Die Corona-Krise hat große Auswirkungen auf den Fußball. Bei Schalke 04 sind auch die Transferplanungen massiv betroffen.

Bundesliga

Schalke: Trainer David Wagner spricht über Transferpläne

Robin Haack
06. Mai 2020, 11:13 Uhr
Schalke-Trainer David Wagner will seiner Philosophie treu bleiben. Foto: firo

Schalke-Trainer David Wagner will seiner Philosophie treu bleiben. Foto: firo

Die Corona-Krise hat große Auswirkungen auf den Fußball. Bei Schalke 04 sind auch die Transferplanungen massiv betroffen.

Die Corona-Krise hat bei Schalke 04 sämtliche Transferplanungen durchkreuzt. In einem Interview mit der "Sport Bild" sagte Trainer David Wagner: „Wir brauchen uns nichts vorzumachen: Wir können aktuell alle vorher angestellten Überlegungen mehr oder weniger in die Tonne klappen.“

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise und herrscht bei Schalke und den anderen Klubs der Bundesliga große Unsicherheit, was die Planungen für die kommende Saison angeht. Noch steht nicht endgültig fest ob und in welcher Form die Liga fortgesetzt wird. „Solange darüber keine Klarheit herrscht, gibt es auch keine Klarheit über Budgets und Pläne“, stellt Wagner klar.

Schalke-Trainer Wagner will seiner Philosophie treu bleiben

Trotz dieser unklaren Aussichten will der Coach nicht von seiner Philosophie abweichen. Sein Ziel ist es, auf Schalke weiter auf junge und entwicklungsfähige Spieler zu setzen. „Wir wollen eine bestimmt Art vom Fußball entwickeln“, sagt er. „Wir stellen einen Kader mit sehr vielen Eigengewächsen, die in dieser Saison eingesetzt wurden. Diesem Weg wollen wir treu bleiben. Dass es die aktuelle Situation für uns nicht einfacher macht, ist klar. Dennoch bleiben wir unserem Weg treu, weil wir zu 100 Prozent davon überzeugt sind.“


Zu möglichen Abgängen konnte Wagner keine klare Prognose abgeben. „Wir wollen natürlich mit diesem ganz spannenden, talentierten und mit Schalker Blut gefüllten Kader weiterarbeiten, nach Möglichkeit noch mehrere Jahre. Gleichzeitig versuchen wir, die Mannschaft weiter zu verstärken“, erklärte der 48-Jährig. „Ob wir beides hinbekommen, das muss man nun abwarten.“

S04-Trainer fühlt sich wie in einem Science-Fiction-Roman

Mit Blick auf die Entwicklung der Fußball-Branche in Corona-Zeiten fühlt sich Wanger aktuell „wie in ein Science-Fiction-Roman“. „Es ist etwas passiert, mit dem niemand gerechnet hat“, sagt er. „Ich selbst habe das Thema Corona in seiner Langwierigkeit am Anfang auch unterschätzt. Wenn mir einer diese Story als Inhalt für ein Buch erzählt hätte, hätte ich gesagt: krass!“

Aus diesem Grund, so glaubt Wagner, sollte man den Vereinen keine Vorwürfe machen, dass in den vergangenen Jahren keine Rücklagen für solche Situationen gebildet wurden. „Aus dieser Krise müssen wir indes lernen“, findet er.

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06.05.2020 - 23:15 - Alles für Schalke

Naja, eine Lehre wird auf jeden Fall sein, dass nur Vereine, die ausgegliedert haben, auf dem Transfermarkt aktiv sein können und das ganze Thema gut überstehen werden. Solange wir nur ein eingetragener Verein sind, sind wir eh auf Dauer nicht überlebensfähig.