Durch die 0:3-Pleite gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf verpasste der Wuppertaler SV den erhofften Befreiungsschlag. Trainer Alexander Voigt konnte sich den Leistungsabfall nicht erklären.

Regionalliga

WSV weiter sieglos - Trainer Voigt von Leistungsabfall überrascht

Julian Preuß
30. November 2019, 17:42 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Durch die 0:3-Pleite gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf verpasste der Wuppertaler SV den erhofften Befreiungsschlag. Trainer Alexander Voigt konnte sich den Leistungsabfall nicht erklären.

Die 1648 Zuschauer im Stadion am Zoo hatten auf den ersten Wuppertaler Sieg seit August gehofft. Kelvin Ofori (10.), Aymen Barkok (21.) und Shinta Appelkamp (45.) sorgten schon in der ersten Halbzeit für eine große Wuppertaler Ernüchterung. WSV-Trainer Alexander Voigt zeigte sich nach der verdienten Niederlage angefressen und wollte die Partie lieber intern analysieren.


Sein Gegenüber Nico Michaty war froh, dass die Düsseldorfer Zweitvertretung einen wichtigen Sieg in einer richtungsweisenden Partie einfuhr. „Wuppertal hatte nach zwei Minuten schon eine gute Möglichkeit, wo Maduka Okoye hervorragend hält. Von daher weiß man nie, wie die Partie verläuft, wenn der WSV in Führung geht“, meinte er nach Schlusspfiff erleichtert.

Düsseldorf erzielt die Tore im richtigen Moment

Die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken. „Wir haben im richtigen Moment die Tore erzielt. Da hat sich auch die individuelle Klasse der einzelnen Spieler gezeigt“, analysierte Michaty. Beim Wuppertaler SV blitzte diese spielerische Qualität nur sehr selten auf. Vielmehr beobachtete Trainer Alexander Voigt einen Rückschritt gegenüber den Spielen gegen Fortuna Köln und Rot-Weiss Essen.


„Eigentlich habe ich uns auf einem Weg gesehen, der nach oben und nicht nach unten zeigt“, erklärte Voigt knapp und ergänzte: „Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass die Mannschaft noch so eine erste Halbzeit spielen kann, wie sie es gegen Fortuna Düsseldorf gezeigt hat. Das kam überraschend.“ In den Worten von Voigt, der den WSV ehrenamtlich als Trainer betreut, ließ sich eine gewisse Ratlosigkeit erahnen.

Blutige Achillessehne: Marzullo verletzt raus

Die Leistung seines Teams kommentierte der 41-Jährige nicht weiter. „Den Rest bespreche ich lieber intern. Das ist besser“, so Voigt. Mit Blick auf die kommenden Wochen bis zur Winterpause wurde er aber deutlich. „Fakt ist, dass wir schleunigst die Kurve bekommen müssen. Wir müssen aufhören darüber zu reden, wann wir die nächste Chance erhalten“, sagte der WSV-Trainer.


Ob Gianluca Marzullo in der kommenden Woche beim Auswärtsspiel gegen Alemannia Aachen (Sa., 7.12., 14 Uhr) der Mannschaft helfen kann, ist fraglich. Der 28-Jährige, der mit neun Treffern bester Torschütze an der Wupper ist, verließ kurz vor Ende der Partie mit der Hilfe von zwei Betreuern den Rasen. „Er hat eine Wunde an der Achillessehne und kann kaum auftreten“, beschrieb Voigt den Gesundheitszustand seines Stürmers.

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01.12.2019 - 22:41 - Überdingen

Danke für die Info aus dem Tal....dann toi toi toi....obwohl Homberg gönne ich es auch....dann wird die Luft aber schon sehr dünn.

01.12.2019 - 11:19 - Jünther, Jötz und Jürgen

Im Fußball und im normalen Leben ist es doch ganz einfach. Eine Flasche ist früher leer, wenn Sie vor der Saison nicht voll war. Wir wollen sagen, wenn du einen Etat von 300´000,00 zur Verfügung hast, bekommt man dafür heute keine funktionierende Regionalligamannschaft auf den Platz. Dies soll nicht respektlos gegenüber den Spielern wirken. Im Gegenteil.
Wir haben echte Hochachtung vor dieser Truppe. Woche für Woche versuchen diese Jungs aus dem Loch rauszukommen.
Zum Schal. Frustriert darf man sein. Der Schal war aber verschließen und der Fan hatte einen Neuen um. Noch ist alles drin. Die anderen haben auch keinen Lauf. Sollte der Verein diese Saison überstehen und die Liga halten, wird man gestärkt in die neue Saison gehen.

01.12.2019 - 02:08 - Überdingen

J.J.J.....ich hab da en Schal von euch in der Mülltonne liegen sehen...wat soll dat denn?....die Saison ist doch noch sooo lang.
am Zoo...ist es wirklich so schlimm? Hab sowas von...harter Tobak...Trainer resigniert...Flasche leer...schlechteste Mannschaft seit Jahrzehnten ect. gelesen.
Aber auch positives...die Kinder vom Stadion Zoo...und Fans sind gemeinsam bereit die Welt zu erobern...da bin ich gespannt.
Und bald ist Weihnachten....daaa kommt ein "Zimmermann" der allen helfen kann.
Entschuldigt diesen Post...ich bin nicht mehr ganz nüchtern...schrieb ein wsvFan....also ich sag ma so...is ok...kann ich verstehen.
Es ist noch gar nicht so lange her da haben wir ein tolles Spiel gegeneinander gehabt...also strengt euch an;)
Gruß vom KFC.....

30.11.2019 - 18:06 - Julius.Oppermann

Wuppertal spielt in einer ganz anderen Liga zusammen mit Lotte. Beide kämpfen gegen die Insolvenz Kopf an Kopf. Der grüne Rasen spielt jetzt eher ein untergeordnete Rolle.
Ich sehe Wuppertal im Augenblick vorne.