Zlatan Bajramovic über den guten 79er Jahrgang

hb
02. April 2006, 10:50 Uhr

Nein, hassen würde er den HSV nicht. "Es ist aber gewiss nicht mein Lieblingsverein", schmunzelt Zlatan Bajramovic, wenn er an den heutigen Schalker Gegner denkt.

Nein, hassen würde er den HSV nicht. "Es ist aber gewiss nicht mein Lieblingsverein", schmunzelt Zlatan Bajramovic, wenn er an den heutigen Schalker Gegner denkt.

Klar, der gebürtige Hamburger hat schließlich so einige heiße Fights gegen den Nobel-Club von der Alster hinter sich..Vor allem in der Jugend waren für den früheren St. Paulianer die Partien gegen den HSV stets Highlights. "Wir waren ein guter Jahrgang", erinnert sich Bajramovic gerne an die Generation 1979. Unter anderem mit Christian Rahn und Ivan Klasnic befanden sich die Jungs von der Reeperbahn damals auf Augenhöhe mit dem wenig geliebten Nachbarn aus dem Volkspark.

Nicht nur deshalb könnte die Motivation des bosnischen Nationalspielers vor dem Aufeinandertreffen mit den Hanseaten kaum größer sein. "Mit einem Sieg gegen den HSV kannst du dir richtig Rückenwind für den Rest der Saison holen", kennt Bajramovic die Bedeutung des Verfolger-Duells. Aber: "Falls wir nicht gewinnen, sind wir immer noch nicht weg, aber dann wird es schwierig, die fehlenden Punkte noch aufzuholen."

Kontakt nach Hamburg hat "Zlati" kaum noch, außer zu Sergej Barbarez. Dessen Entscheidung, das Angebot des HSV auf eine Vertragsverlängerung zu reduzierten Konditionen nicht anzunehmen, kann Bajramovic verstehen. "Die machen einen Riesenfehler, ihm nicht mehr Geld zu bieten. Barba hat Sachen drauf, die macht nicht einmal der van der Vaart", singt der 26-Jährige ein hohes Loblied auf den sieben Lenze älteren Landsmann. Das Geburtsjahr spiele bei der Einschätzung, ob ein Spieler wertvoll für den Verein sei oder nicht, schließlich keine Rolle. "Was heißt hier schon jung oder alt? Am Ende ist doch allein wichtig, wer gut ist und wer nicht."

Autor: hb

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