06.09.2018

NR-Pokal

Hombergs Erfolg hat viele Gesichter

Foto: Markus Weissenfels

Nach dem Pokalspektakel gegen den SV Straelen hat der VfB Homberg viele Pokalhelden. Julien Rybacki erzielte einen Doppelpack und Torhüter Philipp Gutkowski ließ Straelen verzweifeln.


So richtig konnte VfB-Trainer Stefan Janßen seine Emotionen einige Minuten nach Abpfiff noch nicht in Worte fassen. Obwohl er genau wusste, bei wem er sich besonders für den Sieg gegen den Regionalligisten SV Straelen bedanken musste, wollte er niemanden hervorheben. „Mein Team ist mein persönlicher Held. Wir hatten Jungs, die im Mittelfeld leidenschaftlich Bälle weggegrätscht haben, Abwehrspieler, die gefightet haben und Leute auf den Außenbahnen, die Kilometer ohne Ende gelaufen sind“, zählte er auf.

Joker Rybacki dreht das Spiel

Mit Philipp Gutkowski im Tor fand sich jedoch schon früh in der Partie ein Kandidat für den Spieler der Partie. „Philipp hat mehrmals überragend gehalten. Deshalb stand es nur 0:1“, befand sein Trainer. Auch Doppeltorschütze Julien Rybacki lobte seinen Schlussmann: „Wenn man unseren Torhüter sieht, wie viele Dinger er da rausholt, da kann man schon den Hut vor ziehen“, befand er nach Abpfiff. Rybacki musste sich zu Beginn der Partie mit einem Platz auf der Auswechselbank begnügen, was für ihn eine ungewöhnliche Situation darstellte, da er auch in der letzten Partie an zwei Treffern beteiligt war. „Bei der Belastung, die wir in der letzten Zeit mit den Englischen Wochen hatten, ist das okay. Wir haben einen starken Kader, es kann jeder eine gute Rolle in der Mannschaft spielen.“

Straelen verzweifelt an Gutkowski

Gutkowski wollte die Lorbeeren aber nicht überbewerten. „Dass ich zu der Aufholjagd beitragen konnte, ist für mich persönlich natürlich super, aber es ist auch meine Aufgabe, der Mannschaft in solchen Spielen den Rücken frei zu halten.“ Dass er trotz des hitzigen Spiels – vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit – fokussiert bleiben konnte, verdankt er der hohen Trainingsintensität. „Der Trainer versucht die Spannung im Training so hoch zu halten, dass es mit den Situationen während eines Spiels vergleichbar ist.“ 


Anders als sein Trainer, der nach dem Zweitrundenerfolg den Wunsch äußerte, einmal im Finale zu stehen, blieb Gutkowski bescheiden. „Im Pokal möchte ich natürlich so weit kommen wie es geht, ich bin gespannt, welchen Gegner wir zugelost bekommen“, formulierte er es vorsichtiger.

Nachdem der VfB Homberg in der vergangenen Saison mit 7:8 im Elfmeterschießen gegen den SV Scherpenberg ausschied, sind die Duisburger noch immer im Rennen, wenn es um den Titel geht. Für den SV Straelen ist nach dem letztjährigen Aus in der ersten Runde gegen die SF Hamborn 07 nun ebenfalls früh Schluss.

Autor: Julian Preuß

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