Bundesliga

Jermaine Jones über Schalke-Fans: "Verzeihen dir fast alles"

Justus Heinisch
18. Oktober 2020, 13:56 Uhr
Jermaine Jones wechselte 2007 zum FC Schalke. Foto: firo

Jermaine Jones wechselte 2007 zum FC Schalke. Foto: firo

Jahrelang spielte Jermaine Jones für den FC Schalke 04. Nun äußerte sich der ehemalige Mittelfeldspieler zur königsblauen Krise - und übte Kritik an den Spielern.

Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart hat sich Schalke 04 von Trainer David Wagner getrennt. Auch Nachfolger Manuel Baum konnte den Trend zumindest nicht direkt umkehren und kassierte bei seinem Debüt eine 0:4-Pleite in Leipzig. Am Sonntag (18 Uhr) bietet sich die nächste Chance für Schalke, den Bock umzustoßen. Dann treffen die Knappen auf Union Berlin.

Jermaine Jones, der mit kurzer Unterbrechung zwischen 2007 und 2014 auf Schalke spielte, hat eine Erklärung dafür, warum es bei S04 derzeit nicht wie gewünscht läuft. "Wenn man sich die Spiele anguckt, weiß ich nicht, ob sich alle einzelnen Spieler auch wirklich mit dem Verein identifizieren. Dass du weißt, was das Umfeld ist, wie die Leute dort leben. Das alles fehlt", sagte er bei der Fußball-Talkshow Sky90.

Jones über S04-Fans: "Verzeihen dir fast alles"

Als Jones von Eintracht Frankfurt nach Gelsenkirchen wechselte, habe es zahlreiche gestandene Profis im Kader gegeben. Wie zum Beispiel Marcelo Bordon, Fabian Ernst oder Christian Pander. Profis, die das "Schalke-Leben" vorgelebt hätten, so Jones, der 2011 den DFB-Pokal gewann. "Das ist das, was mir gerade ein bisschen fehlt."

Die Schuld für die derzeitige Krise direkt beim Trainer zu suchen, ist für Jones jedoch zu einfach. "Es wird mir alles zu schnell auf den Trainer geschoben. Da, glaube ich, muss man die Spieler in die Pflicht nehmen", sagte der 38-Jährige weiter. "Du kannst Spiele verlieren", schob Jones nach und sagte über die S04-Fans: "Die verzeihen dir fast alles. Die sind schon durch so viele Höhen und Tiefen gegangen. Die wollen, dass du auf dem Platz den Rasen ummähst und Gas gibst. Wenn du das machst, dann ist es auch egal, ob du zu den Bayern fährst und acht Gegentore kriegst."

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren