spieler ist das gar keine Frage.“

Autor: Sebastian Weßling

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