13.05.2018

Köln-Randale in Wolfsburg

Der Klub sucht Zeugen

Foto: firo

Fans des 1. FC Köln haben das letzte Auswärtsspiel vor dem Gang in die Zweite Liga zu ihren Zwecken missbraucht. Es gab Randale in Wolfsburg.

Rund 50 Personen wurden festgenommen, zuvor versuchten mehrere Chaoten gewaltsam vom Unterrang in den Oberrang des VfL-Stadion zu gelangen. Vier Einsatzbeamte wurden verletzt, mehrere Stadionbesucher erlitten leichte Verletzungen.

Am Sonntag meldete sich der Klub zu Wort. Denn der FC sieht zwei Seiten der Medaille. Zunächst betont der Verein, dass er sich von den Krawallen distanziert: "Vor dem Spiel in Wolfsburg ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der örtlichen Polizei und Kölner Fans gekommen. Ursache soll der Versuch eines Blocksturms gewesen zu sein, den die Ordnungskräfte erfolgreich unterbanden. Gegen rund 50 Kölner wird wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Der FC verurteilt das Verhalten der Täter ohne jede Einschränkung und distanziert sich erneut von all jenen, die Gewalt ausüben und die Werte des Fairplay sowie der FC-Charta im wahrsten Sinne mit Füßen treten."

Doch es gibt auch Stimmen, die den Einsatz der Polizei kritisieren. Er sei überzogen gewesen. Auch der FC-Fanbeauftragte habe das so wahrgenommen. Daher sucht der Verein nun Zeugen, um den Sachverhalt aufklären zu können. In der Mitteilung der Kölner heißt es: "Einige FC-Fans haben allerdings den massiven Einsatz der Polizei als überzogen kritisiert. Auch die FC-Fanbeauftragten haben das so wahrgenommen und sehen darüber hinaus kritisch, dass ganze Ausgangsbereiche aufgrund des Vorfalls gesperrt wurden, so dass viele unbeteiligte Fans in ihren Blöcken eingeschlossen waren und das Stadion nicht verlassen konnten. Nach Vermittlung von FC-Präsident Werner Spinner ermöglichte die Einsatzleitung, dass die Fans zu ihren Bussen gehen konnten. Als unangemessen und hinderlich hat sich in diesem Zusammenhang erwiesen, dass FC-Mitarbeiter trotz Akkreditierungen ihre Club-Shirts ablegen mussten bzw. sich nicht frei im Stadion bewegen konnten. Um ein klareres Bild des Geschehens zu erhalten, bittet der 1. FC Köln um Zeugenaussagen. Besucher, die in der geschilderten Situation im Stadion waren und Beobachtungen, Bilder oder Videos gemacht haben, melden sich bitte bei der FC-Fanbetreuung unter fans@fc-koeln.de."

Autor: Christian Brausch

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