Kreisliga A2 Essen

SuS Haarzopf: "Andere haben Existenzängste, wir nicht"

Philipp Kappenstein
01. Januar 2021, 18:00 Uhr
Foto: firo

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Erst seit zwei Spieltagen betreuen Dusan Trebaljevac und Marco Thomas die erste Mannschaft des SuS Haarzopf in der Kreisliga A2 Essen. Nachdem die Trainer ihre Mannschaft jüngst übernommen haben, verbringen die Grün-Weißen den Corona-Break derzeit auf dem vierten Tabellenrang (15 Punkte). Trebaljevac führte das Gespräch mit RevierSport im Namen des Trainerteams..

Dusan Trebaljevac, die Saison wurde erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?

Die Frage ist ein wenig schwierig zu beantworten. So einen richtigen Höhepunkt gab es noch nicht, weil wir erst zwei Partien zusammen bestritten haben. Da kann man eher sagen, dass mich die Niederlage im Spitzenspiel gegen SuS Niederbonsfeld (2:3) noch immer ärgert. Aber ich habe sehr viel Hoffnung, dass uns noch viele Höhepunkte erwarten. 

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?

Zuerst sollte man nicht außer Acht lassen, dass es natürlich Menschen gibt, die ernsthaft von dieser großen Krise betroffen sind. So wird das Problem des Amateurfußballs fast wieder zur Nebensache. Trotzdem sind wir natürlich traurig darüber, gerade nicht gegen den Ball treten zu können. Es wäre wirklich schön, wenn wir zumindest die Hinrunde irgendwann im kommenden Frühjahr beenden könnten, damit man ein halbwegs ordentliches Bewertungsmaß für die Saison hat. Besonders denke ich aber immer an die Vereine der Ober- oder Regionalliga. In deren Planungen für eine Saison steckt viel mehr finanzieller Aufwand, die die Klubs natürlich auch durch Zuschauerzahlen im Normalfall dringend wieder reinholen müssen. Andere haben Existenzängste, wir nicht. 

Auch die Amateurfußballer- und Trainer sind verrückt nach diesem Sport. Wie erleben Sie diese unfreiwillig lange Fußballpause?

Wir haben unter den Seniorentrainern des Vereins einen sehr engen Austausch. So konnten wir zusammen konkrete Vorgaben entwickeln, mit denen wir unsere Spieler auch aktuell beschäftigen. Die Jungs machen Konditions- und Krafttraining. Ich bekomme auch nicht mit, dass das ein Problem ist. Durch Reports zu Laufleistungen sieht jeder über den mannschaftsinternen Chat, was der andere für sich getan hat. Das spornt an. Gerade würden wir uns aber so oder so in der offiziellen Winterpause befinden, deswegen darf die Mannschaft jetzt auch gerne einfach mal gar nichts tun. 

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist? Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?

Die Lust am Fußball wird viel größer werden. Für aktive Spieler ist es doch gerade eine Qual, einfach kein rundes Leder am Fuß zu haben. Aber auch deswegen wird die Freude unermesslich sein, wenn man irgendwann wieder kicken darf. 

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