Die Krise bei Bundesligist FC Schalke 04 wird immer dramatischer. Nach drei Niederlagen gegen Abstiegskandidaten, scheint sich nun auch Kritik innerhalb der Mannschaft gegen Trainer David Wagner zu richten.

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Schalke: Mannschaft sieht Wagners Mauer-Taktik offenbar kritisch

02. Juni 2020, 09:11 Uhr
Schalke-Trainer David Wagner wirkt konsterniert. Foto: firo

Schalke-Trainer David Wagner wirkt konsterniert. Foto: firo

Die Krise bei Bundesligist FC Schalke 04 wird immer dramatischer. Nach drei Niederlagen gegen Abstiegskandidaten, scheint sich nun auch Kritik innerhalb der Mannschaft gegen Trainer David Wagner zu richten.

Eigentlich sollte die vergangene Englische Woche mitsamt der drei Begegnungen gegen die Abstiegskandidaten aus Augsburg, Düsseldorf und Bremen ja die Wende bringen für den FC Schalke 04 und Trainer David Wagner. Doch die Lage wurde nur noch schlimmer: Die Königsblauen kassierten drei hochverdiente Niederlagen und sorgten durch eine passive und destruktive Spielweise nicht nur beim eigenen Anhang für jede Menge Unverständnis.


Bereits bei der 1:2-Niederlage in Düsseldorf probierte es Wagner mit einer Mauertaktik. "Wir sind im Moment aufgrund der Situation zu nichts anderem in der Lage", verteidigte der 48-Jährige seine Herangehensweise angesichts der spürbaren Unsicherheit in seiner Mannschaft und der Ausfälle wichtiger Leistungsträger wie Omar Mascarell, Amine Harit und Suat Serdar. 

Nur 20 Prozent Ballbesitz gegen Bremen

Bei der 0:1-Pleite gegen Werder Bremen setzte Wagner schließlich noch einen drauf. Phasenweise hatte seine Mannschaft lediglich 20 Prozent Ballbesitz. Im eigenen Stadion. Gegen den Tabellen-17. der Bundesliga, der zugleich die zweitschlechteste Defensive der ganzen Liga stellt. Doch ein geeignetes Offensiv-Konzept kriegt der Trainer seiner Mannschaft derzeit offenbar nicht vermittelt, so dass die Devise lautet: Bloß hinten kein Gegentor kassieren.


Doch auch dieses Vorhaben geht nicht auf. Selbst in der Schalker Mannschaft scheint sich inzwischen Widerstand an der Spielweise zu regen. Wie der "Kicker" in seiner Ausgabe vom Dienstag berichtet, wird die rigorose Defensivtaktik "auch innerhalb des Teams kritisch betrachtet". Demnach sollte ein Klub wie Schalke trotz Schwierigkeiten den Anspruch haben, mit breiter Brust aufzutreten. Doch vor diesen passiven Schalkern hat derzeit keine Mannschaft Angst, wie die vergangene Woche gezeigt hat. 

Sportvorstand Jochen Schneider hatte Wagner zwar in der Vorwoche noch eine Job-Garantie über den Sommer hinaus ausgesprochen. Doch abzuwarten bleibt, was passiert, sollte Wagner wirklich den Rückhalt der Kabine verlieren.

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02.06.2020 - 23:34 - Schalker1965

@Grattler

Ich werde dich als ersten informieren, sollte ich mein Amt als Trainer von Schalke niederlegen.

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02.06.2020 - 21:32 - ali_hb

Das war schon sehr, sehr merkwürdig gegen Bremen. In der 1. Hälfte Unsicherheit pur und in der 2. Halbzeit konnte man wieder den Druck auf den Gegner sehen, der in der Hinrunde ausgeübt wurde und auf einmal sah Werder so hilflos aus, wie in vielen Spielen der Hinrunde und das ohne Serdar und Mascarell. Mit dieser Leistung hätte man locker 5 der letzten 10 Spiele gewonnen und würde um Europa mitspielen.

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02.06.2020 - 19:48 - KB1904

@Grattler

g*

02.06.2020 - 18:32 - easybyter

Na ob die NIederlagen hochverdient waren wage ich zu bezweifeln, denn auch Augsburg, Düsseldort und Bremen haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Düsseldorf bekam ein Tor vom Schiedrichter geschenkt und Bremen hatte einen Sonntagsschuß, der das 0:1 brachte. Aber man muss ja hochverdient schreiben, um das Drama ein wenig zu erhöhen. Ich bin auch der Meinung, dass Schalke etwas anderes als diese ängstliche Defensivtaktik fahren muss, denn mindestens ein Tor kassieren sie immer und haben kaum Chancen einmal in Führung zu gehen. Die zweite Habzeit gegen Bremen bewies doch, dass es auch anders geht. Es muss auf jeden Fall in der Hälfte des Gegners angelaufen werden, man kann dem Gegner nicht das Mittelfeld überlassen und dann erst reagieren. Wohin das führt, sahen wir gegen Düsseldorf und Bremen. Wagner vermittelt da Angst statt Selbstvertrauen. Er hat doch nichts mehr zu verlieren, denn die EL ist ja schon lange weg oder wovon träumt der noch? Ich würde an seiner Stelle mit dem Neuaufbau beginnen und dem einen oder anderen Nachwuchsmann vertrauen. Schlechter können die es auch nicht machen. Wieso hat das Pressing denn in der HInrunde geklappt? Müde können die doch nach 5 Wochen Pause nicht sein.

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02.06.2020 - 17:58 - Grattler

Schalker1965

Da sie sich ja ziemlich sicher sind das David Wagner nach dem Union Berlin Spiel nur noch Schalke Geschichte ist
mache ich ihnen einen Vorschlag.
Sie verschwinden dann aus dem RS Forum wenn der Wagner noch Trainer Auf Schalke bleibt.
Ein Mann ein Wort , sie wissen doch immer alles. Das dürfte doch kein Risiko sein oder.

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02.06.2020 - 14:36 - KB1904

"Spätestens nach dem Spiel gegen Union ist Wagner auf Schalke Geschichte"

Und wenn nicht wird hier wieder wie ein kleines Kind mit den Füßen auf dem Boden gestampft:

Tönnies raus
Schneider raus
Reschke raus
Wagner raus
....................
....................
.....................
Platzwart raus
Busfahrer raus
......................
......................


Ich willllll aber ................................ g*

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02.06.2020 - 13:33 - Schalker1965

Spätestens nach dem Spiel gegen Union ist Wagner auf Schalke Geschichte.

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