Matthias „Matze“ Kühne“, von 2013 bis zum vergangenen Sommer beim MSV unter Vertrag und nun mit dem FC Carl Zeiss Jena Spitzenreiter in der Regionalliga Nordost, gratulierte gestern seinen ehemaligen Mannschaftskameraden zur Herbstmeisterschaft.

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Ivica Grlic formuliert die klare Zielsetzung Aufstieg

Dirk Retzlaff
19. Dezember 2016, 07:49 Uhr
Foto: MaBo-Sport

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Matthias „Matze“ Kühne“, von 2013 bis zum vergangenen Sommer beim MSV unter Vertrag und nun mit dem FC Carl Zeiss Jena Spitzenreiter in der Regionalliga Nordost, gratulierte gestern seinen ehemaligen Mannschaftskameraden zur Herbstmeisterschaft.

Für den Abwehrspieler war es ein Katzensprung, nach Zwickau zu fahren. In der vorletzten Saison gehörte Kühne noch zum Aufstiegskader der Zebras. Im nächsten Frühjahr könnte sich „Matze“ gleich doppelt freuen: Wenn er mit Jena den Sprung in die 3. Liga schaffen sollte und seine Ex-Kollegen in die 2. Bundesliga zurückkehren könnten.
Das hofft nicht nur Kühne. Gestern, in den Katakomben des Zwickauer Stadions, äußerte sich auch MSV-Sportdirektor Ivica Grlic in diese Richtung. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil der Satz „Wir wollen aufsteigen“ für einen MSV-Funktionär in diesen Tagen genauso wenig überraschend daherkommt wie etwa das Bekenntnis zur Jungfrauengeburt durch den Papst. Doch Grlic hatte unter der Woche angekündigt, er wolle sich nach dem letzten Hinrundenspiel zur Zielsetzung der Zebras äußern. „Natürlich kann es nicht unser Anspruch sein, im Mittelfeld der Liga zu spielen“, so Grlic. Stimmt.

Der „Titel“ Herbstmeister eignet sich nicht einmal für den Briefkopf – und Außenverteidiger Nico Klotz will dies auch nicht überbewerten: „Das ist nur eine Momentaufnahme. Als Tabellenletzter bist du im Winter noch nicht abgestiegen und als Spitzenreiter noch nicht aufgestiegen.“ Klotz selbst gehört indes jetzt schon zu den Aufsteigern. Er hat sich auf der Außenverteidiger-Position festgespielt. Das war vor der Saison so nicht erwartet worden. Schlechter lief es für Fabio Leutenecker. Gestern erhielt Enis Hajri auf der rechten Seite den Vorzug gegenüber Leutenecker. Und das nicht nur, weil der Ex-Stuttgarter vor einer Woche einen schwarzen Tag erwischt hatte. „Zwickau operiert mit langen Bällen. Deshalb habe ich Enis gebracht“, erklärte Trainer Ilia Gruev seine Entscheidung.

Die langen Bälle der Zwickauer bereiteten auch Spielmacher Fabian Schnellhardt Probleme. „Die waren mit ihren Riesen-Ochsen vorne richtig gefährlich“, hätte Schnellhardt die Aufgabe lieber spielerisch gelöst. Ivica Grlic sah es ähnlich: „Das war kein gutes Spiel von uns. Wir haben es nicht geschafft, 90 Minuten Druck aufzubauen.“

Autor: Dirk Retzlaff

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