Prüfungsstress statt Trainingslager: Anstatt sich wie ihre Teamkolleginnen vom FCR 2001 in Winterberg aufzuhalten, ist für Marina Himmighofen büffeln angesagt.

FCR: Himmighofen kämpft

Spagat zwischen Ausbildung und Fußball

Desirée Kraczyk
29. Januar 2010, 11:37 Uhr

Prüfungsstress statt Trainingslager: Anstatt sich wie ihre Teamkolleginnen vom FCR 2001 in Winterberg aufzuhalten, ist für Marina Himmighofen büffeln angesagt.

Vor einem halben Jahr hat sie mit ihrem Wechsel zum DFB-Pokal- und UEFA Women’s Cup-Sieger nicht nur sportlich eine neue Herausforderung angenommen, sondern auch beruflich. Die 25-Jährige macht derzeit eine Ausbildung bei der Polizei und muss von daher auch schon mal Kompromisse eingehen, aber „dafür hat Martina Voss-Tecklenburg Verständnis“, sagt Himmighofen.

Die Defensivakteurin muss sich somit mit etwas weniger Schnee zufrieden geben, trainiert außerdem in dieser Woche bei der zweiten Mannschaft mit und schiebt auch noch ein paar zusätzliche Laufeinheiten ein. „Der Antrag für die Sportförderung läuft noch, wenn der durch ist, habe ich bessere Möglichkeiten und kann auch vormittags trainieren“, meint Himmighofen.

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Die gebürtige Koblenzerin ist – wie sie selbst sagt - eine Kämpfernatur und hat auch ein klares Ziel vor Augen, nämlich unter die ersten Elf zu kommen. In der ersten Saisonhälfte hat die Anhängerin des 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga sieben Partien bestritten, wurde zweimal ein und viermal ausgewechselt - eine Umstellung für eine Spielerin, die zuvor bei der SG Essen-Schönebeck gesetzt war und zu den Führungskräften gehörte. Vor allem aber auch die Anforderungen sind höher geworden. „Ich kann viel dazulernen. In Duisburg wird ein anderer Fußball gespielt, mehr nach vorne“, erklärt Himmighofen, die sich „im ersten halben Jahr an das neue Niveau herangetastet hat“.

Jetzt gilt es, sich einen Platz in der Viererkette der „Löwinnen“, die in der Hinrunde zumeist Alexandra Popp und Luisa Wensing auf den Außenpositionen sowie Annike Krahn und Linda Bresonik in der Innenverteidigung bildeten, zu erkämpfen. Und bis zum ersten Pflichtspiel des neuen Jahres – die DFB-Pokalviertelfinalpartie gegen den Zweitligisten 1.FC Köln – hat Himmighofen auch ihre Prüfung hinter sich.

Autor: Desirée Kraczyk

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