VfL darf Negativ-Trend nicht ignorieren

10.02.2019

Bochum

VfL darf Negativ-Trend nicht ignorieren

Foto: firo

Nach der zweiten Niederlage in Folge in der zweiten Bundesliga droht der VfL Bochum im Mittelfeld der Tabelle zu versinken. Der aktuelle Trend darf nicht ignoriert werden. Ein Kommentar.

„Wir werden auch jetzt wieder aufstehen. Wir werden nicht sagen, dass die Saison zu Ende ist und wir nicht mehr spielen“, sagte VfL-Torwart Manuel Riemann nach dem 1:2 im eigenen Ruhrstadion gegen Aufsteiger SC Paderborn. Und das ist auch mehr als nötig. Denn nach der zweiten Pleite in Folge macht sich langsam Ernüchterung in Bochum breit - dem VfL droht ein langweiliges Saisonende. Denn bei vier Punkten Rückstand auf Platz sieben ist sogar das formulierte Minimalziel vor der Saison vorerst ein gutes Stück entfernt. An den Relegationsplatz denken - bei sieben Punkten Rückstand auf Union Berlin - momentan selbst die größten Optimisten nicht. Der VfL muss aufpassen, dass er sich das, was er sich seit nunmehr fast genau einem Jahr mühsam aufgebaut hat, nicht leichtfertig verspielt.


Nach dem 21. Spieltag der vergangenen Saison hatte der VfL 23 Punkte auf dem Konto - Platz 16 war nur einen Zähler entfernt. Es stimmt: Bochum steht momentan wesentlich besser da als im vergangenen Jahr, in der Hinrunde glänzte man zum Teil auch spielerisch, es kehrte eine wohltuende Ruhe rund um den Pott-Klub ein. Es gibt auch jetzt noch überhaupt keinen Anlass, alles und jeden infrage zu stellen und am großen Ganzen zu zweifeln. Aber: Der aktuelle Negativ-Trend darf nicht ignoriert werden. 


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Schon nach dem 2:1-Erfolg zum Auftakt in die Restrunde gegen den MSV Duisburg war die Dutt-Elf teilweise zu nachlässig, beim 0:3 in Sandhausen verlor sie in der zweiten Halbzeit komplett die Nerven, zuhause gegen Paderborn kam kaum ein Spieler annähernd an sein eigentliches Leistungsniveau heran. Kein Auftritt im neuen Jahr überzeugte restlos. Zusammen mit den Testspielen aus der Wintervorbereitung hat der VfL sechs Spiele absolviert. Die Bilanz: Ein Sieg, ein Unentschieden, vier Pleiten. Aus drei Pflichtspielen sammelte Bochum lediglich drei Zähler. Und während die Mannschaften über Bochum konstant punkten, verliert der VfL immer mehr den Anschluss an die oberen Ränge.

Beim krisengeplagten FC Ingolstadt ist am kommenden Wochenende (Samstag, 13 Uhr) ein Sieg deswegen fast schon Pflicht, um einerseits wieder in die Spur zu finden und andererseits zumindest den Anschluss nach oben nicht zu verlieren - sonst droht eine Spielzeit im Niemandsland der zweiten Bundesliga.

Autor: Christian Hoch

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11.02.2019 - 18:28 - PRE

FAngen wir mit der Überschrift an: Wo - in diesem Text oder sonstwo - hat irgendjemand vom VfL angedeutet die letzten Niederlagen ignorieren zu wollen? Typische RS Schlagzeile ohne jeglichen Bezug zum Text, hauptsache reißerisch.
Ich hatte gehofft, das wäre nach P. Rentsch vorbei.
Und dann die Fakten (ich weiß, Fakten zählen nicht, nur unbewiesene Behauptungen).
In der bisherigen Rückrunde (4 Spiele) haben von den oberen Mannschaften nur Heidenheim (10) und Paderborn (9) deutlich mehr gepunktet. Kiel hat 7 Punkte, St Pauli, und Union wie der VfL 6, Köln und Hamburg mit den noch ausstehenden Spielen auch maximal 6 Punkte.
Also "die Mannschaften über Bochum punkten kostant" stimmt einfach nicht. Um das zu sehen muss man kein Sportjournalist sein, ein einfacher Blick in die Tabelle reicht. Vielleicht muss man aber Journalist sein, um das zu ignorieren.

11.02.2019 - 10:15 - na-und

Riemann hat ein Riesenspiel des VfL gesehen, Dutt dagegen einen VfL, an dem es viel zu kritisieren gibt und der verdient verloren hat. Unterschiedlicher hätten die Meinungen nicht auseinander liegen können. Dabei hätte doch jeder sehen können, wieviel Mängel der VfL einerseits im Defensivverhalten, andererseits im Offensiverhalten hat. Wenn man jetzt noch die Negativentwicklung im neuen Jahr sieht, kann man froh sein, dass man sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle befindet. Aber die Vorfreude auf den Rest der Saison ist auch verschwunden. Und man hört nicht wenige Stimmen, die schon das Ende der Saison herbeisehnen. Das ist nach 21 Spielen sehr sehr schade.

11.02.2019 - 09:06 - udohammerling

Solange Herr Dutt den Jungs nicht beibringt, wie man sich gegen einen aggressiv kämpfenden Gegner durchsetzen muss, werden diese Ergebnisse leider an der Tagesordnung sein.
Nur mit Schönspielerei kann man in dieser Liga keinen Blumentopf gewinnen!

10.02.2019 - 20:45 - Hayafranky

Punktespender !
Ingolstadt haut die Pfeifen auch weg ??

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