17.02.2018

Schalke-Noten

Embolo setzt ein dickes Ausrufezeichen

Foto: Firo

Schalke 04 hat die TSG Hoffenheim mit 2:1 (2:0) geschlagen. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco überzeugte vor allem kämpferisch. Unsere Einzelkritik.

Die Noten der Schalke-Profis in der Übersicht:

Ralf Fährmann (3): Den Schuss von Bicakcic kurz vor der Pause hielt er fest - das war wichtig nach den vergangenen Wochen und gab Sicherheit. Beim 1:2 durch Kramaric schuldlos. In der Schlussphase einige Male gute zur Stelle.

Thilo Kehrer (2-): Sein Kopfballtor zum 1:0 war klug und “mit Auge” gemacht - er belohnte sich damit für seine Stärke bei Standards. In der Abwehrarbeit verteidigte er kompromisslos und sehr offensiv.

Naldo (2): Zeigte mehrfach sein überragendes Stellungsspiel. Ein Beispiel: In der 28. Minute stellte er sich dem heranstürmenden Schulz einfach in den Weg und bremste ihn aus. Naldo war einfach eine Bank.

Matija Nastasic (3): Er lernte seinen künftigen Teamkollegen Mark Uth schon mal persönlich kennen, beide lieferten sich viele Duelle. Nastasic hatte meist das bessere Ende für sich, er war einer der zweikampfstärksten Schalker.

Alessandro Schöpf (4): Der Dauerläufer auf der rechten Seite hatte Licht und Schatten: So richtig durchschlagende Wirkung hatten seine Spurts diesmal nicht, aber er leistete wichtige Defensivarbeit.

Benjamin Stambouli (3): Durch die Meyer-Sperre erstmal nach langer Zeit wieder auf der Sechs - den Job erledigte er schnörkellos und umsichtig.

Leon Goretzka (4): Die Kopfballablage zum 1:0 war seine beste Aktion in der ersten Halbzeit - viel mehr hatte er allerdings auch nicht. Zunächst etwas unauffällig im halblinken Mittelfeld, später mit mehr Ballkontakten und auch einem guten Torschuss (81.).

Daniel Caligiuri (3): Schalkes Kampfmaschine auf der linken Seite. Der Deutsch-Italiener, der erneut den Vorzug vor Oczipka bekam, war vorne und hinten zu finden, warf Laufstärke und Teamgeist in die Waagschale. Beim 1:2 aber nicht eng genug am Mann.

Franco di Santo (2-): Gelungene Premiere als Zehner: Der etatmäßige Stürmer hatte in etwas zurückgezogener Position einen großen Aktionsradius und viele Ballkontakte - neben einem prima Torschuss (10.) kamen auch gute Anspiele heraus. Baute in der zweiten Halbzeit allerdings etwas ab.

Breel Embolo (2): Selten hatte er sich ein Tor so verdient wie das 2:0 in der 28. Minute, als Embolo den Fuß in einen Pass des Hoffenheimers Vogt bekam und den Ball ins leere Tor schob. Denn Embolo spulte ein großes Pensum ab und hatte Pech, dass sein vermeintlicher Treffer zuvor vom Video-Assistenten aberkannt wurde - wegen Abseits, allerdings korrekt. Wurde mit viel Applaus ausgewechselt.

Guido Burgstaller (2-): Ihm hätte man auch ein Tor gegönnt, bei zwei spektakulären Szenen (56., 66.) konnte er sich nicht belohnen. Seiner enorm engagierten Leistung tat das keinen Abbruch.

Autor: Manfred Hendriock

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