Oberliga Westfalen

SV Schermbeck: Auch Spielpech und Corona mindern nicht die Fußball-Lust

RevierSport
04. November 2020, 14:32 Uhr
Symbolbild. Foto: Markus Weissenfels

Symbolbild. Foto: Markus Weissenfels

Für die Mannschaft von Trainer Sleiman Salha hätte die Saison ungünstiger nicht beginnen können. Das Team startete nach einer zweiwöchigen Quarantäne in den Spielbetrieb und die unzulängliche Vorbereitung machte sich in den bislang gespielten Partien häufig bemerkbar. 

Beim Rückblick auf die sieben bisher ausgetragenen Partien des SV Schermbeck in der Oberliga Westfalen beschleichen Coach Sleiman Salha gemischte Gefühle. „Für uns persönlich war natürlich der Start extrem unglücklich“, zieht der Coach, der als aktiver Spieler in der U17 von Rot-Weiss Essen mit Mesut Özil kickte, eine durchwachsene Bilanz.

„Zwei Wochen Quarantäne, zwei Trainingseinheiten und dann mit Vreden, Ennepetal und Rhynern drei richtig schwere Spiele binnen kurzer Zeit. Das war schon ein großes Pensum für meine Jungs“, gibt Salha einen Einblick in den holprigen Saisonbeginn. Unter normalen Umständen hätten für den 32-Jährigen gut und gerne einige Punkte mehr aus den bisherigen Partien herausspringen können, obwohl sich das Spielglück im letzten Auswärtsspiel vor der Corona-Unterbrechung (3:1 bei Eintracht Rheine) auch mal auf die Seite des SVS schlug. „In solch einer ungewöhnlichen Saison wird jeder früher oder später definitiv für seinen Aufwand belohnt“, glaubt der Deutsch-Libanese hier an ausgleichende Gerechtigkeit. 

Schermbeck beginnt kommende Woche mit dem Cyber-Training

Unterdessen mutmaßt Salha, dass die jetzige Spielzeit den meisten Vereinen sehr viel abverlangt. „So sehr wir uns alle wieder nach Fußball gesehnt haben – vielleicht wäre ein bisschen mehr Zeit zwischen den beiden Saisons im Nachhinein nicht so schlecht gewesen“, resümiert der Coach. Trotzdem gibt sich Salha kämpferisch im Hinblick auf einen erneuten Restart der Liga: „Wir haben weiterhin richtig Bock, uns weiterzuentwickeln und uns mit allen Mannschaften zu messen.“

Die Liga sei aufgrund der Aufstockung etwas unberechenbarer als in den Jahren zuvor. „Natürlich sind jetzt noch immer Teams dabei, die eigentlich im Sommer abgestiegen wären“, so die Feststellung Salhas. Durch die zusätzliche Aufstockung könne insgesamt davon gesprochen werden, dass sich die Qualität der Liga etwas verringert habe. 


Mit der Perspektive auf die Fortsetzung der Hinrunde gibt Salha Einblicke in die Schermbecker Trainingsmethoden während des Corona-Lockdowns: „Jeder Spieler bekommt vom Trainerteam einen individualisierten Laufplan. Ab nächster Woche geht es dann auch mit gemeinschaftlichem Cyber-Training los“, erklärt der Coach. „Wir wollen die Saison fortführen und nach unseren Möglichkeiten mit maximalem Erfolg beenden, egal wie“, will der Trainer die Spannung auch in der jetzigen Phase hochhalten. 

Autor: Philipp Kappenstein

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