In der vergangenen Saison hat sich der FC Kray einen Namen als Favoritenschreck der Regionalliga West gemacht. Ihren Ruf haben die Essener zum Saisonauftakt bestätigt.

FC Kray

Der Underdog sorgt wieder für Furore

Martin Herms
01. August 2015, 21:49 Uhr
Foto: Frank Gröner

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In der vergangenen Saison hat sich der FC Kray einen Namen als Favoritenschreck der Regionalliga West gemacht. Ihren Ruf haben die Essener zum Saisonauftakt bestätigt.

Beim hochgehandelten SC Verl erkämpfte sich das Team von Trainer Micha Skorzenski ein leistungsgerechtes 1:1 (1:0)-Remis. Ein spätes Traumtor des eingewechselten Manuel Rasp (84.), der einen Freistoß aus gut 25 Metern in den Winkel wuchtete, verhinderte gar einen Dreier an der Posttraße. Dennoch überwogen auf Krayer Seite die positiven Eindrücke. "Ein Punkt in Verl ist aller Ehren wert. Das ist eine Mannschaft, die sicher wieder im oberen Tabellendrittel landen wird. Ich bin sehr erfreut darüber, dass es uns phasenweise sogar gelungen ist, das Spiel zu bestimmen", resümierte Skorzenski.

Speziell mit den ersten 60 Minuten konnte der FCK-Coach hochzufrieden sein. Seine Mannschaft agierte aus einer stabilen Defensivreihe gekonnt und mutig nach vorne. Die Führung durch Ömer Akman, der ebenfalls per direkt verwandeltem Freistoß traf (34.), war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Hätte Schiedsrichter Benjamin Schäfer zuvor das Foulspiel von Julian Stöckner an Emre Yesilova als Notbremse bewertet, hätten die Krayer rund eine Stunde in Überzahl agiert. Der Unparteiische beließ es aber bei einer Gelben Karte. "In dieser Situation kann aus meiner Sicht man auch Rot geben. Emre lief alleine auf das Tor zu und hatte somit eine klare Torchance", meinte Skorzenski.

Der zweite Durchgang gehörte zunächst ebenfalls den Gästen. Der bärenstarke Yesilova hatte die große Chance zum 2:0, scheiterte jedoch freistehend vor Verls Keeper Sebastian Lange. Die Ostwestfalen wurde nach rund einer Stunde immer stärker und kamen zu einigen Offensivaktionen. Mehr als der Ausgleich durch Rasp sprang jedoch nicht heraus, da der eingewechselte Aliosman Aydin in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz das Tor verfehlte. "Das Ergebnis ist gerecht. Gegen ein Team wie Verl ist es schwer, über 90 Minuten Chancen zu verhindern. Der späte Ausgleich war sicher ärgerlich, aber den Punkt nehmen wir sehr gerne mit", schmunzelte Skorzenski.

Seine Spieler durften sich im Anschluss von den rund 100 mitgereisten Krayer Supportern feiern lassen. Lobende Worte gab es auch von Präsident Günther Oberholz: "Was die Jungs gegen diesen starken Gegner gezeigt haben, macht mich richtig stolz. Das war eine klasse Leistung, so kann es weitergehen."

Autor: Martin Herms

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