Nach der DFL-Mitgliederversammlung am Montag hat sich auch der FC Schalke 04 zu der Situation geäußert - mit deutlichen Worten. Tenor: Auch für Schalke sind Geisterspiele bis zum Saisonende notwendig, um finanziell zu überleben.

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Schalke-Fans zur Existenz-Angst: Zur Not in der 4. Liga mit 160.000 Mitgliedern

17. März 2020, 13:10 Uhr
Die Fans des FC Schalke 04 stehen auch in schlechten Zeiten zu ihrem Verein. Foto: firo

Die Fans des FC Schalke 04 stehen auch in schlechten Zeiten zu ihrem Verein. Foto: firo

Nach der DFL-Mitgliederversammlung am Montag hat sich auch der FC Schalke 04 zu der Situation geäußert - mit deutlichen Worten. Tenor: Auch für Schalke sind Geisterspiele bis zum Saisonende notwendig, um finanziell zu überleben.

"Wenn jemand sagt, Geisterspiele kommen nicht infrage, der muss sich keine Gedanken mehr machen, ob wir mit 18 oder 20 Profi-Clubs spielen“, sagte der 50 Jahre alte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montagnachmittag in Frankfurt. Seifert weiter: „Denn dann wird es keine 20 Profi-Clubs mehr geben.“

Auch Schalke scheint zu den finanziell bedrohten Klubs zu gehören. Denn  S04-Marketingchef Alexander Jobst hat nur kurze Zeit nach Seiferts Worten in einer offiziellen Stellungnahme des Vereins, die Situation des FC Schalke 04 erläutert und sich klar für Geisterspiele ausgesprochen. Jobst: "Wir alle sind uns in diesen Tagen der gesundheitlichen Bedrohung für das ganze Land bewusst. Absolute Priorität hat die Gesundheit der Bevölkerung! Die Auswirkungen der aktuellen Situation zeigen aber auch, dass es um die Existenz des FC Schalke 04 und der Clubs der ersten und zweiten Bundesliga geht."

Jobst weiter:  "Es muss in allererster Linie unser Bestreben sein, die noch ausstehenden Spiele überhaupt austragen und die Saison zu Ende führen zu können - aller Voraussicht nach ohne Zuschauer. Medien- und Sponsoreneinnahmen sind für den FC Schalke 04 und die Proficlubs existenziell. Das muss allen, die die Bundesliga verfolgen und Fans von Schalke 04 sind, klar sein."

Die Fans des FC Schalke 04 reagierten auf Twitter recht entspannt auf diese Nachricht und schwören dem Verein ewige Treue und Liebe - zur Not in der 4. Liga mit 160.000 Mitgliedern...

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Beitrag wurde gemeldet

17.03.2020 - 22:30 - TS2207

Der Verein gehört noch tiefer als Liga 4 ;-) der kann ganz weg!! FC Meineid ......... musste schon längst in Liga 4 sein, besser ganz weg, und damit meine ich nicht die zweite Mannschaft die in Liga 4 ist, nur Lug und Betrug was der Verein kennt!!!!

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

17.03.2020 - 22:30 - TS2207

Dieser Kommentar wurde entfernt.

17.03.2020 - 22:04 - S04forever

Ein Leben lang...Egal in welcher Liga.
Glück auf

17.03.2020 - 20:35 - vomFlankengott

@Laborant

zu 1.) Es ist insofern völlig wurscht, ob die Profis auf Gehalt verzichten, weil so oder so nix zu holen ist. Richtig ist, dass der Verein bei Zahlungsungähigkeit eigentlich unverzügliche Insolvenz anmelden müsste, aber genau diese Regelung soll jetzt ja - nicht zufällig - gerade außer Kraft gesetzt werden.

zu 2.) Die Diskussion um den Gehaltsverzicht wird hauptsächlich von poltischer Seite ins Spiel gebracht. Die politische Seite weiß um den gesellschaftlichen Stellenwert des Fussball und versucht Druck aufzubauen (sog. "chicken game") weil es dann für die Politik natürlich billiger wird. Die Profis werden garantiert Gehaltsausfälle erleiden, völlig unabhängig davon wie sie sich verhalten werden.

zu 3.) Mein Vergleich bezüglich des Kneipenwirts bezog sich nur auf die Tatsache, dass der Kneipenwirt die Umstände, so wie sie sind, hinnehmen muss. Nichts anderes bleibt dem Profi übrig, obwohl er - allerdings nur auf dem Vertragspapier - einen Anspruch gegenüber dem Verein hat. Warten wir mal, ob es tatsächlich Profis gibt, die ihren Verein auf Vertragserfüllung verklagen. Und warten wir auch mal ab, ob es ihnen auf diesem Weg gelingt tatsächlich die vertraglich zugesicherten Gehaltszahlungen zu bekommen.

Meine Vermutung: Die Profis (mit vertraglich "garantiertem" Gehalt) schauen genauso in die Röhre wie die Kneipenbesitzer (ohne garantiertem Umsatz).

