Gleich sieben Neuzugänge mit größtenteils höherklassiger Erfahrung präsentierte der 1. FC Düren zuletzt. Der Verein plant den Angriff auf die Regionalliga.

Mittelrheinliga

Namhafte Zugänge, Stadionausbau: Fünftligist will hoch hinaus

18. Juli 2020, 17:41 Uhr
Foto: Ingo Otto

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Gleich sieben Neuzugänge mit größtenteils höherklassiger Erfahrung präsentierte der 1. FC Düren zuletzt. Der Verein plant den Angriff auf die Regionalliga.

Wer steigt am Ende der kommenden Saison aus der Mittelrheinliga in die Regionalliga West auf? Eine derartige Umfrage bei den Vereinen der Oberliga des Fußball-Verbandes Mittelrhein dürfte wohl deutlich ausfallen. Denn der haushohe Favorit scheint schon jetzt gefunden, wo die meisten Vereine erst langsam wieder in die Vorbereitung einsteigen. Der 1. FC Düren gilt als ambitioniert und will unbedingt hoch - das zeigen nicht zuletzt die jüngst verpflichteten sieben Neuzugänge.


Dass die Dürener David Pütz und Angreifer David Bors holen, hatte RevierSport bereits vor wenigen Tagen berichtet. Neben dem Aachener Duo gab der Fusionsklub, der vor zwei Jahren aus dem FC Düren-Niederau und der SG GFC Düren 99 entstand, noch fünf weitere Neuzugänge bekannt. Und die haben ebenfalls größtenteils höherklassige Erfahrung: Mario Weber (Bonner SC), Torhüter Patrick Bade (Rot-Weiß Oberhausen), Marc Brasnic (Berliner AK), Marvin Steiger (BW Friesdorf) und Yuya Tateno (eigene Jugend) sollen dafür sorgen, dass das Saisonziel Aufstieg erreicht wird.

Stadion mit 12.000 Zuschauern geplant

„Das Ziel ist der Aufstieg", sagte Dürens Sportdirektor Dirk Ruhrig im Rahmen der Vorstellung deutlich. Und auch Trainer Giuseppe Brunetto schlägt in diese Kerbe: „Wenn wir nach dem zweiten Platz in der abgebrochenen Saison sagen würden, wir wollen oben mitspielen, würden wir an Glaubwürdigkeit verlieren.“ Nur ganz knapp verpasste der Verein in der vergangenen Saison den Aufstieg, letztlich musste Düren dem FC Wegberg-Beeck den Vortritt lassen.


Der Verein will aber nicht nur in Beine, sondern auch in Steine investieren. Demnach soll die altehrwürdige Westkampfbahn, an der die älteste Holztribüne Deutschlands steht, sukzessive regionalliga-tauglich gemacht werden und schon bald eine Kapazität von 12.000 Plätzen aufweisen. Dafür soll die Tribüne saniert und weitere Plätze geschaffen werden. Außerdem stehen Hybrid-Rasenplätze an Westkampfbahn und für das Jugendleistungszentrum „Niederauer Mühle“ auf der Agenda. Sponsoren sind reichlich vorhanden - und die Politik ebenfalls: Wolfgang Spelthahn, Präsident des Vereins, ist zugleich der Landrat des Kreises Düren.

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19.07.2020 - 18:29 - watti09

Werden dort Steuergelder eingesetzt

18.07.2020 - 20:26 - ata1907

Merkwürdigerweise sehe ich das auch so wie Du.

Bei der Überschrift dachte ich noch, aha der nächste Überfliegerverein. Nach dem Artikel kam es bei mir ganz nice rüber.

18.07.2020 - 18:16 - Außenverteidiger

Vorbildlich. Tausend mal lieber als die anderen Vereine. Ein schönes Beispiel für ein Vorgehen im Einklang mit den Regeln. Dieser Verein wächst genauso, wie es sein sollte. Administrative und sportliche Voraussetzungen im Einklang. Andere, schwer asoziale Vereine, sparen an der Infrastruktur.
Top, solchen Vereinen gönnt man den Aufstieg. Als Außenstehender hätte ich mal richtig Bock ein Oberligaspiel zu besuchen.