16.04.2018

RWE

Auf Neitzel wartet die erste richtige Trainingswoche

Foto: Stefan Rittershaus

Im zweiten Spiel unter seinen Fittichen konnte Karsten Neitzel mit Rot-Weiss Essen seinen ersten Punkt holen. Nun kann er endlich mit dem Team arbeiten.

Es war zwar noch keine Glückseligkeit zu erkennen, dennoch war das Gesicht von Essens Trainer Neitzel nach dem 0:0 bei Viktoria Köln wieder etwas freudiger gestimmt. Immerhin haben die Bergeborbecker bei einem Aufstiegsfavoriten einen Punkt ergaunern können. „In unserer Situation nehmen wir den gerne mit“, sagte der Fußballlehrer im Anschluss.

Nun wartet auf ihn die erste vollständige Trainingswoche an der Hafenstraße. Denn: Endlich steht für RWE mal keine Englische Woche an. Wie nötig diese Spielpause nun ist, erkannte der ehemalige Kieler nach der Partie in den Katakomben des Sportpark Höhenbergs: „Wir saßen in der Kabine und mussten schon mal das Beatmungsgerät holen“, so sein scherzhafter Kommentar. Doch nicht nur aus Regenerationsgründen ist die spielfreie Werkwoche für die Essener wichtig. Bisher konnte er der Mannschaft schließlich nur im geringen Maße seine Vorstellungen vom Fußball beibringen.

Das dürfte sich nun ändern. Nach dem Regenerationstraining am Montag und dem freien Dienstag kann er mit seinen Spielern endlich Dinge trainieren, die in der vergangenen Englischen Woche zu kurz gekommen sind: „Es wird langsam mal Zeit, dass wir die ein oder andere Sache wie Standards mit reinwerfen können. Dann ist es wieder die Kunst, dass die Mannschaft am Samstag ausgeruht auf dem Platz steht.“

An Situationen im Elf gegen Elf ist jedoch nicht zu denken. Im Essener Kader stehen in dieser Saison 19 Feldspieler, hinzukommen zumeist Nicolas Hirschberger und Simon Skuppin aus der U19, auf die wartet jedoch selbst am Mittwoch noch ein Auswärtsspiel beim FSV Duisburg. Eine weitere Hiobsbotschaft: Cedric Harenbrock, der gegen Viktoria Köln ein weiteres Mal auf sich aufmerksam machen konnte, musste kurz nach der Halbzeit raus. Neitzel erklärt: „Er hat einen Pferdekuss bekommen und dann das Gefühl, dass das Knie instabil ist.“ Immerhin konnte Benjamin Baier wieder ran. Der Kapitän hatte sich am Samstag einem Belastungstest unterzogen, für 90 Minuten reichte es gegen den Aufstiegsfavoriten jedoch nicht.

Für das kommende Spiel in Aachen zeigte sich Neitzel jedoch kämpferisch: „Ich kenne die Aachener und das wird kein Selbstläufer. Wir wollen uns so vorbereiten, dass wir das Spiel zuhause gewinnen können.“

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