Schalke 04 ohne Clemens Tönnies - das erschien lange undenkbar. Am Dienstag verkündeten die Königsblauen seinen Rückzug. Hier gibt es Reaktionen auf das Schalke-Aus von Tönnies.

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Schalke: Reaktionen zum Tönnies-Rücktritt

RevierSport
01. Juli 2020, 10:28 Uhr
Foto: firo

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Schalke 04 ohne Clemens Tönnies - das erschien lange undenkbar. Am Dienstag verkündeten die Königsblauen seinen Rückzug. Hier gibt es Reaktionen auf das Schalke-Aus von Tönnies.

Sebastian Hartmann, SPD-Chef von Nordrhein-Westfalen

"Arbeiterverein, Solidarität und Tradition - dazu passte Clemens Tönnies mit seinem Geschäftsgebaren und den unsäglichen und menschenverachtenden Arbeitsbedingungen in seinen Schlachtbetrieben nicht. Der Schritt von Clemens Tönnies, zurückzutreten, war lange überfällig. Schalke 04 braucht jetzt einen Neustart. Tönnies selbst darf sich jedoch nicht einfach so aus der Affäre stehlen. Er muss für die Schäden, die durch sein ausbeuterisches System entstanden sind, nach wie vor gerade stehen."

Klaus Fischer, Ikone auf Schalke

"Wo sollen die denn jetzt das Geld herkriegen? Ohne Clemens Tönnies werden wir ganz schweren Zeiten entgegengehen. Man darf nicht vergessen: Tönnies hätte auch die Kontakte gehabt, die im Falle einer Ausgliederung ein Millionenpaket geschnürt hätten", sagte er bei t-online.

Stefan Barta, Organisator der vergangenen Fanproteste

Barta sagte: "Freude oder Genugtuung ist sicherlich fehl am Platz, aber dies ist ein wichtiger Tag für den FC Schalke 04. Ich bin froh, dass Clemens Tönnies den Weg frei gemacht hat für einen Neuanfang. Es wird Zeit, dass der Verein finanziell, sportlich und vor allem moralisch wieder in ruhiges Fahrwasser kommt. Da sind sich sicherlich alle Fans und Mitarbeiter einig. Meine Sorgen und Ängste um unseren Verein sind auf jeden Fall kleiner geworden. Grundlegend bleibt festzuhalten, dass eine Reform der Satzung und Gremien unumgänglich ist. Der Rücktritt von Clemens Tönnies ist ein erster Schritt, trotzdem muss sich jetzt noch einiges ändern. Manches wird seine Zeit brauchen, manche Erfolge erst später sichtbar werden – wir müssen geduldig sein. Wichtig ist, dass wir Schalker jetzt zusammenhalten. Dass dies gelingt, davon bin ich felsenfest überzeugt."

Heribert Bruchhagen, Ex-Funktionär von Schalke 04

"So ganz überrascht war ich nicht, denn ich weiß um die Anspannung, die im Augenblick um Clemens Tönnies herum besteht. Aber wie gesagt, das ist kein Augeblick der Freude. Ich habe Clemens Tönnies viele Jahre begleiten dürfen und tolle Schalker Zeiten mit ihm erlebt, für die er verantwortlich ist. Es gibt das Vereinslied "Tausend Freunde, die zusammenstehen, dann wird der FC Schalke niemals untergehen" - aber wenn die sportlichen Ergebnisse nicht so stimmen, dann kommt natürlich an den handelnden Personen Kritik auf. Clemens Tönnies war das Gesicht des FC Schalke 04, ob er es wollte oder nicht. Insofern überrascht mich dann diese Entwicklung doch nicht", sagte Bruchhagen bei Sky.

Kornelia Toporzysek, Richterin und ehemaliges Mitglied des Schalker Ehrenrates auf Twitter

Peter Lohmeyer, Schauspieler und S04-Fan

"Schalke ist mehr als er. Schalke ist ein Traditionsverein. Der immer mehr davon verliert, je weiter er sich von der Basis entfernt", sagte er gegenüber WDR2.

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01.07.2020 - 23:16 - Alles für Schalke

@ali_hb: Guter Beitrag, das sehe ich auch so.

