Fußball-Drittligist FC Viktoria Köln hat die Planungen für die neue Spielzeit aufgenommen. Die Kölner sind seit neun Spielen in Serie ohne Niederlage und haben frühzeitig alle Abstiegssorgen zur Seite legen können. Zehn Spieler stehen für die neue Saison unter Vertrag.

3. Liga

Viktoria Köln: Zehn Mann fix - so plant Wunderlich die neue Saison

26. April 2021, 17:10 Uhr
Franz Wunderlich ist seit Jahren der starke Mann beim FC Viktoria Köln. Foto: Thorsten Tillmann

Franz Wunderlich ist seit Jahren der starke Mann beim FC Viktoria Köln. Foto: Thorsten Tillmann

Fußball-Drittligist FC Viktoria Köln hat die Planungen für die neue Spielzeit aufgenommen. Die Kölner sind seit neun Spielen in Serie ohne Niederlage und haben frühzeitig alle Abstiegssorgen zur Seite legen können. Zehn Spieler stehen für die neue Saison unter Vertrag.


Nach Platz zwölf und 51 Punkten in der ersten Drittliga-Saison liegt der FC Viktoria Köln auf gutem Kurs, die Premieren-Spielzeit nach dem Aufstieg zu toppen. Aktuell, nach 34 Begegnungen, liegt der Klub aus Köln-Höhenberg mit 48 Zählern auf Rang acht. 

Kein Wunder, dass rund um Höhenberg eine gute Stimmung herrscht. Mäzen Franz-Josef Wernze ist zufrieden, Sportchef Marcus Steegemann ist zufrieden und das gilt auch für Trainer Olaf Janßen sowie Sportvorstand Franz Wunderlich, mit dem RevierSport über die aktuelle Saison sowie die nächste Serie gesprochen hat.

Vorab: Mit Kai Klefisch, Lucas Cueto, Timmy Thiele, Albert Bunjaku, Sebastian Mielitz, Alexander Höck, Mike Wunderlich, Dario de Vita, Youssef Amym und Jeremias Lorch besitzen zehn Spieler aus dem aktuellen Kader ein gültiges Arbeitspapier für die neue Spielzeit 2021/2022. Fakt ist auch, dass André Weis (Fortuna Köln) den Klub verlassen wird. 16 Kontrakte laufen aus.

Franz Wunderlich, wie erklären Sie sich den aktuellen Erfolgslauf des FC Viktoria Köln?
Es ist immer einfach zu sagen, dass alles richtig gemacht wird, wenn man Erfolg hat. Aber das ist ja nicht so. Im Nachhinein muss man sagen, dass wir sehr, sehr viel investiert haben, um diese Form zu erreichen. Wir haben uns von Pavel Dotchev getrennt, der zweifelsohne ein super Trainer ist. Das beweist er in Duisburg. Mit Olaf Janßen hat die Mannschaft aber jetzt einen Mann als Führungskraft, der die Art und Weise unseres Spiels verändert hat. Vielleicht passt diese einfach besser zu dem Kader. Es ist schon herausragend, wie die Mannschaft das umsetzt, was der Trainer von ihr verlangt. Diese Umsetzung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Hand aufs Herz: Erwischen Sie sich manchmal, wie Sie die verlorenen Spiele in Gedanken durchgehen, die sie nicht verlieren mussten? Vielleicht wäre die Viktoria dann noch im Aufstiegskampf dabei...

Ach, überhaupt nicht! Das wäre auch dumm, das zu tun. Niemand weiß, was gewesen wäre. Deshalb ist es auch immer müßig, sich über die Vergangenheit Gedanken zu machen. Manchmal sollten sich auch die Spieler hinterfragen, warum sie plötzlich nach einem Trainerwechsel liefern und vorher nicht so die Leistung gebracht haben. Wir hatten vor der Saison aber auch Jungs geholt wie René Klingenburg, Maximilian Rossmann, Timmy Thiele oder Marcel Risse, die bei ihren Vereinen weniger gespielt haben. Das muss sich dann auch erst einmal alles zusammenfinden. Jetzt sind die Jungs natürlich da, wo wir sie haben wollen und sie wissen ganz genau, was wir von ihnen erwarten.

Blicken Sie am Ende auf eine gute Saison zurück?
Wenn wir einen einstelligen Tabellenplatz und über 51 Punkte erreichen, dann bin ich sehr zufrieden. Dann hätten wir die vergangene Spielzeit getoppt und wir hätten wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben wichtige Erfahrungen sammeln können und wichtige Erkenntnisse gezogen. Im Erfolg lässt sich auch viel verblenden. Wir haben aber darauf geachtet, dass wir das nicht tun. Wir sind froh, dass wir die Kurve bekommen haben und steuern jetzt in der Endphase auf eine gelungene Saison zu.

Nur zehn Spieler stehen aktuell für die neue Spielzeit unter Vertrag. Wird es einen Umbruch geben?
Das denke ich nicht. Unser Trainer Olaf Janßen sagt auch immer wieder, dass es besser ist mit Spielern zu arbeiten, die die Philosophie kennen und nicht erst wieder erlernen müssen. Wir werden schon noch mit einigen Jungs verlängern. Aber natürlich auch externe Transfers tätigen. Das wird sich aber im Rahmen halten. Wir sind aktuell in den Gesprächen mit unseren Jungs. Wir prüfen erst einmal den eigenen Bestand. Bis Ende April wissen dann unsere Spieler, woran sie sind. 

Sie sind 57 Jahre alt und haben mal angedeutet, dass sie den Job nicht mehr lange ausüben wollen. Geht es denn mit Franz Wunderlich in die neue Saison? Und: Greift die Viktoria im dritten Drittliga-Jahr an?
Das mit dem Angriff, der Attacke lassen wir mal sein. Wir wollen erst die Saison zu Ende spielen, dann schauen wir, wie unser Kader aussieht. Dann kann man die Frage irgendwann im Sommer wieder stellen. Was mich angeht, kann ich sagen, dass ich in die nächste Saison gehen werde. Der Job bei der Viktoria ist ja kein normaler Job wie bei einem anderen Klub. Ich habe hier viele Freiheiten und viele Unterstützer. Wir machen das alles gemeinsam. Ich bin auch in der Lage, dass ich irgendwann selbst entscheiden kann, wann es vorbei ist. Noch ist es aber nicht so weit (lacht).

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