Der eine oder andere Rückschlag war ja einkalkuliert. Aber das stand nicht auf dem Programm der SSVg Velbert: Drei Niederlagen in Folge in der Fußball-Oberliga.

SSVg Velbert

Hutwelker ist beim letzten Spiel nicht dabei

Ulrich Tröster
16. Dezember 2016, 21:17 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Der eine oder andere Rückschlag war ja einkalkuliert. Aber das stand nicht auf dem Programm der SSVg Velbert: Drei Niederlagen in Folge in der Fußball-Oberliga.

Somit ist klar, worum es im zweiten Rückrunden-Spiel am Sonntag (14.15 Uhr) in der Christopeit-Sport-Arena gegen den 1. FC Bocholt geht, zumal es zugleich das letzte Pflichtspiel 2016 ist.
„Wir setzen alles daran, den Negativlauf zu stoppen, um einen positiven Jahresabschluss zu feiern“, sagt Trainer Karsten Hutwelker, der allerdings selbst nicht mithelfen kann. Er ist erkrankt und wird am Sonntag von Hüzeyfe Dogan vertreten, dem Trainer der U 23, die in der Bezirksliga spielt. Der Ex-Profi muss dabei auf Kevin Kehrmann verzichten, der sich einen Bänderriss zugezogen. Immerhin: Torjäger Aliosman Aydin konnte vergangene Woche nach längerer Verletzungspause sein Comeback geben und Mo Sealti hat seine Gelbsperre abgesessen.

Trotz der jüngsten Misserfolgsserie, mit der die SSVg auch deutlich hinter das Spitzenduo SV Schonnebeck und KFC Uerdingen zurück gefallen ist, sieht SSVg-Organisationsleiter Jens Klein gute Chancen, einen versöhnlichen Jahreswechsel zu feiern: „Gewinnen wir gegen Bocholt und feiern wir danach auch noch einen Erfolg bei der Hallenstadtmeisterschaft, die wir ja diesmal selbst ausrichten, dann war alles gut.“

Dass die Niederlage gegen Kapellen nicht den Absturz auf Platz vier zur Folge hatte, verdankt die SSVg Velbert dem sonntäglichen Gegner. Denn der 1. FC Bocholt vergab die große Chance, an den Niederbergischen vorbei zu ziehen, durch die überraschende 1:3-Heimniederlage gegen die Sportfreunde Baumberg. Dieses Spiel hat unter der Woche für erhebliches Aufsehen gesorgt, denn ein Video, das eine bemerkenswerte Fair-Play-Szene dokumentierte, verbreitete sich schnell. Der Bocholter Antonio Munoz kam bei einem Sturmlauf im Strafraum zu Fall und erhielt einen Elfmeter — doch er setzte sich an die Spitze der protestierenden Baumberger, um dem Schiedsrichter zu erklären: Es war kein Foul.

Der Unparteiische nahm seine Entscheidung daraufhin zurück — eine tolle Aktion von beiden. Der Schiedsrichter korrigierte einen Fehler und der Spieler verzichtete auf eine gute Chance, der Partie beim Stand von 0:2 eine neue Wendung zu geben. „Wir haben keinen Timo Werner in Bocholt“, betonte Trainer Manuel Jara mit Blick auf eine weniger faire Szene in der Bundesliga. In Bocholt haben sie hingegen drei Ex-Velberter: Tim Winking, Philipp Meißner und Nils Zander könnten Sonntag ein Wiedersehen mit der SSVg feiern.

Autor: Ulrich Tröster

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