Bundesliga

Schalke-Kapitän: So schwierige Zeit noch nie gehabt

Leon Peters
14. November 2020, 11:37 Uhr
Auch für Omar Mascarell ist die negative Situation auf Schalke Neuland. Foto: firo

Auch für Omar Mascarell ist die negative Situation auf Schalke Neuland. Foto: firo

"Gehaltsverzicht" und "Sieglos-Serie" – diese Schlagworte machten und machen zur Zeit beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 die Runde. Obwohl zumindest Ersteres geklärt zu sein scheint, bezog Kapitän Omar Mascarell nun zu beiden Themen Stellung - und wurde dabei überaus deutlich.

Die Zahlen sprechen für sich – saisonübergreifend 23 Bundesligaspiele ohne Sieg, drei Punkte aus sieben Spielen, Platz 17. So manch einem Fan des FC Schalke 04 werden diese Fakten wohl mittlerweile zu den Ohren heraus kommen. S04-Kapitän Omar Mascarell stellte jedoch nun im Interview mit "Sport1" klar, dass diese Sieglos-Serie nicht einfach spurlos an der Mannschaft vorbei geht.

„Die Fans sollen nicht denken, dass wir nach einer Niederlage einfach abschalten und unser Leben weiterleben, als wäre nichts gewesen. Nach jedem verlorenen Spiel sind wir am Ende“, stellte der Spanier klar.

Viele hohe Hürden habe Mascarell in seiner Karriere bislang schon nehmen müssen, doch so auf die Probe gestellt worden wie mit dieser Serie beim FC Schalke sei er noch nie. „Ich hatte sicher schwierige Zeiten in meiner sportlichen Vergangenheit, aber nicht so schwierige wie diese. 23 Spiele und kein Sieg – ich glaube wir haben wirklich Qualität im Team, aber ohne Selbstvertrauen kannst du das nicht beweisen“, erklärte der 27-Jährige, fügte aber hinzu, dass das dieses durch die jüngsten Punktgewinne „Stück für Stück“ zurück komme.

"Verdienen gutes Geld"

Auch ein finales Statement zur medial angestoßenen Debatte, den Gehaltsverzicht der Schalke-Spieler, um dem finanziell angeschlagenen Verein durch die Corona-Krise zu helfen, betreffend, ließ Mascarell sich im Gespräch mit "Sport1" nicht nehmen. „Ich bin mit der Berichterstattung unzufrieden. Es stand nie zur Diskussion, dass wir helfen wollen. Alle haben die Sache verstanden und es war nicht schwer, im Team darüber zu sprechen“, unterstrich der Spielführer, der bisher in sechs von sieben Ligapartien über die vollen 90 Minuten für die Königsblauen auflief.

Zunächst hatte die These im Raum gestanden, dass die S04-Profis einen erneuten Gehaltsverzicht nach dem ersten im März abgelehnt hatten, was später jedoch revidiert wurde. Mascarell: „Ich kann ehrlich gesagt auch nicht verstehen, wie man sich in diesen Zeiten weigern kann, zu 15 oder 20 Prozent auf sein Gehalt zu verzichten. Wir verdienen wirklich gutes Geld, ich kann nicht verstehen, wie da einer nicht auf einen Teil verzichten will.“ 

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Kommentieren

17.11.2020 - 10:50 - easybyter

@majo2008
Ich habe weder geschrieben "wir schaffen das" noch "die Hoffnung stirbt zuletzt" aber Aufgeben ist auch keine Alternative. Noch ist die Saison nicht gelaufen und noch kann der Bock umgestoßen werden. Das gelingt aber nicht, wenn man nur in die Vergangeneit schaut und wie das Kaninchen auf die Schlange auf die Mißerfolge starrt. Nach vorn schauen heißt die Devise, hart kämpfen und so wieder zu Erfolgen kommen. Ob das gelingt, steht in den Sternen. Ich habe im Spiel gegen Mainz positive Entwicklungen gesehen, allerdings auch noch Fehler in der Chancenverwertung und im Defensiv-Verhalten. Da muss noch einiges passieren. Ich hoffe, dass mit Serdar noch weitere positive Impulse in das Schalker Spiel kommen.

16.11.2020 - 18:25 - Majo2008

Wir schaffen das!!
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Das klingt sehr nach Durchhalteparole Easybiter.

14.11.2020 - 17:23 - easybyter

"So manch einem Fan des FC Schalke 04 werden diese Fakten wohl mittlerweile zu den Ohren heraus kommen." Das ist mal eine Aussage, die ich 100%-ig unterschreiben. Diese Fakten sind hinlänglich bekannt und müssen daher nicht gebetsmühlenartig wiederholt werden. Nach vorn schauen ist die Devise und die erkennbaren Fortschritte dazu nutzen, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen bis endlich dieser vemaledeite Sieg in der Bundesliga gelingt.