Auch wenn ich ein Bierchen auf den Rücktritt von Clemens Tönnies getrunken habe, man darf nicht vergessen, bei all seinem zerstörerischen und selbstherrlichen Führungsstils auf Schalke, er hat sich in den Verein eingebracht und ist Schalker durch und durch. "Tausend Freunde, die zusammen stehen....". Aktuell ist er in der größten Krise seines Lebens, wir sollten wohlwollend mit ihm umgehen. Das würde im Übrigen auch unseren Leitsätzen entsprechen. Abgesehen davon ist es schlechter Stil auf einen einzutreten, der eh schon am Boden liegt.

Nun muss es einen Neuanfang geben mit einer zügigen Ausgliederung. Ansonsten gehen bei uns bald die Lichter aus.

Glückauf!

01.07.2020 - 19:50 - ali_hb

Der Schritt von Clemens Tönnies sein Amt niederzulegen war überfällig. Trotzdem verdient er allen Respekt! Er hat so dem Verein und das sind die über 150 000 Mitglieder einen großen Dienst erwiesen. Jetzt gilt es, die Scherben zusammenzufegen und eine Neuanfang zu starten. Einige wichtige Weichenstellungen hierfür sind schon vollzogen. Das aktuelle Management halte ich nicht für das schlechteste und insbesondere für lernfähig. Ich bin mir sicher, dass nach einer Zeit Konsolidierung wieder oben mitgespielt werden kann.

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01.07.2020 - 13:08 - Schalker1965

An alle die, die es nicht wahr haben wollen: Der "Boss" ist weg, für immer Geschichte. Und das ist gut so. Ich wünsche ihm auf seinem weiteren Lebensweg alles Gute.

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01.07.2020 - 10:58 - nilei

"Jetzt sind diejenigen gefragt, die Clemens Tönnies unbedingt loswerden wollten". "Die muss man jetzt in die Pflicht nehmen. Ich erwarte nur Neunmalkluge, die alles besser wissen." (Klaus Fischer)

So Leute, ran an den Speck.

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01.07.2020 - 10:27 - yayabinx

Wenn Schalke 04 wirklich Sponsoren nur abhängig von Clemens Tönnies hat, dann werden wir Probleme bekommen. Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass ein Sponsor, sagen wir mal als Beispiel Gazprom, dafür wäre Tönnies im Amt zu belassen, nachdem er zuletzt so eine negative Publicity hatte. Außerdem bin ich davon überzeugt das es Sponsoren gibt die Schalke lieben und nicht investiert haben wegen Clemens Tönnies. Es gibt bestimmt genug Menschen auf dieser Welt die schon wussten was da in Rheda abläuft. Ich hoffe das nach und nach sich dieses Prozedere einstellt und ich glaube fest daran das Schneider und vor allem Jobst die richtigen Leute sind die das bewerkstelligen können.

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01.07.2020 - 10:19 - Grattler

Barta und seine Mitläufer die Ultras sind der Untergang unseres geliebten Vereins. Solche Verhältnisse hatten wir schon einmal unter Günter Siebert.
Ein Konzeptloser Haufen außer Parolen haben die nichts zu bieten.


Glück Auf

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01.07.2020 - 10:12 - Grattler

Hüller

So wird es sein, wenn der Clemens sein Unternehmen Unstrukturiert hat und die blauen so im finanziellen Schlamassel versinken dann wird man ihn von Gütersloh nach Gelsenkirchen sogar tragen..


Glück Auf

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01.07.2020 - 10:00 - Hüller

Ja, schade um den Clemens. Wer weiss, wenn Ruhe eingekehrt ist, ist er wieder da.

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01.07.2020 - 09:40 - UNVEU

Jetzt wo Tönnies weg ist wird Herr Stefan Barta, Organisator der Fanproteste hoffentlich dann auch genügend Sponsoren haben die Schalke bei seinem geforderten Neuanfang unterstützen werden - ich sehe hier nicht das ohne Tönnies alles besser werden soll?

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01.07.2020 - 09:37 - UNVEU

Erst einmal wünsche ich den Beitrag melder einen guten morgen - hoffe Sie hatten eine ruhige Nacht und hatten keine schlechten Träume von Usern die bei RevierSport ständig Beiträge posten, die Sie dann in ihrem Zwang alle melden müssen

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