21.07.2014

MSV-Frauen

Zebras entwickeln sich zur Schweizer Garde

Als der MSV letzt Woche eine weitere Neuverpflichtung bekannt gab, war niemand verwundert, dass sich Carmen Pulver als Schweizerin entpuppte.

Mit Rahel Kiwic und Gaelle Thalmann haben in diesem Sommer bereits zwei Eidgenossinnen den Weg an die Mündelheimer Straße gefunden. Jetzt ist aus dem Duo ein Trio geworden und eine alte Bekannte hat da ein Wörtchen mitgeredet. Als Schweizer Nationaltrainerin ist Martina Voss-Tecklenburg natürlich sehr darauf bedacht, dass ihre Spielerinnen bei guten Vereinen unterkommen.

Zumal sie mit ihrer „Nati“ im nächsten Jahr bei der WM in Kanada nach der tollen Qualifikation, die die Schweiz gespielt hat, durchstarten will. Und so sieht die ehemalige Duisburgerin, die mit dem FCR zwei Mal den DFB-Pokal und einmal den UEFA-Cup gewinnen konnte, für beide Seiten eine „Win-win-Situation. Die Spielerinnen können den nächsten Schritt machen und sich der Herausforderung Bundesliga stellen, und Duisburg hat wirklich gute Verstärkung bekommen.“

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Das sieht MSV-Trainerin Inka Grings, die ja selbst in der Schweiz zwei Jahre lang Fußball gespielt hat, genauso. „Die Schweiz hat eine hervorragende Jugendarbeit und bringt daher auch immer wieder Ausnahmetalente heraus.“ Eines davon ist sicherlich Duisburgs letzte Neuverpflichtung: Carmen Pulver. Die 18-jährige Mittelfeldspielerin, für die beide Trainerinnen die Sechser-Position vorsehen, hat schon mit 17 Jahren bei der U20-WM mitgespielt. Und bei ihrem Einstand bei der A-Nationalmannschaft Anfang des Jahres gelang Pulver sogar ein Treffer. „Sie hat eine sehr intelligente Spielweise“, weiß ihre Landestrainerin. Und ihre neue Vereinstrainerin bestätigt: „Sie ist vielseitig einsetzbar.“

Und so entwickeln sich die Duisburgerinnen langsam zur Schweizer Garde, was beim MSV aber niemanden stört. Im Gegenteil: „Für uns ist es absolut positiv, die Mädels im Team zu haben“, weiß Grings. „Die sind absolut motiviert, hängen sich voll rein, denn sie haben mit der WM 2015 ein großes Ziel vor Augen. Und wo können sie sich besser darauf vorbereiten, als in der stärksten Liga der Welt?!“

Beim MSV in guten Händen

Und Voss-Tecklenburg, die inzwischen in jeder deutschen Bundesligamannschaft mindestens eine schweizer Nationalspielerin untergebracht hat, weiß ihre Schützlinge beim MSV in guten Händen. „Nicht nur sportlich, auch charakterlich sind die Mädels in Duisburg gut aufgehoben.“ Und für Voss-Tecklenburg hat die Vermittlung ihrer Spielerinnen zu den Zebras noch einen weiteren guten Effekt: Von Straelen zum MSV ist es nicht weit, und so wird die ehemalige Duisburgerin sicherlich noch ein wenig häufiger als sie es in den letzten Jahren ohnehin schon getan hat, im PCC-Stadion vor Ort sein. „Das kann sehr gut sein“, erklärt sie mit einem Lächeln.

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