Branimir Bajic hat nach einer einjährigen Kapitäns-Pause die Binde wieder um den Oberarm gebunden.

MSV

Bajic führt sein Team in Liga zwei auf den Rasen

Julia Schindler
17. Juli 2015, 08:07 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Branimir Bajic hat nach einer einjährigen Kapitäns-Pause die Binde wieder um den Oberarm gebunden.

Steffen Bohl und Kingsley Onuegbu werden ihm als Stellvertreter zur Seite stehen. Der 35-jährige Abwehrboss fürchtet sich nicht vor Niederlagen und möglichen unerfreulichen Situationen. Die schwierigen Zeiten in Duisburg haben ihn noch stärker gemacht. Mit RS sprach Duisburgs Kapitän über die zusätzliche Belastung, das Geheimrezept des MSV und einen großen Rückschlag.

Bevor in einer Woche die Liga startet, hat die Mannschaft drei Tage frei bekommen. Wie haben Sie die Zeit genutzt?
Die freien Tage waren schön. Ich bin nach Bosnien geflogen und habe die Zeit mit meiner Familie verbracht. Beste Voraussetzung, um nochmal zu entspannen, bevor es nächste Woche losgeht.

Entspannung, die Sie gut gebrauchen können. Auf Sie kommt noch der Posten als Kapitän hinzu.
Ich freue mich, dass ich das Vertrauen geschenkt bekomme. Natürlich muss ich jetzt ein bisschen mehr tun, aber ich mache mir keinen Stress. Das ist gar kein Problem, denn ich kenne den Job als Kapitän bereits sehr gut.

An Ihrer Seite steht Kingsley Onuegbu, mit dem Sie auch sehr gut befreundet sind. Dann kann doch nichts schief gehen, oder?
Letztendlich ist es egal, wer an meiner Seite steht. Wir kommen alle gut miteinander klar. Innerhalb der Mannschaft funktioniert es sehr gut. Das ist unsere große Stärke – der Zusammenhalt. Auch die neuen Spieler wurden gut aufgenommen und haben sich schnell integriert.

Besteht also keine Gefahr, dass die Stimmung kippen sollte, wenn wenig Punkte geholt werden? Gerade jetzt am Anfang erwarten euch schwierige Spiele.
Nein, die Stimmung wird auf gar keinen Fall kippen. Wir haben einfach geile Jungs in der Mannschaft, hier ist eine tolle Atmosphäre. Nach dem Aufstieg und den vergangenen Wochen in der Vorbereitung sind wir eng zusammengewachsen. Darauf bin ich stolz und ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass der mannschaftliche Zusammenhalt bestehen bleibt.

Und falls doch, ist ja Kingsley Onuegbu, die Stimmungskanone, an Ihrer Seite.
Ja genau, Kingsley ist für die Stimmung verantwortlich. Bisher ist die Stimmung auch richtig gut, nur nach dem Spiel gegen Bochum waren wir nicht zufrieden mit unserer Leistung. Aber bis die Liga losgeht, haben wir noch Zeit und können an den Defiziten arbeiten.

Noch eine Woche bleibt Ihnen bis das Eröffnungsspiel ansteht. Schon heiß auf die Partie?
Wir haben einfach nur Bock. Wir wollen zeigen, dass wir die Qualität haben, um in der Liga zu bestehen. Trotzdem wird es keine einfache Saison für uns. Wir müssen aufpassen, Gas geben und zusammenhalten. Dann werden wir unser Ziel Klassenerhalt erreichen.

Doch bevor es richtig losgeht, wartet noch der letzte Härtetest auf Sie. Der FC Porto kommt nach Duisburg. Schon jemanden zum Trikottausch ausgesucht?
Für Trikottausch bin ich schon zu alt. Außerdem habe ich mittlerweile zu Hause genug Trikots hängen (lacht). Aber natürlich freue ich mich auf die Partie. Das wird ein geiles Spiel. Wir treffen auf weltklasse Spieler, können sehen wo wir aktuell stehen, uns vergleichen und messen.

Ereignisse, bei denen einige Spieler verletzungsbedingt fehlen werden. Sind die Ausfälle große Rückschläge für die Mannschaft?
Dass so viele Jungs fehlen, ist schon ein riesiger Rückschlag für uns. Wir brauchen jeden Spieler, aber in der Vergangenheit haben wir gezeigt, dass mit Rückschlägen umgehen können und sie als Mannschaft lösen.

Dann bleibt zu hoffen, dass bis zum Saisonstart alle fit bleiben und sich auch nicht beim Zumba tanzen verletzen. Am Sonntag tanzt Duisburg für die krebskranke Katarina. Wer schwingt das Tanzbein für den guten Zweck?
Ich werde selber mittanzen, außerdem sind Enis Hajri, Rolf Feltscher, Zlatko Janjic, Kevin Wolze und Nico Klotz dabei. Alle Duisburger, egal ob sie tanzen können oder nicht, sind herzlich eingeladen mitzumachen.

Autor: Julia Schindler

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren