Am kommenden Wochenende beginnt in Essen der Budenzauber. Die 23. Hallenstadtmeisterschaft steht dann auf dem Programm. Eine Premieren-Auflage.

Halle Essen

Kray und ETB gelten als die großen Favoriten

Krystian Wozniak
05. Januar 2017, 09:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Am kommenden Wochenende beginnt in Essen der Budenzauber. Die 23. Hallenstadtmeisterschaft steht dann auf dem Programm. Eine Premieren-Auflage.

Die Zuschauer und Mannschaften werden es zum ersten Mal erleben, dass die Kreise 12 und 13 - also der Essener Süden und Norden - schon in der Qualifikation aufeinandertreffen. Das heißt auch: Dass beispielsweise die Ballfreunde Bergeborbeck die Quali nicht in der heimischen Sporthalle Bergeborbeck sondern im Werdener Löwental bestreiten werden. Derweil muss der SC Werden/Heidhausen den umgekehrten Weg wählen - vom Löwental nach Bergeborbeck. "Auch wenn ich ein Befürworter des Kreis-Zusammenschlusses bin, finde ich die Idee bei der Hallenstadtmeisterschaft nicht gut. Die Halle lebt von den Derbys und den kurzen Anfahrtswegen. Dass wir jetzt in einer Gruppe mit den Altenessener Klubs Sportfreunde 18 und VfB Essen Nord sind und nach Werden reisen müssen, finde ich unglücklich. Aber so wollten es die Veranstalter und das müssen wir akzeptieren", sagt Frank Zabinski, Trainer des A-Ligisten aus Bergeborbeck.

Günter Oberholz, Präsident des FC Kray und im Organisationskomitee des Essener Hallenspektakels, erklärt: "Wir haben es schon bei der Auslosung erklärt: Es ist ein Versuch und für die Zukunft nicht in Stein gemeißelt. Wir werden beobachten, wie das bei den Leuten ankommt." Oberholz' Zusatz: "Da ich ihm Orga-Team in Bergeborbeck sitze, freue ich mich, dass der FC Kray diesmal in dieser Sporthalle spielt."

Der FC Kray gehört auch zu den Titelanwärtern. Trainer Christoph Klöpper wird eine Auswahl aus der Oberligamannschaft und Bezirksliga-Reserve ins Rennen schicken. "Ich glaube, dass die Krayer hoch einzuschätzen sind. Sie werden versuchen, sich Selbstvertrauen für die so wichtige Rückrunde in der Oberliga zu holen", sagt Oliver Vössing, Trainer des Titelverteidigers TuS 84/10. Oberholz geht mit der Favoritenrolle seines Klubs diplomatisch um: "Für mich gibt es in der Halle keine Favoriten. Da kann auch ein Landes-, Bezirks- oder gar Kreisligist weit kommen und für eine Überraschung sorgen. Bei uns soll der Spaß im Vordergrund stehen."

Spaß will auch der Cup-Verteidiger aus Bergeborbeck haben - aber auch sportlich positive Akzente setzen. "Es wird sehr, sehr schwer den Titel zu verteidigen. Wir werden aber eine gute Mannschaft auf das Parkett schicken und versuchen so weit wie nur möglich zu kommen", sagt Vössing, dessen Mannschaft ohne eine Halleneinheit in die Quali geht. "Wir legen einen echten Kaltstart hin", verrät Vössing.

Mitfavorit aktuell ohne Hallentorwart

Zum Kreis der Titelanwärter muss neben dem FC Kray und TuS 84/10 auch der ESC Rellinghausen gezählt werden. Der Landesligist startet aber mit einem Manko ins Turnier. "Unser Torwart Sebastian Behler will und kann aufgrund einer Platte im Knie nicht spielen", erklärt Manuel Guglielmi. Der ESC-Trainer wird in der ersten Runde auf U19-Keeper Winstun Boulten setzen. "Wie es dann weitergehen wird, werden wir sehen. Für mich steht auf jeden Fall fest, dass man einen sehr guten Schlussmann benötigt, um ein Wörtchen um die Hallenkrone mitzureden", meint Guglielmi. Der ESC will mindestens bis zum letzten Wochenende des Budenzaubers vertreten sein, dann würden Nuancen über den Sieger entscheiden. Guglielmi: "Kray, 84/10, der ETB Schwarz-Weiß oder Frohnhausen fallen mir da auf Anhieb ein. Aber es gibt da wirklich einige Klubs, denen ich den großen Wurf zutraue. Wir dürfen uns mit Sicherheit auf eine spannende 23. Auflage der Essener Hallenstadtmeisterschaft freuen."

Autor: Krystian Wozniak

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