2. BL

VfL Bochum: Trainer Thomas Reis trauert „zwei verlorenen Punkten“ hinterher

Tizian Canizales
02. Oktober 2020, 21:44 Uhr
Bochums Trainer Thomas Reis musste gegen den VfL Osnabrück mit ansehen, wie seine Mannschaft zahlreiche Chancen vergab. Foto: dpa

Bochums Trainer Thomas Reis musste gegen den VfL Osnabrück mit ansehen, wie seine Mannschaft zahlreiche Chancen vergab. Foto: dpa

Vor 4231 Zuschauern trennte sich der VfL Bochum vom VfL Osnabrück am Freitagabend mit einem 0:0. Für Bochum-Trainer Thomas Reis bleiben nach 90 intensiven Minuten „zwei verlorene Punkte“.

Es waren acht Minuten Mitte der ersten Halbzeit, in denen der VfL Bochum sich für eine engagierte Leistung hätte belohnen müssen. „Gefühlt hast du von der 18. bis zur 26. Minute vier, fünf Hochkaräter, die du einfach nutzen musst, um in Führung zu gehen“, kommentierte VfL-Cheftrainer Thomas Reis die verrückteste Phase des 0:0-Unentschiedens gegen den VfL Osnabrück

 
In dieser Zeit schafften es Milos Pantovic (18., 20.), Simon Zoller (19.) und Silvère Ganvoula (20., 26.) nicht, den bis dahin ungefährlichen Gastgeber in Front zu schießen. Gerade mit Blick auf den zuletzt so treffsicheren Zoller machte sich Reis jedoch keine Sorgen, dass dem VfL in vorderster Linie ein Knipser fehlen könnte. „Ich mache mir darüber keine Gedanken, da wir genügend Offensivspieler haben, die mit Sicherheit in der Lage sind, Tore zu machen."

VfL-Trainer Reis sieht „Bruch" nach der Pause

Insgesamt zeigte der VfL Bochum einen engagierten Auftritt, bei dem nach der Pause zwar lange die zwingenden Chancen fehlten, jedoch die Defensive sicherer als noch im ersten Heimspiel gegen den FC St. Pauli stand. Beim damaligen 2:2 hatte sich der VfL kurz vor Schluss durch zwei Gegentore noch den Heimsieg nehmen lassen. 


„In der zweiten Halbzeit war schon ein Bruch drin. Wir haben viel mit langen Bällen operiert und unsere spielerischen Elemente vermissen lassen“, analysierte Reis, der nach 77 Minuten mit dem Doppelwechsel Thomas Eisfeld und Danny Blum für Simon Zoller und Robert Zulj erstmals frische Kräfte von der Bank in die Partie brachte. 

Reis erklärt späte Wechsel und bleibt optimistisch

„Ich glaube, ich habe keine Zeit verschenkt, weil wir einfach zu viele lange Bälle gespielt haben. Wir wollten eigentlich den Gegner vor Aufgaben stellen und unser Positionsspiel verbessern. Ich glaube aber nicht, dass es daran lag, dass wir spät gewechselt haben“, kommentierte Reis weiter. Nach 82 Minuten hatte er dazu noch Soma Novothny für den unglücklich agierenden Ganvoula auf den Rasen geschickt.


An das Niveau aus Hälfte eins kam der VfL Bochum dennoch nicht mehr heran. Erst nachdem Osnabrücks Bashkim Ajdini mit Gelb-Rot vom Platz flog (83.), drückte Reis' Mannschaft nochmal verstärkt auf den Siegtreffer. Fallen wollte dieser jedoch nichtmehr, sodass Bochums Cheftrainer nach Abpfiff wie schon gegen St. Pauli zwei möglichen Extrapunkten nachtrauern musste. 

„Im Großen und Ganzen sind es aufgrund der Chancenverhältnisse schon zwei verlorene Punkte. Nichtsdestotrotz hat Osnabrück alles dafür getan, um den Punkt mitzunehmen“, fasste Reis zusammen und fokussierte sich auf die positiven Aspekte der ersten drei Saisonspiele. „Wir müssen mit dem Punkt leben. Osnabrück ist ungeschlagen, wir sind ungeschlagen. Gerade weil aber auch wieder mehr Zuschauer da waren, hätte ich gerne dreifach gepunktet. Trotzdem bin ich mit dem Start zufrieden. Wir müssen nun schauen, dass wir aus der Pause gut rauskommen und unsere Chancen besser nutzen.“

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03.10.2020 - 11:13 - na-und

Das Verhalten von Reis bezüglich Auswechselungen ist eine Katastrophe. Man sagt ihm ja nach, dass er in sich ruht. Aber man hat das Gefühl, er schläft im Stehen am Spielfeldrand. So werden wie gegen St. Pauli auch wieder 2 Punkte einfach verschenkt. Mit diesem Trainer wird man nicht lange oben in der Tabelle bleiben.