GLÜCKAUF

17.03.2020 - 19:37 - Laborant

@vom Flankengott

Sie liegen in Ihrem Beitrag aber völlig daneben.
1. Es ist überhaupt nicht wurscht, ob die Profis auf Teile ihres Gehaltes verzichten.
Wenn ein Verein die vertraglich vereinbarten Gehälter nicht bezahlen kann, muß er unverzüglich Insolvenz anmelden. Die Betonung liegt hierbei auf "muß" und "unverzüglich".
Nach erfolgter Insolvenz wechselt der Spieler den Verein ablösefrei.
2. Die Diskussion über einen freiwilligen Gehaltsverzicht ist mitnichten eine Phantomdiskussion, sondern eine zwingende Notwendigkeit um eine Insolvez abzuwenden.
3. Der Vergleich mit dem Kneipenbesitzer hinkt gewaltig, oder kennen Sie einen Kneipenbesitzer, der mit seinen Gästen Vertrage über die Nutzung seiner Kneipe abgeschlossen hat?

17.03.2020 - 17:17 - vomFlankengott

@ gerdstolli

Ist doch völlig wurscht, ob die Profis auf Gehalt verzichten.

Das Gehalt, welches vertraglich zugesichert wurde, wird der Verein einfach nicht zahlen können. Punkt.

Und die Profis, die auf Gehalt nicht verzichten wollen, werden merken dass nix zu holen ist. So einfach ist das.

Die Diskussion über Gehaltsverzicht ist eine reine Phantomdiskussion. Die Profis werden schon irgendwann mal merken, dass auf ihrem Konto der Gehaltseingang fehlt. Auch die, die nicht verzichten wollen.

Der Kneipenbesitzer merkt ja auch, dass Gäste und damit Umsatz fehlen. Ob er will oder nicht.


GLÜCKAUF

17.03.2020 - 14:19 - gerdstolli

Wenn wir von solidarischem Handeln reden, dann sollten sich die super verdienenden Profis an die eigene Nase fassen und auf ein Teil ihres hohen Gehaltes verzichten, damit es ihrem Verein besser gehen kann. Vielleicht gewöhnt man sich auf diese Weise, auch wenn sie unpopulär für die Profis sein mag, wieder an menschlichere Bezahlsummen.

17.03.2020 - 13:24 - vomFlankengott

Das mit den Geisterspielen ist reines Wunschdenken. Zur Zeit wollen Viele die Realität nicht wahrnehmen. Da klammert man sich noch an dem fiktiven Strohhalm namens Geisterspiele. Aber mit zunehmender Zeit dämmert denen dann auch, dass der Glauben an Geisterspiele Realitätsverweigerung ist.

Ein einziger Spieler, dem seine Infektion bei Spielbeginn (Inkubationszeit!) nicht bekannt ist und wahrscheinlich sämtliche 22 Akteure plus Auswechselspieler incl. Trainer u.s.w. sind durchinfiziert. Die wandern dann alle in Quarantäne und spielen dann (in den angedachten englichen Wochen) schon mal einige Zeit nicht. Das bringt jeden regulären Spielbetrieb durcheinander. Zudem müssen die letzten Spieltage in jedem Fall simultan angesetzt werden.

Fussball ist Kontaktsport. Scheinen einige Fachleute nicht zu wissen. Daher die Phantasie mit den Geisterspielen.

Wie die Spieler, die nicht zum Gehaltsverzicht bereit sind, an ihr Gehalt kommen wollen ist mir schleierhaft. Wo nix ist, gibt's auch nix zu holen. Das Geschäft ist praktisch ja grundsätzlich ein "Hand in den Mund Geschäft."

Wieso Tönnies in der augenblicklichen Situation bei S04 ein Vorteil sein soll (wurde hier sinngemäß von Schacht 7 behauptet) hat Schacht 7 auch nicht begründet.

GLÜCKAUF

17.03.2020 - 09:50 - Lohrheide

Ich befürworte die Geisterspiele, damit die Einnahmeverluste im Rahmen bleiben. Nach dem Sommer geht es ja hoffentlich normal weiter. Allerdings hoffe ich, dass der Profifußball aus der Krise lernt und endlich, endlich die Wahnsinns-Gehälter und Ablösesummen den realen Verhältnissen auf der Welt anpasst! Dann trifft euch die nächste Krise nicht so hart, meine Herren Vereinsbonzen.

16.03.2020 - 23:22 - Bayerischschalke

So ein Schwachsinn. Wenn sie unbedingt Geisterspiele haben wollen, dann sollen sie es doch machen, meinetwegen auch auf einem Flugzeugträger. Ich schau nicht zu und die Vereine brauchen eh keine Zuschauer, die bringen zu wenig Einnahme. Hauptsache die Fernsehgelder fliessen weiter.
Falls Schalke aus finanziellen Gründen tatsächlich 4. Liga spielen müsste, würden auch weitere ca. 14 andere Erstligisten dort spielen, also dann doch wieder 1. Liga.
Die vielleicht übrig gebliebenen 3-4 Mannschaften können ja dann eine eigene Liga aufmachen. Ich meine, die Probleme des Fussballs sind aktuell nicht unbedingt die wichtigsten.