Drei Spieler wurden am Sonntag beim SC Westfalia Herne verabschiedet, auch einige andere müssen gehen. Erklärtes Saisonziel ist der Oberliga-Aufstieg.

Westfalia Herne

Der Kader 16/17 und das Ziel stehen fest

Wolfgang Volmer
24. Mai 2016, 10:57 Uhr
Foto: Nils Heimann

Foto: Nils Heimann

Drei Spieler wurden am Sonntag beim SC Westfalia Herne verabschiedet, auch einige andere müssen gehen. Erklärtes Saisonziel ist der Oberliga-Aufstieg.

Zwei riesige Sandhaufen zwischen Kabinentrakt und Marathontor signalisierten es den Besuchern des letzten Westfalia-Heimspiels: Die Saison mag in wenigen Tagen enden, die Arbeit geht weiter. Noch in dieser Woche soll der Sand in den Rasen eingebracht werden, um den Boden für künftige Heldentaten zu bereiten. Schon am 26. Juli will der VfL Bochum am Schloss Strünkede gegen den englischen Zweitligisten Cardiff City testen.

Wir werden mit einem klaren Ziel in die Saison gehen, und dieses Ziel heißt Platz eins
Christian Knappmann

Steht die Rasenrenovierung in jedem Sommer im Pflichtenheft des SCW, wird die zweite obligatorische Dauerbaustelle in diesem Jahr nicht eingerichtet: Der Kader für die neue Saison ist bereits jetzt komplett. Anders als in den letzten fünf, sechs Jahren, als Herne nahezu das komplette kickende Personal austauschte, vertraut Christian Knappmann dem Stamm jener, die seit elf Spieltagen ungeschlagen sind und sich anschicken, Rückrundenmeister der Westfalenliga zu werden. „Die Mannschaft hat ja bewiesen, wozu sie fähig ist. Wir werden mit einem klaren Ziel in die Saison gehen, und dieses Ziel heißt Platz eins“, schickt der Trainer eine frühe Kampfansage an die Konkurrenz.

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Ganz ohne Blutauffrischung geht es aber nicht. Sechs externe Neuzugänge hat der SCW verpflichtet. Neben Maurice Kühn und Milko Trisic kommt mit Dejan Petrovic ein dritter gestandener Fußballer zurück zur Westfalia. Dass Petrovic ein feiner Techniker ist, weiß man am Schloss. Jetzt erweist er sich auch als Goalgetter. 39 Mal hat er in dieser Saison bereits für FC/JS Hillerheide eingenetzt. „Auch in der Bezirksliga muss man die erst mal machen“, sagt sein künftiger Trainer, der auch kritische Stimmen zu diesem Transfer kennt. „Den perfekten Fußballer kriegen wir nicht, außer wir holen Messi“, meint Knappmann. „Aber auch da würden einige in Herne sagen, der ist kein Kopfballspieler, den können wir nicht gebrauchen.“

Für eine gute Mischung im Kader sorgen einige junge, gut ausgebildete Neuzugänge: Maurice Haar (20), Innenverteidiger von Wattenscheid 09, Rechtsverteidiger Philipp Rösler (21) aus Ratingen und Außenbahnspieler Maurice Temme aus der U19 des MSV Duisburg. Von der BG Schwerin kommt mit Tim Göbel ein Torhüter, aus der eigenen Jugend haben Torwart David Wassmann, Marvin Gies, Ferhat Mumcu und Enis Kacar Verträge.

Verabschiedet wurden am Sonntag Marvin Raab, Burak Akgül und Hasan Akkan. Auch Gökhan Yavuz und Ersin Kusakci haben in Herne keine Zukunft. Nils Horneffer geht für ein Jahr nach Australien, ob und wann Tim Kosien nach seiner langwierigen Verletzung zurückkommt, steht in den Sternen. Fraglich ist der Verbleib von Dennis Weßendorf, der sich bis Mittwoch entscheiden soll, ob er das Herner Angebot annimmt. „Ich hätte ihn gern dabei. Weße ist ein Trainerspieler, der sich immer top verhält“, so Knappmann.

Mit dem Schlusspfiff am Sonntag beginnt für die Herner der Urlaub. „In dieser Woche arbeiten wir seriös weiter, wir werden top vorbereitet in Brünninghausen antreten. Wir wollen Rückrundenmeister werden, und dazu brauchen wir einen Sieg. Hergeschenkt wird gar nichts“, kündigt er dem Spitzenreiter an.

Autor: Wolfgang Volmer

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