03.10.2020 - 02:53 - meinvfl

Ich kann dem Keeper von Linden-Dahlhausen nur beipflichten. Schon gegen Pauli hätte Thomas Reis Mitte der 2 Halbzeit frische Leute bringen müssen. Auch die verlorenen 2 Punkte gehen auf sein Konto. Darüber hinaus finde ich, dass dem heutigen Gegner schon unter der Woche viel zu viel Respekt entgegen gebracht wurde. Dem entsprechend vorsichtig fing seine Truppe dann das Spiel auch an.
Reis hat zu viel Muffe und zeigt keinerlei Bereitschaft zum Risiko. Auch heute gab es wieder mehrere schwache Spieler, die er früher hätte austauschen müssen. Wenn er das nicht ändert, spielt der VfL nie oben mit. Im Gegenteil, irgend wann kommt dann die nächste Trainerdiskussion.

02.10.2020 - 23:14 - KeeperLDSV

Da möchte ich T.R. dann doch herzlich gratulieren, wenn er mit diesem Saisonstart zufrieden ist.
Sicher hatte man in der 1. Hälfte 5!!! gute Minuten, das ist mir aber in einem Heimspiel gegen Osnabrück zu wenig und nicht zufriedenstellend!
Vom Zusehen bekommt man teilweise Augenkrebs, es fehlt genau wie in der Hinrunde der letzten Saison jegliches Tempo. Und dadurch gibt es überhaupt kein Umschaltspiel!
Zulj, Losilla und Tesche sind das langsamste Mittelfeld der gesamten Liga! Genau das habe ich übrigens letztes Jahr schon geschrieben und was hat der "Kaderplaner" daraus für Konsequenzen gezogen? Richtig, gar keine! Und Weilandt, Eisfeld und Maier sind ebenfalls nicht in der Lage das zu ändern!

Jetzt sieht man nämlich erst mal was Osei-Tutu in der Rückrunde für die Offensive wert war, nicht nur durch sein Tempo sondern weil er auch was mit dem Sportgerät anfangen konnte. Er war der Spieler der in der Rückrunde den Unterschied machte! Da ist nicht ansatzweise Ersatz gefunden worden!
Cardiff ist übrigens so blöde und stellt ihn wieder als RV auf!

Ganvoula ist von seiner Technik eher ein Kreisligaspieler, Entschuldigung an alle Kreisligaspieler, fühlt sich aber wie ein Weltklassespieler und braucht dringend mal wieder einen Denkzettel! Nach dem Dortmund Spiel war er wohl schon wieder im Olymp des Fußballs angekommen!

Ich würde es nach der Länderspielpause auf jeden Fall mal mit Novothny und Chibsah für Ganvoula und Tesche angehen!
Die sind dann beide lange genug bei der Truppe um zumindest 60 Minuten Gas zu geben.

Mir geht es auch auf den Keks das T.R. immer erst so spät wechselt, vor allem wenn es so schlecht läuft und man 5x wechseln darf!
Und zu Hause hat man früher auch kurz vor Schluss dem Gegner nochmal ein Zeichen gesendet indem man mutig gewechselt hat und nicht nur Positionstreu! Vor allem wenn der Gegner in Unterzahl spielt. Ich habe da immer das Gefühl das man da ganz schön Muffensausen hat beim VfL!
Ich wechsele doch nicht 10 Minuten vor Schluss bei 0:0 in Überzahl Mittelstürmer gegen Mittelstürmer, das ist doch ein schlechter Witz!

Es gibt übrigens auch kein Team in dieser Liga, das öfter zum Torwart zurück spielt wie unsere Truppe und das teilweise von der Mittelinie und sogar aus der gegnerischen Hälfte!
Der Spielmacher des VfL Bochum heißt also eigentlich Manuel Riemann, das sollte ein Trainer eigentlich erkennen und schnellstens ändern!
Ich frage mich wer dafür verantwortlich ist. Sollte es nicht der Trainer sein, muss er es den Spielern mit dem Holzhammer eintrichtern damit sie es endlich begreifen!
Von den Leistungen der Rückrunde ist diese Truppe auf jeden Fall meilenweit entfernt!
Glück Auf!