Und täglich grüßt das Murmeltier. Die U19 des Wuppertaler SV verschoss wie gegen 1.FC Köln in der letzten Minute einen Elfmeter und trauerte dem Ausgleich hinterher. So verlor der WSV gegen Schalke 04 wieder knapp mit 0:1. Die Wuppertaler verpassten es zudem, einen Punkte mehr zwischen sich und die Abstiegsränge zu bringen. Trainer Pascal Bieler scheint die Gründe schon gefunden zu haben. 

A-Jugend Bundesliga

Saison von Wuppertals U19 bleibt durchwachsen

Niclas Scheidt
24. November 2019, 09:30 Uhr
Foto: MaBo Sport

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Und täglich grüßt das Murmeltier. Die U19 des Wuppertaler SV verschoss wie gegen 1.FC Köln in der letzten Minute einen Elfmeter und trauerte dem Ausgleich hinterher. So verlor der WSV gegen Schalke 04 wieder knapp mit 0:1. Die Wuppertaler verpassten es zudem, einen Punkte mehr zwischen sich und die Abstiegsränge zu bringen. Trainer Pascal Bieler scheint die Gründe schon gefunden zu haben. 

Als der Elfmeterpfiff kurz vor dem Ende beim Heimspiel gegen Schalke ertönte, drehte sich Bieler sofort um und sagte: „Ich kann es mir nicht mehr ansehen.“ Wie schon gegen Köln im September, das Spiel endete 0:1, bekam der WSV einen Elfmeter zum möglichen Ausgleich zugesprochen und - verschoss. Schon wieder.


Die bitterste aller Niederlagen überrascht Bieler fast schon nicht mehr: „Die Saison bleibt eben durchwachsen, weil wir uns in solchen Spielen nicht belohnen und uns zu doof anstellen. In den Spielen gegen Schalke, Köln und Oberhausen ist einfach viel mehr drin gewesen. Das ist unser Lernprozess, den wir eben noch nicht vervollständigt haben.“

Bieler vermisst die Emotionen

Was den 33-Jährigen allerdings aufregt, ist der fehlende Wille des Teams: „Wir sind durch die Niederrheinliga gegangen, um eben solche Spiele [wie gegen Schalke] zu haben. Und dann spielen wir wie das Kaninchen vor der Schlange. Wir haben keine Emotionen auf den Platz bekommen, was eigentlich eine unserer Grundtugenden sein muss.“


Fehlende Griffigkeit und Emotionen sind nicht Wuppertals einziges Problem. Mit 28 Gegentoren in 12 Spielen besitzt der WSV die schlechteste Defensive der Liga. Die defensive Leistung hängt laut Bieler auch mit der Einstellung der Mannschaft zusammen: „Ich finde, dass Abwehrarbeit auch viel mit Emotionen, Willen und Laufbereitschaft zu tun hat. […] Da muss einfach mehr Power rein.“

Beim Blick in die Zukunft stimmt Bieler aber optimistische Töne an: „Wenn wir die neun Gegentore gegen Dortmund abziehen, dann waren das ordentliche Ergebnisse. Klar, wir bekommen vier Tore gegen Leverkusen und Viktoria, aber es gab auch Spiele, in denen wir knapp verlieren.“

In der Winterpause wird Pascal Bieler mit seinem Team die Köpfe zusammenstecken und einen Plan konzipieren, wie sie das Problemkind Abwehr in den Griff bekommen. Für den WSV-Coach ist das aber „nichts, das wir nicht bewältigen können.“ 

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