Rabenschwarz ist nicht nur das Sterkrader Wappentier, rabenschwarz ist leider auch der Rückrundenstart unseres SC Rot-Weiß Oberhausen...

RWO-Blog

Rabenschwarzer Rückrunden-Start

25. Januar 2011, 09:15 Uhr

Rabenschwarz ist nicht nur das Sterkrader Wappentier, rabenschwarz ist leider auch der Rückrundenstart unseres SC Rot-Weiß Oberhausen...

Und wer hätte das gedacht? Die Meinung war doch eigentlich einhellig. Jeder unserer Fans war trotz der Misere zum Ausklang der Hinrunde bester Dinge, was den Start in die Rückrunde betrifft. Und warum auch nicht? Schließlich hat die Mannschaft endlich eine Verschnaufpause bekommen, ein Trainingslager bezogen, wichtige Spieler kamen zurück in die Mannschaft und nicht zuletzt gab es noch einen super Transfer mit Dennis Grothe, mit dem sogar mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden konnte, da er nicht nur für Heinrich Schmidtgal spielen kann, solange er verletzt ist, sondern vor allem auch darüber hinaus, wenn Heinrich uns verlassen sollte.

Aber nein, so wie wir alle uns das vorgestellt haben war es dann leider doch mal wieder nicht. Das erste Spiel ging mal wieder mit einer Niederlage los. Aber gut, gegen die Hertha kann man sicher verlieren. Die Frage, wie man dieses Spiel verliert, ist dann sicher eine andere. Es wäre wohl ein Punkt drin gewesen, wenn nicht mal wieder individuelle Vollaussetzer das Spiel zu unseren Ungunsten entschieden hätten. Aber sowas passiert halt im Fußball, also kein Vorwurf und die Augen direkt auf die nächste Begegnung gerichtet.

Schlachtfest mit totaler Oberhausener Selbstaufgabe

Gegen Frankfurt sollte also alles endlich besser werden und die schier unglaubliche Negativserie ein Ende nehmen. Trotzdem auch in Oberhausen bekannt ist, wie gut und teilweise sogar schön am Bornheimer Hang mittlerweile Fußball gespielt wird, hatte sich doch die Mehrheit der rot-weißen Fans dort einen, wenn nicht sogar drei Punkte ausgemalt. Aber von wegen. Wie so oft in letzter Zeit wurden wir auch hier enttäuscht. Und sicher, als Abstiegskandidat kann man auch hier verlieren. Die Art und Weise allerdings war regelrecht eine Offenbarung. Es war ein Schlachtfest mit totaler Oberhausener Selbstaufgabe. Und mal wieder wurde offensichtlich, dass es für einige Spieler nicht für die zweite Liga reicht, dass unsere Elf ein mentales Problem hat und dass wir auf die verbliebenen Verletzten angewiesen sind. Denn auch wenn eine der ersten Chancen verwandelt wird, so wie der RWO aktuell auftritt, glaube ich nicht daran, dass das Spiel komplett anders verlaufen wäre.

Doch was ist jetzt zu tun? „Die Klubführung wird schon wissen, was zu tun ist“ höre ich mittlerweile in jedem Gespräch. Ich kann es so langsam nicht mehr hören und glaube, dass diese Aussage davon zeugt, dass selbst die altklügsten Fans, die in jedem Spiel immer alles besser wissen, mittlerweile keinen Rat mehr haben. Und woher auch, ich habe selbst ja auch keine Lösung anzubieten. Aber nur auf die Führung und das Comeback der übrigen Verletzten zu hoffen, ist mir allein nicht genug. Klar ist, dass die Führung in den letzten Jahren vieles sehr richtig gemacht hat. Mehr als in vielen anderen Vereinen. Trotzdem bleibt es Fakt, dass wir auch beschränkte Mittel haben. Von daher ist auch eine weitere Verstärkung nicht unbedingt der richtige Weg. Und ich glaube auch nicht, dass sich der Verein in die dritte Liga sparen will, denn in der dritten Liga gibt es für den RWO nichts mehr zu sparen. Ich glaube, dass wir keine Alternative haben, als sich zusammenzureißen und durchzuhalten. Und das gilt auch für uns Fans.

Die einzige Chance, die der RWO hat, ist wenn man wieder mit Malochereigenschaften, Mannschaftsgeist und Unterstützung von den Rängen auftritt. Und daran können wir alle mitarbeiten. Und wenn auch diese Seuchensaison mal wieder erfolgreich vorbei ist, dann wird es vielleicht im nächsten Jahr endlich mal etwas ruhiger um unsere Kleeblätter. Denn so wie der Kader in den letzten Jahren behutsam aufgebaut worden ist, sollte im Normalfall eine tolle Zukunft vor uns liegen.

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