Mit den Oberliga-Top-Teams aus Velbert und Schonnebeck wird sich Aufsteiger VfB Homberg in der Tabelle nicht mehr messen können.

VfB Homberg

KFC-Matchplan steht

Sven Kowalski
01. Oktober 2016, 07:27 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Mit den Oberliga-Top-Teams aus Velbert und Schonnebeck wird sich Aufsteiger VfB Homberg in der Tabelle nicht mehr messen können.

Eines hätten die Gelb-Schwarzen morgen aber gern mit ihnen gemeinsam: Zum kleinen Kreis zu zählen, der gegen den KFC Uerdingen in dieser Saison zumindest einen Punkt ergattern konnte. Mit einer Tordifferenz von 20:2 Treffern kommt der Spitzenreiter um 18 Uhr an den Rheindeich, während der VfB mit dem schweren Gepäck von vier Niederlagen in Folge in die Partie geht. Die Frage nach der Favoritenrolle stellt sich nicht. Weiche Knie kriegen die Homberger deshalb aber nicht – im Gegenteil: „Alle freuen sich seit Tagen tierisch auf dieses Top-Duell“, sagt Stefan Janßen, „das ist für jeden von uns ein besonderes Spiel.“

Freilich sind die Aussichten, die Misere ausgerechnet gegen den KFC zu beenden, nicht die besten. Das weiß auch der Coach. Dennoch blickt Janßen dem Derby, zu dem die Homberger eine vierstellige Kulisse erwarten, durchweg positiv entgegen. „Der Tabellenführer kommt, das Stadion ist voll, und dann geht auch noch das Flutlicht an. Bessere Voraussetzungen für ein tolles Fußballspiel kann es doch nicht geben“, schwärmt der Coach und sieht dabei mal von der eigenen Punktausbeute ab. Doch die wollen die Homberger morgen verbessern. „Wir haben Respekt, aber keine Angst vor dem KFC. Wir werden auch wieder punkten, und niemand sagt, dass uns das nicht schon Sonntag gelingen kann. Es gibt keine Regel, die besagt, dass der Tabellenführer keine Punkte abgibt. Und noch steht es 0:0.“

Alle freuen sich seit Tagen tierisch auf dieses Top-Duell
Stefan Janßen, Hombergs Trainer

Ob es das primäre Ziel sein wird, dieses 0:0 über die Zeit zu bringen, verrät der Trainer nicht. „Wir haben den Matchplan mit dem Team besprochen. Dann werden die Zuschauer sehen, wie wir dem KFC begegnen werden“, lässt sich Janßen nicht in die Karten gucken. Auch nicht, was die Personalien angeht. Den ersten Startelfeinsatz von Colin Schmitt, der beim 1:3 in Ratingen nach der Pause zu seinem Debüt kam und der zuvor teilweise indisponierten Abwehr mehr Stabilität verlieh, hatte Janßen jedenfalls nicht ausgeschlossen. Aber auch diejenigen, die in Ratingen die Böcke schossen, „brennen darauf, es diesmal besser zu machen“, hebt Janßen die Charakterstärke seines Teams hervor. „Da gibt es keine beleidigten Leberwürste. Wir haben die Fehler klar angesprochen und alle sind einsichtig.“ Zudem sind die personellen Alternativen weiterhin überschaubar. „Mir stehen 14 Feldspieler zur Verfügung“, sagt der Trainer, „und ich bin sicher, dass jeder von ihnen gegen den KFC alles in Waagschale werfen wird. Für dieses Spiel brauche ich niemanden zu motivieren.“

Das gilt im Besonderen auch für Philipp Gutkowski. Der Keeper trägt noch ein privates Duell gegen seinen jüngeren Bruder Julian aus – einer von sieben Kickern in den KFC-Reihen, die auch schon das Trikot des MSV Duisburg trugen. „Ich hoffe, der große Bruder, kann den kleinen ärgern“, grinst Janßen und schiebt nach. „In der Saison werden wir nicht mit dem KFC mithalten können. Aber in 90 Minuten ist alles möglich.“

Autor: Sven Kowalski

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