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SC 20 Oberhausen
Als Sturmkante eingewechselt - doch er will MMA-Profi werden

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Elvis Prince Grohmann war auch im Elfmeterschießen erfolgreich.
Elvis Prince Grohmann war auch im Elfmeterschießen erfolgreich. Foto: Thorsten Tillmann

Elvis Prince Grohmann war einer der letzten Joker, den SC-20-Trainer Ümit Ertural gegen Union Hamborn (8:4 n.E.) reinschmiss. Er überzeugte und sprach über spannende Zukunftspläne.

In der Verlängerung baute sich Elvis Prince Grohmann an der Seitenlinie auf, um für seinen SC 20 Oberhausen gegen MTV Union Hamborn noch einmal einen entscheidenden Akzent zu setzen. Sofort schmiss sich der 33-Jährige in jeden Zweikampf, sorgte auf der Hamborner Bank für Raunen.

"Ich bin 1,95 Meter groß und wiege um die 100 Kilo", verriet Grohmann im Nachgang gegenüber RevierSport. Diese Statur hat aber nur bedingt etwas mit Fußball zu tun, auch wenn sie ihm an diesem Tag weiterhalf. Denn Grohmann ist seit rund drei Jahren Mixed-Martial-Arts (MMA)-Kämpfer und will in diesem Jahr den Sprung zum Profi schaffen.

Der Fußball sei im vergangenen Jahr zu kurz gekommen, wegen seiner Leidenschaft für den Kampfsport. "Ich trainiere fünfmal pro Woche, teilweise zweimal am Tag. Dazu arbeite ich auf der Baustelle." Ein stressiger und harter Alltag, der kaum Zeit für das Hobby Fußball lässt.

Dass Grohmann, der am 22. Juni einen MMA-Amateurkampf bestreiten wird, überhaupt für den Spielclub auflief, sei ein Freundschaftsdienst für Präsident Thorsten Möllmann gewesen. "Normalerweise hätte ich das nicht gemacht", sagte der 33-Jährige mit Blick auf ein mögliches Verletzungsrisiko.


Aber war er überhaupt spielberechtigt? Darüber herrschte auf der Hamborner Bank Uneinigkeit, als Grohmann eingewechselt wurde. Denn in der Kader-Auflistung von "Fußball.de" tauchte er nicht auf. "Natürlich war er spielberechtigt", sagte Möllmann. "Er hat das ganze Jahr nicht trainiert. Aber ich kenne ihn schon lange und weiß, was er kann."

Auch Grohmann nahm möglichen Protesten schnell den Wind aus den Segeln. "Ich war zwischendurch bei keinem anderen Verein und war spielberechtigt."

Seinen Kurzauftritt krönte Grohmann an diesem Nachmittag mit einem Tor im Elfmeterschießen, als er den Ball wuchtig unter der Latte versenkte. "An sich bin ich beim Fußball aber ganz raus. Ich bin zwar noch angemeldet, spiele aber kaum."

Dafür widmet er sich umso mehr dem Kampfsport. "Ich war schon länger in dieser Richtung interessiert. Mein Körperbau stimmt. Als der ein oder andere meinte, ob ich das nicht mal machen will, habe ich mich mal rangetraut und bin drangeblieben."

Das bedeutet für Grohmann aber auch: Disziplin. Möllmanns extra georderte Pizza- und Bierwagen musste der Hüne links liegen lassen. "Disziplin gehört dazu. Du musst immer dran sein. Deine Gegner trainieren auch. Aber wenn das alles passt, dann macht es auch Spaß und man kommt voran."

Beim MMA gehe es neben dem Training vor allem auch um das Team, das hinter einem stehe. "Dann ist eigentlich relativ egal, wer vor dir steht." Am besten liege ihm der Bodenkampf, sagte Grohmann. Dass auch im Bodenkampf geschlagen und zum Teil getreten werden darf, ist das Hauptunterscheidungsmerkmal zu anderen Vollkontaktsportarten. MMA ist eine Mischform aus vielen verschiedenen Kampfstilen. Will Grohmann Profi werden, dann muss er sie alle beherrschen.

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