Von 1987 bis 1993 trug er das Preußen-Trikot, feierte mit Münster vier Mal die Westfalen-Meisterschaft und den Aufstieg in die zweite Bundesliga, in der er zwei Jahre für den SCP auflief.

KORNHARPEN: Silberbach freut sich auf die Preußen

"Ein Hauch des Profigeschäfts"

16. Februar 2007, 11:04 Uhr

Von 1987 bis 1993 trug er das Preußen-Trikot, feierte mit Münster vier Mal die Westfalen-Meisterschaft und den Aufstieg in die zweite Bundesliga, in der er zwei Jahre für den SCP auflief.

Von 1987 bis 1993 trug er das Preußen-Trikot, feierte mit Münster vier Mal die Westfalen-Meisterschaft und den Aufstieg in die zweite Bundesliga, in der er zwei Jahre für den SCP auflief. Die Rede ist von Jörg Silberbach. Am Freitag kehrt der Trainer des SV Vorwärts Kornharpen im Rahmen des Westfalen-Pokals an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Das ist, als ob ich in meine Heimat zurückkomme", strahlen Silberbachs Augen. "Das sind für mich absolute Emotionen. Münster war mein Verein, mit dem ich meine größten Erfolge hatte. Dass ich dort in den Profibereich hereinschnuppern durfte, war ein Traum, auch das Erlebnis DFB-Pokal bleibt unvergessen."

Wie ebenfalls das Verhältnis zu den Fans. "Ich habe zu den Anhängern immer einen guten Draht gehabt", freut sich der Coach, der bislang nur einmal als Spieler mit Wattenscheid das Vergnügen hatte, nach Münster zu kommen, auf die große Kulisse. Silberbach kickte bis vor einem Jahr auch in der Traditions-Mannschaft, der Kontakt zum Club ist nie ganz abgebrochen. Besonders freut er sich auf das Wiedersehen mit seinem Freund Ansgar Brinkmann und Adrian Gurzsyinski, den der Polizeikommissar als Spieler in Sprockhövel aufbaute. "Auch mit Manager Carsten Gockel, mit dem ich in Hamm gespielt habe, wird es mit Sicherheit lustig", kann Silberbach seinen Auftritt kaum noch abwarten.

Und das, obwohl die Bochumer als "krasser Außenseiter" dort auflaufen werden. "Ob wir eine Chance bekommen, müssen wir abwarten", stapelt Silberbach tief. "Wir sind eine Mannschaft, die von der Offensive kommt, das zeigt auch unser Torverhältnis. Unsere Stärken müssen wir ausspielen." Übersetzt: Kornharpen wird kein Abwehrbollwerk aufbauen. "Georg Kreß, Arian oder auch unser Ex-Akteur Farat Toku kennen uns sehr gut. Die werden uns nicht von vorne herein unterschätzen", ist sich Silberbach sicher, von den Preußen nicht auf die leichte Schulter genommen zu werden. "Für viele meiner Jungs ist es eine ungewohnte Situation, vor 2.000 Zuschauer aufzulaufen. Deswegen werden wir bestimmt zu Beginnn einige Probleme haben." Verzichten müssen die Gäste auf Andreas Teichmann (Rote Karte), Christian Mouelle (noch in den Flittewrwochen in Afrika) sowie Daniel Gavranovic (Armbruch). Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Sebastian Kleine (muskuläre Probleme) sowie Michael Rothholz, Marvin Rathmann, Kevin Adade und David Buchholz (Grippe). "Wir wollen es als Highlight sehen", geht Silberbach davon aus, dass alle auf die Zähne beißen werden.

Um seine Elf gebührend einzuschwören, ist der Aufenthalt im Achat-Hotel (RS berichtete) die Grundlage. "So kommen die Jungs mal aus dem Arbeitsstress heraus und erhalten einen Hauch des Profisgeschäfts"; kennt Silberbach solche Maßnahmen aus seinen besten Tagen in Münster.

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