In beschwingter Stimmung trat Inka Grings am Sonntagmittag die Heimreise aus Goch an.

MSV-Frauen

Trainingslager war für Grings eine runde Sache

Thomas Kristaniak
01. August 2016, 20:17 Uhr
Foto: firo

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In beschwingter Stimmung trat Inka Grings am Sonntagmittag die Heimreise aus Goch an.

Die Trainerin des Frauenfußball-Bundesligisten MSV Duisburg hatte mit ihrer Mannschaft ein sechstägiges Trainingslager im Kreis Kleve verbracht und strahlte nachher: „Das Fazit fällt absolut positiv aus.“

Teilweise drei Einheiten am Tag absolvierten die Kickerinnen des Aufsteigers während ihres Aufenthalts in Goch. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Ausdauerbereich. „Wir haben viel mit Intervallläufen gearbeitet, aber es war auch mindestens immer eine Einheit mit dem Ball dabei“, so Grings, die das „intensive“ Engagement ihrer Schützlinge lobte.

Naturgemäß dient ein Trainingslager auch stets dazu, die Neuzugänge so schnell wie möglich zu integrieren. „Alle vier sind gute Typen, die uns sowohl menschlich als auch sportlich verstärken“, betont Inka Grings. Gleich zwei von ihnen wurden von den Mitspielerinnen auf Anhieb in den Mannschaftsrat gewähnt: wenig überraschend Virginia Kirchberger, die bei ihrem ersten Engagement in Duisburg vor zwei Jahren sogar schon Kapitänin war, und die mit ihr vom 1. FC Köln gekommene Yvonne Zielinski. Letztere stand einst als Nachwuchstalent im erweiterten Bundesligakader des FCR 2001 Duisburg – an der Seite ihrer heutigen Trainerin. „Sie bringt viel Erfahrung mit, ist sehr gereift in den letzten Jahren“, so Grings. Bei „Gini“ Kirchberger fällt der direkte Vergleich so aus: „Die Bundesliga-Erfahrung bei uns und in Köln hat ihr gutgetan. Sie hat an ihrer Passqualität gearbeitet, ihr Spielaufbau ist besser geworden – aber sicher auch noch ausbaufähig.“

Komplettiert wird das Trio des Ex-Kölnerinnen durch Lena Nuding, die beim Absteiger der Vorsaison das Tor hütete. Ob sie das beim MSV ebenfalls tun wird? „Wir haben gesagt, dass es keine feste Nummer eins geben wird. Der Kampf um den Platz im Tor ist eröffnet“, sagt Inka Grings. Meike Kämper, derzeit immerhin so etwas wie die Nummer vier in der Keeperinnen-Rangfolge der deutschen Nationalelf, soll also die Konkurrenz im Nacken spüren.

Neuzugang Nummer vier hatte den weitesten Weg nach Duisburg. Alina Witt kam vom SV Henstedt-Ulzburg und nimmt mit viel Einsatz das Abenteuer Bundesliga in Angriff. „Ich glaube, sie war ganz froh, dass das Trainingslager jetzt zu Ende ging“, sagt Inka Grings schmunzelnd. Für die 20-Jährige wurde der Unterschied zu ihrem bisherigen Klub schon spürbar, wobei die Trainerin festhält: „Ich habe Riesenrespekt davor, wie Alina sich hier reingebissen hat. Sie hat immer noch einmal eine Schüppe draufgepackt. An ihr werden wir noch viel Freude haben.“

Schlimmeres befürchtet
Die hält sich für Steffi Weichelt derzeit in Grenzen: Die routinierte Angreiferin wird den Rest der Vorbereitung wegen eines Außenbandanrisses verpassen. „Das ist eine ärgerliche Geschichte, aber wir befürchteten zunächst noch eine schlimmere Verletzung. Deshalb waren wir fast froh, dass es nur eine Teilruptur ist“, so Inka Grings. Bis auf kleinere muskuläre Wehwehchen überstanden die anderen Kickerinnen die Tage in Goch unbeschadet.

Der nächste Test steht für das Team um die wieder zur Kapitänin bestimmte Linda Bresonik erst am 13. August an, wenn die PSV Eindhoven nach Duisburg kommt. Bis dahin wird in der Vorbereitung nun zunehmend das spielerisch-taktische Element betont werden.

Autor: Thomas Kristaniak

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