Der englische Fußball-Meister FC Chelsea und Zuschauer Michael Ballack stehen vor dem ersehnten Einzug in das Finale der Champions League. Ohne den Kapitän der deutschen Nationalelf, der wegen einer Knöchelverletzung passen musste, gewann das Starensemble von Ölmilliardär Roman Abramowitsch am Mittwochabend in der Neuauflage des englischen Duells von 2005 das Halbfinal-Hinspiel gegen Angstgegner FC Liverpool mit 1:0 (1:0) und schaffte sich für das Rückspiel am kommenden Dienstag an der Anfield Road (20.45 Uhr live bei Premiere) eine gute Ausgangsposition.

FC Chelsea steht vor ersehntem Finaleinzug

Cole erzielt Tor des Tages

25. April 2007, 22:42 Uhr

Der englische Fußball-Meister FC Chelsea und Zuschauer Michael Ballack stehen vor dem ersehnten Einzug in das Finale der Champions League. Ohne den Kapitän der deutschen Nationalelf, der wegen einer Knöchelverletzung passen musste, gewann das Starensemble von Ölmilliardär Roman Abramowitsch am Mittwochabend in der Neuauflage des englischen Duells von 2005 das Halbfinal-Hinspiel gegen Angstgegner FC Liverpool mit 1:0 (1:0) und schaffte sich für das Rückspiel am kommenden Dienstag an der Anfield Road (20.45 Uhr live bei Premiere) eine gute Ausgangsposition.

Tags zuvor hatte Manchester United mit einem 3:2 gegen den AC Mailand einen ersten Schritt zu einem möglichen ersten englischen Finale in der Königsklasse überhaupt am 23. Mai in Athen gemacht. Das Tor des Abends vor 42.500 Zuschauern an der ausverkauften Stamford Bridge erzielte der englische Nationalspieler Joe Cole (29. ).
Damit dürfen Chelsea und Star-Trainer Jose Mourinho auch weiter auf eine Saison mit vier Titeln hoffen: In der Meisterschaft steht man auf Rang zwei, im FA-Cup am 19. Mai in London gegen ManU im Finale, und den Liga-Cup hat man bereits gewonnen. Michael Ballack musste wegen einer Blessur am linken Knöchel, die er sich am vergangenen Wochenende im Punktspiel bei Newcastle United zugezogen hatte, passen. `Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist. Aber eine genaue Diagnose steht noch aus. Es kommt nun ein Highlight nach dem anderen. Das will man zum Schluss natürlich veredeln´, erklärte Ballack unmittelbar vor dem Anpfiff des deutschen Schiedsrichters Markus Merk (Otterbach) gegenüber Premiere.
Ballacks Teamkollegen übernahmen gleich die Initiative, um den Bann gegen Liverpool in der Königsklasse endlich zu brechen. In vier Begegnungen in der Champions League zuvor brachten die Blues keinen Treffer gegen die Reds zustande (0:0, 0:1 im Halbfinale 2005, zweimal 0:0 in der Gruppenphase 2005/2006). Nach acht Minuten scheiterte Mittelfeldstar Frank Lampard am blitzschnell reagierenden Liverpool-Keeper Pepe Reina, danach verpasste Joe Cole Hereingaben der Stürmerstars Didier Drogba (16.) und Andrej Schewtschenko (18.). Es folgten große Möglichkeiten durch Drogba (21.) und einen Freistoß von Lampard (23.). In der 29. Minute zahlte sich der Dauerdruck der Gastgeber aus. Der portugiesische Innenverteidiger Ricardo Carvalho spielte einen langen Ball auf Drogba, der überlief Daniel Agger auf der rechten Seite, brachte den Ball in die Mitte, wo Cole seinen ersten Treffer in der laufenden Champions-League-Saison erzielt.
Danach erhöhte Liverpool etwas den Druck, einzige Möglichkeit blieb allerdings ein Kopfball des Pool-Kapitäns Steven Gerrard. Im zweiten Durchgang dann zunächst ein anderes Bild. Das Gästeteam von Trainer Rafa Benitez drückte aufs Tempo und schnürte die Gastgeber regelrecht ein. Gerrard hatte in der 53. Minute mit einem Schuss aus 18 m eine Riesenmöglichkeit, Chelseas Torhüter Petr Cech musste erstmals richtig eingreifen und parierte sehr gut. Chelsea blieb aber durch Konter gefährlich, so scheiterte Lampard in der 81. Minute am erneut überragenden Reina. In der intensiv, aber fair geführten Begegnung ragte auch Schiedsrichter Merk heraus, der keine Probleme hatte und stets die Übersicht behielt.
Auf Seiten von Chelsea überzeugten vor allem der immer gefährliche Didier Drogba und Innenverteidiger Carvalho. Bei Liverpool war Gerrard der überragende Spieler, zudem sorgte der Niederländer Boudewijn Zenden wiederholt für Gefahr.

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