Sead Kolasinac ist einer der Unauffälligen im Lande, aber bei der Schalker 1:2-Niederlage in Augsburg stand er auf einmal im Blickpunkt.

Schalke

Rom bleibt an "Seo" dran

Manfred Hendriock
15. Dezember 2015, 09:57 Uhr
Foto: firo

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Sead Kolasinac ist einer der Unauffälligen im Lande, aber bei der Schalker 1:2-Niederlage in Augsburg stand er auf einmal im Blickpunkt.

In der ersten Halbzeit unfreiwillig: Da stieg ihm Augsburgs Raul Bobadilla so unsanft aufs Bein, dass Schalkes Trainer André Breitenreiter dabei sogar Absicht erkannte und eine Rote Karte für angemessen hielt – ohne Erfolg.

In der zweiten Halbzeit hatte Kolasinac einen anderen starken Auftritt: Da erzielte er nach schönen Zusammenspiel mit Eric Maxim Choupo-Moting den Schalker Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich – am Ende auch hier ohne Erfolg.

Aber unterm Strich hatte [person=5697]Kolasinac[/person] gezeigt, dass mit ihm wieder zu rechnen ist – wie schon drei Tage zuvor beim Europa-League-Spiel in Tripolis . Der 22-Jährige hatte seine Chance in Abwesenheit des verletzten Dennis Aogo genutzt – im Verlauf dieser Saison war er auf Schalke meist nur zweite Wahl als linker Verteidiger hinter Aogo.

Diese Rollenverteilung hatte sich schon im Sommer abgezeichnet; damals hatte zum Ende der Vorbereitung der italienische Spitzenklub AS Rom Interesse an dem bosnischen Nationalspieler, doch das Angebot war für Schalke nicht diskutabel. Berichten aus Italien zufolge haben die Römer für die Winterpause nun wieder ein Auge auf Kolasinac geworfen, dessen Vertrag auf Schalke noch bis 2017 läuft. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass sein Treffer in Augsburg sein letzter für Schalke war. Es war übrigens das erste Tor von Sead Kolasinac in seinem 54. Bundesliga-Spiel für Schalke.

Äußern wollte sich „Seo“ nach dem Spiel dazu aber nicht. Er ist halt einer der Unauffälligen im Lande.

Autor: Manfred Hendriock

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