S04

Schalke 04: Augsburg mit „Schlafmützigkeit" und starkem Caligiuri

Leon Peters
10. Dezember 2020, 11:52 Uhr
Zuletzt im Aufwind im Augsburger Trikot: Daniel Caligiuri (rechts), ehemals FC Schalke 04, dreht jubelnd ab. Foto: firo

Zuletzt im Aufwind im Augsburger Trikot: Daniel Caligiuri (rechts), ehemals FC Schalke 04, dreht jubelnd ab. Foto: firo

Nach starkem Bundesliga-Saisonstart mit zwei Siegen und kurzzeitiger Tabellenführung ist der FC Augsburg schon lange auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. In Acht nehmen muss sich der nächste Gegner FC Schalke 04 am Sonntag aber dennoch – allen voran vor dem Ex-Knappen Daniel Caligiuri.

Erst am Montag war der FC Augsburg, der im Rahmen des elften Bundesliga-Spieltags am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) den FC Schalke 04 empfängt, im Einsatz – Trainer Heiko Herrlich war nach dem 1:3 bei der TSG Hoffenheim reichlich bedient. „Es ist unverständlich, dass wir so schlafmützig aus der Halbzeit kommen. In fünf Minuten haben wir uns das ganze Spiel kaputtgemacht", analysierte der FCA-Coach nach der Auswärtsniederlage im Kraichgau mit Blick auf die schnellen Tore zum 1:2 und 1:3 aus eigener Sicht nach dem Seitenwechsel. 


Nicht nur S04, auch Augsburg erweiterte durch die Pleite gegen die TSG seine eigene Sieglos-Serie, die mittlerweile aus vier Spielen ohne dreifachen Punktgewinn besteht. Nach einem furiosen Saisonstart mit sechs Punkten aus zwei Spielen, darunter ein Sieg gegen Borussia Dortmund, haben sich die Fuggerstädter mit zwölf Punkten aus zehn Spielen nun im Tabellenmittelfeld eingeordnet.

Bei einem Akteur des FC Augsburg zeigt die Formkurve allerdings klar nach oben: Daniel Caligiuri, der von Januar 2017 bis zu diesem Sommer das Trikot des FC Schalke trug, ist nach seinem Tor in Hoffenheim mit vier Treffern bester Torschütze der Herrlich-Elf. Vor allem in fremden Stadien überzeugte der 32-Jährige zuletzt: In jedem der letzten drei Auswärtsspiele traf Caligiuri jeweils ins Schwarze.

Schalke 04: Starke Bilanz gegen Baums Ex-Verein

Mit Michael Gregoritsch könnte am Sonntag zudem ein weiterer Spieler, der in diesem Jahr bereits für Königsblau auflief, beim FCA auf dem Platz stehen. Der Österreicher traf sogar beim bislang letzten Schalker Sieg in der Bundesliga am 17. Januar gegen Borussia Mönchengladbach zum entscheidenden 2:0, nachdem er das 1:0 vorbereitet hatte – es sollten seine einzigen Torbeteiligungen in 14 Spielen auf Leihbasis für S04 bleiben, bevor es im Sommer wieder nach Augsburg ging.

Mit Blick auf die Verletztensituation fehlten dem FCA zuletzt mit Iago und Mads Pedersen zwei nominelle Linksverteidiger, woraufhin Innenverteidiger Felix Uduokhai auf dieser Seite aushelfen musste. „Wir müssen den Heilungsverlauf abwarten und hoffen, dass die beiden am Sonntag dabei sind", sagte Herrlich am Montag. 

Zudem mussten gegen Hoffenheim unter anderem auch die Offensivkräfte André Hahn (Corona-Virus), Alfred Finnbogason und Noah Sarenren Bazee passen, wobei letztere schon etwas länger ausfallen. Weiter derzeit nicht dabei: Jan Morávek, der einst ebenfalls für Schalke spielte, und Fredrik Jensen.

Ein Mutmacher für den FC Schalke: Die Auswärtsbilanz in Augsburg. In zehn Partien auf FCA-Rasen siegte S04 viermal, dem gegenüber stehen fünf Unentschieden und nur ein Erfolg der Herrlich-Truppe. Auch in der Gesamtbilanz hat das Team von Trainer Manuel Baum, der an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt, klar die Nase vorn: Neben zehn Schalker Siegen gab es sieben Remis und lediglich zwei Augsburger Erfolge. 

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10.12.2020 - 15:31 - easybyter

Für Statistiken kann sich niemand etwas kaufen und sie sind auch völlig unwichtig. Tatsache ist, dass der Rucksack der nicht gewonnenen Spiele immer schwerer wird und in Augsburg kann man sicher nicht im Schongang die lang ersehnten 3 Punkte mitnehmen. Ich hoffe, das Spiel geht mal ohne fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter zu Ende und Schalke hat auch einmal etwas Spieglück, aber das Glück hat ja bekanntlich immer nur der Tüchtige. Es wird nur mit bedingungslosem Kampf bis zum Schluß und ohne diese eklatanten Abwehrfehler in Augsburg etwas zu holen sein. Eine Prognose wage ich nicht.