Janik Haberer war der Shooting-Star der ersten Wochen im VfL-Trikot.

VfL

Janik Haberer hadert mit dem Glück beim Torabschluss

06. November 2015, 08:37 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Janik Haberer war der Shooting-Star der ersten Wochen im VfL-Trikot.

Und gleich am ersten Spieltag setzte er nach einer guten Vorbereitung mit seinem Siegtor in Paderborn die erste Duftmarke. Doch jedem war klar, dass der 21-jährige offensive Mittelfeldspieler solche Erfolgserlebnisse nicht in Serie liefern kann. Und so passt es ins Bild, dass der gebürtige Allgäuer momentan mit sich und der Welt ein wenig hadert. Haberer: „Im Moment will der Ball einfach nicht ins Tor.“

Entweder fehlen die berühmten Zentimeter oder der gegnerische Torwart bringt ihn und seine Kollegen schier zur Verzweiflung. Haberer: „In Sandhausen hat Torhüter Knaller zwei Bälle von mir gehalten, die eigentlich nicht zu parieren waren. Auch gegen Kaiserslautern und Pauli hatte ich die eine oder andere Möglichkeit.“

[person_box=8965][/person_box]

Doch lange grübeln will der aus Hoffenheim ausgeliehene Youngster nicht. „Zur Zeit fehlt uns im Abschluss ein wenig die Präzision, aber solche Phasen gibt es im Laufe einer langen Saison immer wieder.“

Hoch zufrieden ist er insgesamt mit dem bisherigen Verlauf, und dass sein Team von Beginn an oben mitspielt, war auch nicht unbedingt zu erwarten. „Hier kann man sich rundum wohl fühlen. Ich habe alles richtig gemacht.“ Über seine Zukunft macht er sich noch keine Gedanken. „Ich spiele jetzt zumindest ein Jahr für den VfL, bin mit ganzem Herzen dabei und überlege nicht, was im Sommer passiert. Das kann ich ohnehin noch nicht beeinflussen. Das ist alles zu weit weg.“

Den Augenblick genießen, das ist sein Ding. Und mit Nachbar Nando Raffael hat er in Bochum eine Wohnung gefunden, in der es sich leben lässt. Freimütig gesteht er ein: „Es geht mir gut, ich lebe im Jetzt und freue mich auf jedes Spiel.“

Auch auf die Partie am Freitagabend beim KSC: „Das wird eine ganz schwere Nummer. Die stehen defensiv mehr als kompakt.“
Für Haberer ist die Partie im Wildpark gleich doppelt wichtig. Zum einen, weil der VfL mit einem Sieg seine Spitzenposition festigen könnte. Zum anderen, weil für ihn persönlich in der darauffolgenden Woche eine Einladung zur deutschen U-21 winkt. Nachdem der U-19- und U-20-Nationalspieler vor einem Monat erst einmal im Aufgebot stand, dann aber den Sprung in den 18er-Kader nicht schaffte, hofft er auf eine neue Chance, wenn am 17. November in Fürth die deutsche Auswahl im Quali-Spitzenspiel auf Österreich trifft. Haberer: „Das wird schwierig, denn die Konkurrenz ist groß. Deshalb ist mir das Spiel am Freitag in Karlsruhe deutlich wichtiger.“

Verständlich, denn der 21-jährige genießt bisher das uneingeschränkte Vertrauen von Trainer Veerbek, der offensichtlich schon in der Vorbereitung den Mittelfeldspieler als festen Bestandteil der Startformation gesehen hat.

Die Prognose von Christian Hochstätter, dass Haberer in Bochum den nächsten Entwicklungsschritt machen wird, bewahrheitet sich inzwischen Woche für Woche. So sieht das auch der Youngster: „Ich bin zum VfL gewechselt, um im Profifußball endlich anzukommen. Das klappt besser als erwartet. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg.“

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren