RL West

Korczowski ist bei RWE angekommen

Stefan Loyda
23. März 2019, 19:48 Uhr

Winterzugang Noah Korczowski hat bei seinem zweiten Auftritt im RWE-Dress in Straelen eine gute Figur abgegeben und war am 1:0-Siegtreffer von Max Wegner beteiligt.

Sein erster Einsatz für Rot-Weiss Essen war mit dem verursachten Elfmeter nicht ganz so glücklich. „Mit dem Videobeweis hätte es den vielleicht nicht gegeben“, sagt der Abwehrspieler mit einem Augenzwinkern. Aber sei’s drum. Der ehemalige Wattenscheider erhielt in Straelen eine zweite Chance von Beginn und diese Möglichkeit sollte er nutzen. So beispielsweise beim Führungstreffer, den Korczowski mit seiner Flanke auf Wegner vorbereitete.

Trainingsrückstand zunächst ausschlaggebend

Man sieht: Korczowski ist bei Rot-Weiss Essen angekommen. Zu Restrundenbeginn saß der 25-Jährige noch auf der Bank. Geschuldet war dies dem Trainingsrückstand. „Ich durfte die Vorbereitung erst einmal noch nicht mitmachen und bin später eingestiegen“, klärt er auf. Im Dezember hatte er seinen Entschluss gefasst, die finanziell angeschlagenen Wattenscheider zu verlassen und an die Hafenstraße zu wechseln. Danach zog sich die Vertragsauflösung hin, sodass er erst Ende Januar nach der Verkündigung des Wechsels einsteigen durfte. „Die anderen Jungs waren fit, ich war noch hinten dran.“

Korczowski traut sich jede Position in der Dreierkette zu

Nach seinen ersten zwei Auftritten im RWE-Dress ist er jedoch bereits kaum aus der ersten Elf wegzudenken. „Es ist schön, dass der Trainer mir vertraut“, sagt er und fügt nach dem 1:0-Erfolg in Straelen an: „Der erste Sieg war für mich auch schön.“ 


In der Dreierkette, auf die Trainer Karsten Neitzel derzeit setzt, traut sich der gebürtige Marler jede Position zu. Auch die Position des Sechsers hat er bereits in vorherigen Stationen ausgefüllt. „Wenn es nötig wäre, würde ich das auch hinbekommen. Aber ich spiele letztendlich da, wo der Trainer mich aufstellt und ich der Mannschaft am meisten helfen kann.“

Mönchengladbach II und KFC Uerdingen vor der Brust

Nach den letzten Einsätzen ist es auch gut möglich, dass er der Mannschaft in den kommenden beiden Heimspielen helfen soll. Zuerst geht es am Samstag gegen Mönchengladbach II, am darauffolgenden Dienstag ins RevierSport-Niederrheinpokal-Halbfinale gegen den KFC Uerdingen. 


An das Pokalspiel verschwendet er jedoch noch keine Gedanken: „Wir spielen die Liga nicht nur runter, wir wollen da auch weiter nach oben. Nun hoffe ich erst mal, dass wir endlich einen zweiten Sieg in Folge zuhause einfahren können.“

Autor: Stefan Loyda

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23.03.2019 - 23:34 - Laie

Für mich war Korczowski schon beim Heimspiel gegen Verl der beste Essener. Den verschuldete Elfmeter habe ich nur aus der Entfernung gesehen und kann nicht beurteilen, ob er es da hätte besser lösen können. Ansonsten in der verteidigung sehr stabil und ein paar mal in letzter Sekunde gerettet und auch mit Torgefahr (Kopfball knapp daneben). Hoffentlich bleibt er so gut und lässt nicht (wie so viele) in ein paar Wochen nach.

23.03.2019 - 21:32 - DerOekonom

"Auch die Position des Sechsers hat er bereits in vorherigen Stationen ausgefüllt." Genau da wäre für die kommende Saison für mich der richtige Einsatzort. Zweikampf stark, lauf bereit, gutes Kopfballspiel, solides Passspiel. Auf der sechs fehlt RWE so ein Mann. Erinnert mich etwas an Delaney vom BVB. Wäre sicher einen oder mehrere Versuche wert.

Und werte Moderation, warum wird man bei Euch alle 10 Minuten ausgeloggt?

23.03.2019 - 20:14 - Gregor

Nach der Pokalauslosung habe ich RWE wenig bis keine Chancen fürs Weiterkommen eingeräumt. Mittlerweile sehe ich eine gute Chance, dieser zusammengekauften KFC Truppe, die aber nicht funktioniert Paroli zu bieten. Für Uerdingen ist es wohl auch die einzige Chance, wie natürlich auch für RWE, in die 1. DFB Pokalrunde einzuziehen. Mit einem großen Publikum im Rücken hat RWE alle Chancen, das Spiel zu gewinnen.